18.09.2018 (kfr)
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Unitrends-Studie: Firmen kämpfen noch immer mit Datenverlust

  • Inhalt dieses Artikels
  • Steigendes Disaster-Recovery-Engagement
  • Cloud immer wichtiger für Backups
  • Cloud-Kosten ein kritischer Faktor

2018 müssen doppelt so viele Firmen über 100 TByte sichern, als noch vor 2 Jahren (Grafik: Unitrends).2018 müssen doppelt so viele Firmen über 100 TByte sichern, als noch vor 2 Jahren (Grafik: Unitrends).Mit seiner jährlichen Umfrage beleuchtet Unitrends den aktuellen Stand von Datensicherung und Disaster-Recovery (DR) sowie die Einstellung der IT zu Cloud-Nutzung und deren Akzeptanz. Die aktuellen Ergebnisse müssen nachdenklich stimmen, denn viele Unternehmen befolgen die grundlegenden Best-Practices für Datensicherung und DR nicht. Allerdings komme der Cloud eine stärkere Rolle bei Business-Continuity zu. Die Cloud and Disaster Recovery Survey basiert auf Antworten von über 800 IT-Experten auf der ganzen Welt.

Das Datenwachstum steigt natürlich nach wie vor exponentiell: 27 Prozent der Befragten geben an, dass sie mehr als 100 TByte Daten sichern müssen, mehr als doppelt so viel wie 2016. 30 Prozent beklagen den Verlust, zumindest einem Teil, ihrer Daten – ein seit 2016 konstanter Wert. Datenverlust ist also nach wie vor eine zentrale Herausforderung für Unternehmen.

»Unsere diesjährige Studie hat interessante Trends aufgedeckt, da wir dafür die Ergebnisse aus drei aufeinander folgenden Jahren analysieren konnten«, erklärt Joe Noonan, Vice President of Product Management and Marketing bei Unitrends. »Bemerkenswert ist, dass 30 Prozent der Unternehmen immer noch Datenverlust erleiden. Die Zahl bleibt seit 2016 überraschend konstant. Die Ergebnisse zeigen, dass immer noch viel zu tun bleibt, um Unternehmen bei der erfolgreichen Implementierung und Nutzung von Backup- und Disaster Recovery-Lösungen und Best-Practices zu unterstützen.«

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Steigendes Disaster-Recovery-Engagement

Immer mehr Firmen testen regelmäßig ihren DR-Plan (Grafik: Unitrends).Immer mehr Firmen testen regelmäßig ihren DR-Plan (Grafik: Unitrends).Gegenüber 2016 steigt der Anteil derer, die monatliche DR-Tests durchführen. Immerhin 75 Prozent der Befragten führen mindestens einmal jährlich DR-Tests durch (64 Prozent im Jahr 2016). Darüber hinaus verzeichnet Unitrends einen rückläufigen Trend bei Firmen (16 Prozent weniger), die im Vergleich zu 2016 keinen sekundären Wiederherstellungsstandort für Host-Recovery-Vorgänge oder Datenspeicherung haben. Allerdings gibt es einen Anstieg von 24 Prozent bei Unternehmen, die ihren eigenen Standort oder eine Co-Location-Anlage als sekundären DR-Standort nutzen.

Cloud immer wichtiger für Backups

Die Cloud-Nutzung steigt (Grafik: Unitrends).Die Cloud-Nutzung steigt (Grafik: Unitrends).Im Steigen ist auch die Nutzung der Cloud. Im Vergleich zu 2016 nutzen 22 Prozent mehr Unternehmen die Cloud für Backup und Disaster Recovery – ein deutliches Wachstum in nur zwei Jahren. Laut Unitrends ersetzt die Cloud ältere Medienoptionen, um Backup-Daten vom Standort zu entfernen. 36 Prozent der befragten Verantwortlichen speichern Backups in der Cloud und nicht auf physischen Medien wie Disk-to-Tape, Wechselmedien, Band (zusammen 31 Prozent).

Cloud-Kosten ein kritischer Faktor

Die Kosten haben die Sicherheit als Bremsfaktor abgelöst (Grafik: Unitrends).Die Kosten haben die Sicherheit als Bremsfaktor abgelöst (Grafik: Unitrends).Gleichzeitig nehmen auch die Bedenken bezüglich der Kosten zu. Verglichen mit den Ergebnissen von 2016, geben immer mehr der Umfrageteilnehmer an, dies bald ändern zu wollen. 2016 hatten noch 55 Prozent der Befragten keine Pläne für den Einstieg in die Cloud. Die Kosten sind heute der am häufigsten genannte Grund dafür, auf die Cloud zu verzichten. Im Vorjahr überwogen noch Sicherheitsbedenken, die Cloud nicht zu nutzen.

Die Unternehmensgröße ist jedoch entscheidend für die Cloud-Akzeptanzraten. Laut Studie ist die Cloud-Akzeptanz in mittelständischen Firmen um 12 bis 18 Prozent niedriger als in kleineren bzw. größeren Unternehmen. Bei Technologie getriebenen firmen kommt die Cloud am häufigsten zum Einsatz. 68 Prozent der Befragten gaben an, die Cloud für Business-Continuity- und Disaster-Recovery-Zwecke (BCDR) zu nutzen.