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Veeam übernimmt Object First

Veeam übernimmt Object FirstVeeam hat den Backup-Storage-Spezialisten Object First übernommen. Dessen Ootbi-Appliances liefern S3-basierten, unveränderlichen Backup-Speicher mit Fokus auf Ransomware-Resilienz. Die Immutable-Speicher sind ausschließlich auf Veeam ausgerichtet.

Gerüchte zu einer möglichen Übernahme kursierten seit Jahresanfang 2026, nun gibt Veeam die Übernahme von Object First bekannt. Nähere Details sind noch nicht bekannt.

Object First ist ein 2022 gegründeter Anbieter von Backup-Speicher, der von Beginn an konsequent auf Veeam-Umgebungen ausgerichtet war. Hinter dem Unternehmen stehen die Veeam-Mitgründer Ratmir Timashev (ehemals CEO) und Andrei Baronov (ehemals CTO), also zwei zentrale Köpfe aus der Entstehungsgeschichte von Veeam. Inhaltlich setzt Object First auf vorkonfigurierte Storage-Appliances, die als dediziertes Zielsystem für Backups dienen und das Thema unveränderliche Backup-Daten technisch erzwingen sollen.

Kernangebot ist die Appliance-Familie Ootbi (Out-of-the-Box Immutability). Sie kombiniert Hardware und Software zu einem S3-nativen Backup-Speicher, der Immutability als Sicherheitsprinzip im Systemdesign verankert. Ziel ist ein Backup-Ziel, das sich schnell bereitstellen lässt und bei kompromittierten Admin-Konten oder Ransomware-Angriffen möglichst wenig Angriffsfläche bietet.

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Veeam erweitert Portfolio mit einer Appliance

Die Logik hinter der Akquisition ist naheliegend: Veeam liefert seit jeher Backup- und Recovery-Software, die Wirksamkeit gegen Ransomware hängt in der Praxis aber stark davon ab, ob ein wirklich unveränderliches, sauber isoliertes Backup-Ziel vorhanden ist. Object First adressiert genau diese Lücke mit einer »fertigen« Appliance, die für Veeam-Workloads ausgelegt ist und Immutability ohne langes Storage-Engineering bereitstellen soll.

Damit gewinnt Veeam neben der reinen Software-Perspektive ein eigenes, spezialisiertes Storage-Bausteinchen für Ransomware-Resilienz. Besonders plausibel ist das für mittelständische Umgebungen sowie verteilte ROBO- und Edge-Standorte, in denen möglichst einfache Implementierung, klare Betriebsmodelle und robuste Schutzmechanismen meist höher gewichtet werden als maximale Feature-Tiefe klassischer Enterprise-Storage-Plattformen.

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