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24.07.2016 (eh)
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Wenn das Smartphone das Hörgerät steuert

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*** Blog von Engelbert Hörmannsdorfer, speicherguide.de-Redaktionsmitglied ***

Apps, hier im Beispiel für Android-Smartphones, für verschiedene Audioprofile für Linx-Hörgerät (Bild: Resound)Apps, hier im Beispiel für Android-Smartphones, für verschiedene Audioprofile für Linx-Hörgerät (Bild: Resound)Dass das Smartphone in einem Connected-Home zunehmend Alltagsgegenstände wie Ofen oder Jalousie steuert, daran gewöhnt man sich langsam. Aber ein Hörgerät? Ja, das geht bestens. Und die Smartphone-Benutzer kommen den Hörgeräte-Herstellern immer mehr entgegen – die Zielgruppe wird jünger.

Auf der weltgrößten Messe für Consumer-Electronics-Produkte, der IFA in Berlin, war der Hörgerätehersteller ReSound letztes als der einziger seiner Branche vertreten. 2014 trat Resound zum ersten Mal auf der IFA auf, – und offensichtlich mit zunehmendem Erfolg, denn auf der diesjährigen »IFA 2016« plant das Unternehmen erneut einen Auftritt. »Wir haben es immer mehr mit Jugendlichen und Teens zu tun«, sagt mir Joachim Gast, Geschäftsführer von GN ReSound Deutschland. »Von Walkman bis MP3-Player – das ständige Musikdauerfeuer, meist auch noch sehr laut, fordert eben seinen Tribut.«

Und da diese Generation extrem Smartphone-affin ist, lag es also nahe, eine vollkommen neue smarte Hörgeräte-Generation zu entwickeln. Die neue Kundenklientel will eben nicht mehr mit ein paar Rädchen ganz rumentär das Hörgerät einstellen, sondern ausgeklügelt via Smartphone.

»LiNX« nennt sich diese neue Hörgeräte-Generation. Via Bluetooth gibt es eine direkte Vernetzung zu iPhone und iPad, Samsung Galaxy und Apple Watch. Natürlich gehört eine »ReSound Smart App« dazu, mit der jeder sein Hörerleben somit in jeder Situation individuell und sehr diskret optimieren kann. Verschämtes Drehen am Rädchen hinter dem Ohr ist passé.

Jeder kann Audioprofile für sein Hörgerät einstellen

Linx-Hörgeräte verstehen sich als einzige mit der Apple Watch (Bild: Resound)Linx-Hörgeräte verstehen sich als einzige mit der Apple Watch (Bild: Resound)Der Clou der iPhone-Versionen ist, dass kein sogenannter Streamer als Bindeglied erforderlich ist. So ein Streamer kostet um die 200 Euro, und lässt sich jetzt einsparen. Denn die Hörgeräte wurden konsequent »Made for iPhone« (Mfi) entwickelt.

Mit der App werden diverse Hörprofile mitgeliefert. Sitzt man beispielsweise in einem Restaurant jemand zu einem Gespräch gegenüber, lässt sich ein Profil einstellen, das stark auf den Gesprächspartner fokussiert ist, und Seitengeräusche nahezu ausblendet. Oder in einem Konzertsaal: Da will der Musikenthusiast nicht nur die Musik von vorne genießen, vielmehr gehören auch die seitlichen Schallreflexionen zum Musikgenuss – das Niesen und Räuspern der dahinter sitzenden Besucher dagegen nicht.

Es lassen sich sogar Audioprofile für verschiedene Aufenthaltsorte erstellen und abspeichern. Wenn man sich dem Ort wieder nähert, wird das entsprechende Audioprofil automatisch aktiviert.

Darüber hinaus verfügt Linx-Hörgerät auch über eine Lokalisierungsfunktion. Bedeutet: Wenn ein Hörgerätenutzer sein Hörhilfe mal verlegt haben sollte, dann kann er es über diese Anwendung auf dem iPhone, iPad oder iPod touch anpeilen und so wiederfinden.

FaceTime-Videotelefonie funktioniert besser mit Hörgerät

Und wenn schon explizit »Made for iPhone«, dann bedeutet das auch, dass sich das Resound-Hörgerät – in Verbindung mit der App – uneingeschränkt mit FaceTime nutzen lässt. Hier kann der Nutzer beispielsweise einen Videochat starten und die Sprachausgabe des iPhone oder des iPad auf das Hörgerät umlenken. So kann ein Hörgerätenutzer seine Gesprächspartner auch in einer lauten Umgebung gut verstehen, ohne dabei die Lautstärke sehr hoch einstellen zu müssen. – Da hat ein Hörgeräteträger fast einen kleinen Vorteil gegenüber einem Normalhörer. Das Linx ist meines Wissens das weltweit erste Hörgerät, das FaceTime-Videotelefonie unterstützt.

»Mit der neuen Hörgeräte-Generation, die sich so hervorragend für eine ganz neue, jüngere Zielgruppe eignet, bietet sich eine große Chance, die Versorgung mit modernen Hörgeräten in den Augen vieler Endkunden deutlich attraktiver zu machen«, sagt Resound-Geschäftsführer Gast. »Wir können jetzt technische Hörhilfen grundlegend neu positionieren, Berührungsängste mindern, und aus der Altersecke herausholen.«

Das Hörgerät auf dem Weg zum coolen Tool – wer hätte das gedacht.
Mit technikinteressierten Grüßen
Ihr Engelbert Hörmannsdorfer

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