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27.08.2015 (eh)
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Smart-Home: Sind wir wirklich schon soweit?

*** Blog von Engelbert Hörmannsdorfer, speicherguide.de-Redaktionsmitglied ***

Großes Interesse: Zwei Drittel aller Bundesbürger hat schon mal von Smart-Home gehört (Grafik/Quelle: Bitkom)Großes Interesse: Zwei Drittel aller Bundesbürger hat schon mal von Smart-Home gehört (Grafik/Quelle: Bitkom)Laut Bitkom-Studie träumen schon viele Bundesbürger von intelligenten Matratzen und Wasserhähnen mit Warnfunktion. Auch intelligente Assistenz-Systeme für Zuhause würden auf auf großes Interesse stoßen. Ich frage mich: Sind wir wirklich schon soweit, uns allumfassend zu vernetzen?

Wie auch immer – gemäß der Bitkom-Umfrage kennen immer mehr Deutsche die Begriffe Smart-Home, Connected-Home und Heimvernetzung. Mittlerweile sollen fast zwei Drittel aller Bundesbürger (65 Prozent) ab 14 Jahren schon einmal davon gehört haben. 2014 waren es erst 51 Prozent.

Bitkom gibt sich also prognosesicher. »Das Smart-Home ist keine abstrakte Zukunftsvision, es wird heute schon Realität«, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. Smart-Home bezeichnet ein vernetztes Zuhause mit intelligenten Geräten, die den Bewohnern unter anderem zu größerer Sicherheit, mehr Lebensqualität oder einer effizienteren Energienutzung verhelfen soll.

Spezielle Assistenz-Systeme erleichtern wirklich den Alltag

Ob vernetzte Heimgeräte eine größere Sicherheit bringen, ist zumindest diskussionswürdig. Denn es zeigt sich: Alles, was einen kleinen Mikrocomputer plus Software plus Netzwerkanbindung hat, wird geknackt bzw. gehackt. Ich verweise nur auf die News in diesem Jahr über gekaperte Autos – da fällt gerade eine Milliarden-Industrie aus allen Wolken. Über gehackte Kühlschränke mit Internet-Anschluss will ich mich erst gar nicht auslassen.

Freilich können spezielle Assistenz-Systeme Menschen den Alltag in den eigenen vier Wänden erleichtern. Ich kann mir gut verschiedene Anwendungsszenarien für solche Smart-Home-Technologien vorstellen, die in der Bevölkerung auf großes Interesse stoßen. Bitkom führt folgende Beispiele an:
System zur Erkennung unverschlossener Wohnungstüren: Wer etwa beim Verlassen der Wohnung vergisst, die Tür abzuschließen, dem schickt das System per Sensor umgehend eine Nachricht auf das Smartphone. Acht von zehn Deutschen (80 Prozent) können sich vorstellen, dies zu nutzen.
System zur Erkennung, dass Herd nicht ab- oder Wasser nicht ausgestellt ist: Drei von fünf Personen (63 Prozent) interessieren sich dafür, ein System zu verwenden, das automatisch erkennt, sobald jemand den Herd nicht abgeschaltet oder den Wasserhahn nicht abgedreht hat.
Sensoren zur Sturzerkennung: Angenommen, eine allein lebende Person stürzt daheim schwer. Ein im Boden eingebaute Sensor erkennt den Unfall und informiert umgehend Angehörige oder das zuständige Pflegepersonal. Für 72 Prozent der Bundesbürger ist die Nutzung solcher Sensoren mit Sturzerkennung und Benachrichtigungsfunktion denkbar.
Intelligente Matratze mit Aufsteherkennung und Alarmfunktion: Jeder siebte Bundesbürger (14 Prozent) würde gerne eine intelligente Matratze nutzen, die automatisch Alarm schlägt, wenn es Auffälligkeiten im Schlafverhalten gibt und eine Person beispielsweise nicht mehr aufsteht.
Uhren zur Messung von Vitaldaten mit Alarmfunktion: Gesundheitsdaten wie Blutdruck, Blutzucker, Puls oder Körpertemperatur müssen bei vielen regelmäßig überprüft werden. 78 Prozent der Befragten können sich vorstellen, eine intelligente Uhr zu verwenden, die solche Informationen automatisch ermittelt und im Notfall Angehörige oder den Notdienst benachrichtigen kann.

Was gehackt werden kann, wird gehackt

Da sind sicherlich allerhand nützliche und hilfreiche Ideen dabei. Und es wird noch viel mehr Visionen geben. Die smarte Vernetzung von Geräten daheim und verschiedene Smart-Home-Anwendungen werden zu den Kernthemen der diesjährigen IFA gehören, die nächste Woche am 4. September in Berlin startet.

Bei all der Euphorie, die voraussichtlich in Berlin herrschen wird, hebe ich nur ungern den Finger, um darauf hinzuweisen: Alles, was geknackt werden kann, wird früher oder später auch geknackt. Und dann kommt eben nicht mehr der Hinweis vom Sensor, dass der Herd evtl. nicht abgestellt worden ist – sondern der zarte Hinweis vom Hacker während Ihres Urlaubstrips, dass Sie bitte innerhalb zwei Stunden eine Handvoll Bitcoins überweisen möchten, sonst schaltet er den Herd ein….

Mit Smart-Home-skeptischen Grüßen
Ihr Engelbert Hörmannsdorfer
(Sie sind anderer Meinung? Dann diskutieren Sie unten unter »Kommentar schreiben« mit. Ist ja schließlich ein Blog....)

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