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SSD gegen Anwenderin – Teil 2

Claudia Hesse

Nachdem mein Versuch auf Sicherheit zu setzen, sprich SSD in alten Notebook einbauen, aufgrund nicht passender Anschlüsse eine Sackgasse war (siehe Blog), bin ich also zurück bei Plan A: Einbau der SSD in meinen täglich genutzten Rechner. Ein glücklicher Umstand kommt mir zu Hilfe: ich treffe meine netten Redaktions- und Technik-Kollegen für ein Meeting und kann bei dieser Gelegenheit hoffentlich auf deren Expertenwissen zurück greifen. Die Support-Hotline quasi direkt vor Ort.

Also noch mal von vorne. Die Anleitung zum Einbau der SSD werde ich ab sofort ignorieren, sondern meinem gesunden Menschenverstand folgen: SSD auspacken, in Gehäuse einbauen, über das mitgelieferte Kabel an einen USB-Anschluss des Rechners anschliessen und CD…. Moment, wo ist die denn, ich habe doch alles eingepackt oder sollte mein zweiter Versuch hier zu Ende sein? Glücklicherweise findet sie sich nach frenetischer Suche (nebst augenrollenden oder höhnisch kichernden Kollegen) in irgendeinem Seitenfach der Laptop-Tasche und es kann weitergehen. CD also einlegen, Rechner booten und gemäss der Menüführung der mitgelieferten Acronis-Software einen Klon der Rechner-Festplatte herstellen. Prima – läuft alles. Der Rechner teilt mir mit, dass die 90 GByte meiner Harddisk in etwas über zwei Stunden auf der SSD sein sollten. Während ich angeregt mit einer Kollegin plaudere, wundert sich der Chefredakteur, wieso das Klonen so schnell ging – nach zirka 30 Minuten ist der Bildschirm schwarz. Klare Fehleinschätzung – leider hatte sich mein Rechner dank der nicht ausgeschalteten Energiespar-Option verabschiedet. Löblich, aber unter diesen Umständen extrem kontraproduktiv.

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Also auch hier noch mal von vorne (natürlich vorher die Energiespar-Option über die Systemverwaltung ausschalten) – der zweite Klonversuch (mittlerweile übrigens fast Mitternacht). Noch mal von der CD booten, wieder Klonen der Disk anwählen – diesmal werde ich allerdings nach Quell- und Ziellaufwerk gefragt (weil auf der SSD schon Daten sind) – hier hilft es genau zu lesen – sonst könnte das schief gehen. Ich lasse den Rechner arbeiten und gehe erstmal ins Bett.

Am nächsten Morgen überprüfe ich erstmal, ob die Daten tatsächlich alle auf der SSD sind – Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser. Nach Begutachten der Rechnerunterseite finde ich den Sitz der Festplatte und mache mich (diesmal mit dem richtigen Werkzeug – die Techniker sind ja auch da) an das Aufschrauben des Gehäuses. Damit hat sich im übrigen auch die Restgarantie für meinen Rechner schlagartig erledigt, da nach Angaben des Herstellers nur eine Fachkraft (sprich ein autorisierter PC-Händler) die Platte austauschen darf. Der Deckel löst sich eher zögerlich, ich brauche neben dem Kreuzschlitz-Schraubendreher noch einen regulären Schraubenzieher, um ihn, mit Hilfe eines Kollegen, vorsichtig anzuheben – dabei bricht dann doch das ein oder andere (sehr kleine) Plastikteilchen ab. Die Festplatte inklusive Rahmen lässt sich einfach mit zwei Schrauben aus dem Rechner schrauben. Den Rahmen bringe ich ohne Probleme an der SSD an und setze diesen wieder in den Rechner ein. Deckel drauf und los geht’s. Ich spare es mir an dieser Stelle die diversen Kommentare der Kollegen wieder zu geben…der Nutzwert hielt sich in Grenzen.

Die Boot-Zeit vor dem Plattentausch inklusive Öffnen von Outlook betrug 1 Minute, 42 Sekunden – mal sehen, welche Performance Vorteile die SSD hier bringt. Der Rechner startet in rekordverdächtiger Geschwindigkeit, allerdings ist Outlook erst nach insgesamt einer Minute und 24 Sekunden einsatzbereit…was wohl daran liegt, das Outlook erstmal überhaupt nicht reagiert hat. Eher wenig überzeugend. Der Rechner findet die neue Hardware und fordert mich zum Neustart auf – aha, es gibt noch Hoffnung. 39 Sekunden. Wirklich! Ich fange an zu glauben, dass die Kollegen recht hatten, was die Geschwindigkeit angeht.

Meine aus dem Rechner ausgebautes Laufwerk baue ich in das mitgelieferte externe Gehäuse ein und lege es erstmal zur Seite – man weiss ja nie. Der erste Eindruck beim Arbeiten ist klasse. Jede Eingabe wird in der Tat mit einer sofortigen Reaktion in genialem Tempo belohnt. Ausserdem ist der Rechner erstmal quasi geräuschlos – der Lüfter springt viel später an als vorher und danach deutlich weniger. Wir werden sehen, wie das Ganze auf Dauer aussieht – lesen Sie dazu mehr in Kürze!

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