09.06.2016 (eh)
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Studie von Carbonite: KMUs plagt die Angst vor Datenverlust

  • Inhalt dieses Artikels
  • Nur 36 Prozent der befragten KMUs haben einen Data-Recovery-Plan
  • Hacker und Ransomware werden als Gefahr angesehen, befürchtet werden aber eher interne Bedrohungen

KMUs kämpften letztes Jahr mehr mit internen als externen Sicherheitsvorfällen (Bild/Quelle: Carbonite)KMUs kämpften letztes Jahr mehr mit internen als externen Sicherheitsvorfällen (Bild/Quelle: Carbonite)Die Gefahr eines Datenverlustes bereitet kleinen und mittelgroßen Unternehmen (KMU) Kopfzerbrechen. Aber nur 45 Prozent besitzen lediglich einige grobe Richtlinien für Business-Continuity und Disaster-Recovery. Dies ergab eine Studie des Hybrid-Backup-Spezialisten Carbonite. Basis ist eine Befragung, die zusammen mit dem US-Marktforschungsunternehmen Regina Corso Consulting bei 251 IT-Entscheider in US-Unternehmen mit maximal 250 Beschäftigten durchgeführt wurde.

Untersucht wurde generell, wie KMUs beim Schutz ihrer Daten aufgestellt sind. Die Ergebnisse zeigen einen deutlichen Bruch zwischen der Sorge, Daten zu verlieren und den Möglichkeiten, diese im Notfall wiederherzustellen.

Nur 36 Prozent der befragten KMUs haben einen Data-Recovery-Plan

Die Gefahr des Datenverlustes machte den befragten Unternehmen durchaus Kopfzerbrechen. 47 Prozent sind diesbezüglich sehr besorgt. Dies hat einen handfesten Grund, denn im zurückliegenden Jahr erlitt ein knappes Viertel (22 Prozent) der befragten Unternehmen bereits Datenverluste. Nahezu 50 Prozent der davon betroffenen Unternehmen konnten anschließend weniger als die Hälfte der verlorenen Daten wiederherstellen.

Bei der Wiederherstellung von Daten (Data Recovery) ist ein Bruch zu verzeichnen. 88 Prozent der Unternehmen halten einen Data-Recovery-Plan für einen wichtigen Bestandteil von Strategien zur Datensicherung – gleichzeitig verfügen aber nur 36 Prozent der Unternehmen über einen derartigen Plan.

Hacker und Ransomware werden als Gefahr angesehen, befürchtet werden aber eher interne Bedrohungen

55 Prozent der befragten IT-Entscheider fürchten interne Bedrohungen mehr als äußere Angriffe, etwa durch Hacker. 32 Prozent verzeichneten im vergangenen Jahr tatsächlich einen internen IT-Sicherheitsvorfall.

»Sicherheitsbedrohungen nehmen im digitalen Zeitalter fraglos zu. Ein aktuelles Beispiel sind die immer neuen Ransomware Angriffe. Externe Gefahren dürfen daher nicht unterschätzt werden«, betont Thomas Kasper. Geschäftsführer von Carbonite Germany. »Und da auch Antivirensoftware oder Firewalls keinen hundertprozentigen Schutz bieten, sollten die Verantwortlichen im Mittelstand sich dringend mit dem Thema Backup und Disaster-Recovery beschäftigen.«

Aus den Befragungsergebnissen hat Carbonite das White-Paper »Der Schutz von Unternehmen und ihren Daten in der digitalen Welt« zusammengestellt, das kostenlos heruntergeladen werden kann.

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