18.09.2013 (eh)
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Unitrends will in Deutschland stärker aufschlagen

  • Inhalt dieses Artikels
  • 35.000 Downloads von Free Edition »Enterprise Backup«
  • Unitrends sammelte viele Ex-Acronis-Manager ein
Mike Coney, CEO, Unitrends
Mike Coney, CEO, Unitrends

Vor wenigen Wochen berichteten wir über die Berufung von Michael Hon-Mong zum Managing Director für Zentral- und Osteuropa des US-Unternehmens Unitrends. Hon-Mong erläuterte uns jetzt zusammen mit Unitrends-CEO Mike Coney die weitere Vorgehensweise in Deutschland. Demnach ist geplant, bis Ende dieses Jahres noch fünf bis sieben Mitarbeiter einzustellen: Vertrieb, Support, Marketing - eben alles, was eine Firma so braucht. »2014 könnte sich die Mitarbeiterzahl noch mal verdoppeln«, erläutert Hon-Mong gegenüber speicherguide.de.

Beim Vertrieb will Unitrends, die als Backup-Spezialist gelten, klar auf ein Tier-2-Vertriebsmodell über Distributoren setzen. Aktuell ist man in Deutschland via Softshell vertreten. Aber logisch ist: es werden demnächst noch weitere dazustoßen. Auch VADs, Broadliner und Systemhäuser/Systemintegratoren werden gesucht. Flankierend für deutsche Kunden soll es demnächst auch eine deutsche Website geben.

35.000 Downloads von Free Edition »Enterprise Backup«

Hintergrund des verstärkten Engagements in Deutschland bzw. Europa - ein UK-Office wurde bereits Anfang des Jahres gegründet - ist die hohe Download-Rate ihres Freeware-Pakets »Unitrends Enterprise Backup«. »Wir hatten mehr als 35.000 Downloads aus dem EMEA-Raum in einem Jahr«, erklärt Unternehmenschef Coney.

Das Paket gehört zur Markteroberungsstrategie. Denn es ist ein voll funktionsfähiges und zeitlich uneingeschränkt lauffähiges Backup-Programm für physische und virtuelle Umgebungen auf Basis von VMware und Microsoft Hyper-V. Einzige Beschränkung: Die Free-Edition sichert nur vier VMs. »Aber das reicht, damit ein Administrator sieht, was es kann«, meint Coney. Gefällt es, gibt es weitergehende Enterprise-Editions, auch mit Cloud-Anschluss.

Unitrends sammelte viele Ex-Acronis-Manager ein

Die Software stellt eine virtuelle Backup-Appliance dar. Braucht ein Anwender noch mehr Backup-Power, können auch echte Hardware-Appliances geordert werden. Die typische Zielgruppe umschreibt Coney mit KMUs von rund 50 bis ca. 5.000 Mitarbeiter, deren tägliches Backup-Volumen durchaus bereits die 1-TByte-Grenze überschritten hat.

Das bedeutendste Konkurrenzprodukt dürfte »Backup Exec« von Symantec sein. Aber auch Pakete von Acronis und Veeam gehören zum engeren Konkurrenzkreis. Apropos Acronis: Hon-Mong und Coney kommen von diesem Softwarehaus, darüber hinaus weitere Topmanager in den USA; es steckt also viel Blut von Acronis in Unitrends.

Unitrends blickt derzeit auf rund 250 Mitarbeiter. Für dieses Jahr stehen rund 60 Millionen US-Dollar Umsatz im Businessplan, was rund 80 Prozent Wachstum gegenüber 2012 wäre. Unitrends hatte vor rund vier Jahren einen Restart, als Venture-Capital-Unternehmen einstiegen. Den VCs gehört jetzt rund 80 Prozent der Unternehmensanteile.

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