26.06.2015 (Doc Storage)
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Was ist das Noisy-Neighbour-Syndrom?

Leserfrage: Letztens sind wir wieder über einen neuen Begriff gestolpert: Können Sie uns das Noisy-Neighbour-Syndrom erklären?

Antwort Doc Storage:

Dieser Begriff beschreibt das mögliche Abfallen der Leistung in Systemen, die von unterschiedlichen, logisch getrennten Nutzern belegt werden.

Viele größere Arrays werden beispielsweise in Cloud-Umgebungen, großen Rechenzentren oder von Hostern mit Daten von vielen Kunden oder Abteilungen belegt. Diese Daten befinden sich zwar logisch getrennt in unterschiedlichen Laufwerken oder Containern, diese sind allerdings physikalisch auf denselben oder sich überschneidenden Laufwerken gespeichert und nutzen dieselben Kanäle und Netzwerkverbindungen. Fordert einer dieser Kunden nun eine größere Menge an I/Os und Bandbreite ab, zum Beispiel durch das Verlagern größerer Datenmengen in bzw. aus diesem Speicherbereich, haben die anderen Nutzer dieser Laufwerke, dieses Arrays bzw. dieser Netzwerkverbindung logischerweise nur noch den Rest der maximal verfügbaren I/Os bzw. der Bandbreite zur Verfügung.

Dadurch wird die Leistung des Zugriffes geschmälert, die Daten werden also langsamer transportiert. Verursacht der Nachbar auf derselben Physik (Neighbour) also entsprechenden Verkehr (Noise), so haben alle anderen Nachbarn darunter zu leiden, ähnlich wie in einem Mietshaus.

Die meisten Anbieter treten diesem Problem entgegen, indem sie die einem Nutzer maximal zur Verfügung stehenden I/Os bzw. die exklusive Bandbreite beschränken. Damit wird es einem einzigen Kunden unmöglich gemacht, die Transferleistung der anderen Nutzer ernsthaft zu senken.

Gruß
Doc Storage

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