09.07.2015 (eh)
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Transtec bestückt Server- und Storage-Lösungen mit NVMe-SSDs

Storage-Lösung mit NVMe-SSDs »Provigo Microsoft NAS 2280 NVMe« (Bild: Transtec)Storage-Lösung mit NVMe-SSDs »Provigo Microsoft NAS 2280 NVMe« (Bild: Transtec)SSDs mit der neuen NVMe-Schnittstelle erobern sich zunehmend ihre Märkte. Geringe Latenzzeit, hohe I/O-Performance und niedriger Energieverbrauch sind die Merkmale dieser neuen Speichermedien-Generation. Der Tübinger IT-Dienstleister transtec erweitert deshalb sein Server- und Storage-Portfolio entsprechend, und setzt nun bei zwei neuen Applikationsservern und zwei NAS-Systemen auf NVMe-SSDs.

Neu im Angebot sind zum einen die »Calleo«-Application-Server »1281S NVMe« und »2281S NVMe« und zum anderen die Storage-Lösungen »Provigo« Microsoft »NAS 1280 NVMe« und »NAS 2280 NVMe«. Es handelt sich dabei um Systeme mit einer beziehungsweise zwei Höheneinheiten. Ausgestattet werden können die Produkte der Serien 12xx mit bis zu zwei NVMe-SSDs und acht Festplatten bzw. SSDs. Bei den Produkten 2281S und 2280 liegt die maximale Ausbaustufe bei vier NVMe-SSDs und 20 Festplatten/SSDs.

Deshalb sind NVMe-SSDs besser als SATA/SAS-SSDs

Entwicklungshintergrund der NVMe-SSDs ist, das heutige Standard-SSDs üblicherweise mit SATA/SAS-Schnittstellen ausgestattet sind. SATA/SAS wurde allerdings ursprünglich für Festplatten (HDDs – Hard-Disk-Drives) entwickelt, sie sind damit für die Anforderungen im Umfeld von SSDs eher weniger geeignet sind. Da bei diesen Schnittstellen am vorhandenen Design aus HDD-Kompatibilitätsgründen festgehalten werden musste, können sie auch Performance-Steigerungen neuer SSD-Generationen nicht in vollem Umfang für die Applikationen nutzbar machen.

Bei der NVMe-Technologie hingegen bestehen diese Einschränkungen nicht. Zum einen wird die Platten-Schnittstelle durch eine direkte PCIe-Anbindung ersetzt. Dadurch entfallen Latenzen durch Protokollumwandlungen. Die Treiber für NVMe werden komplett neu konzipiert, das heißt, es muss keine Rücksicht auf alte Hardware wie HDDs genommen werden. Dadurch kann beispielsweise auch der Befehlssatz deutlich reduziert werden, auf rund 20 Prozent im Vergleich zu SATA. Im Gegensatz zu flashbasierten PCIe-Steckkarten kann eine NVMe-SSD im laufenden Betrieb wie eine Festplatte ausgetauscht oder hinzugefügt werden.

Diese NVMe-Vorteile – geringere Latenz und besseren I/O-Leistung sowie ein niedrigerer Energieverbrauch – haben auch Messungen von Transtec selbst bestätigt. So ergaben sich unter anderem folgende Resultate: Die neuen Systeme mit NVMe-SSDs bieten eine bis zu sechsmal höhere Datenübertragungsrate als mit 6-Gbit/s-SAS/SATA-SSDs. Und mit einer einzigen NVMe-SSD der Intel-DC-P3700-Serie, das bis zu 460.000 IOPS bietet, wird nahezu dieselbe Leistung wie mit sieben SATA-SSDs erreicht, die über einen Host-Bus-Adapter (HBA) zusammengeschlossen sind – der IOPS-Wert liegt hier bei etwa 500.000.

Dafür eigenen sich NVMe-basierte Systeme

Für den Einsatz NVMe-basierter Systeme sind laut Transtec mehrere Anwendungsbereiche prädestiniert: beispielsweise Datenbanken, virtualisierte Umgebungen, Cloud-Infrastrukturen oder auch Big-Data-Applikationen. Generell sollten sich NVMe-basierte Lösungen sehr gut als Plattform für die Umsetzung von Tiering-Konzepten im Umfeld von Software-Defined Storage (SDS) eignen. Solche Lösungen bieten das Beste aus zwei Welten: die hohe Performance von NVMe-SSDs und die hohe Kapazität von Nearline-SAS-Platten. Außerdem ermöglichen sie eine Optimierung der Anzahl benötigter Laufwerke – in Abhängigkeit von den jeweiligen Performance- und Kapazitätsanforderungen. Dies wiederum kann auch die Kosten für den Stromverbrauch und die Kühlung reduzieren.

»Die Applikationsperformance wird heute oft nicht durch die CPU oder das RAM beeinträchtigt, sondern durch die I/O-Leistung der Speichersysteme. SSDs sind dabei ein erster Schritt zur Beseitigung dieses Engpasses, allerdings kein ausreichender«, erläutert Milka Kriegelstein, Senior Product Manager Storage bei Transtec. »Zwar erhält man dadurch eine hohe I/O-Leistung, aber das Problem der hohen Latenzzeit bleibt. Abhilfe schafft hier die NVMe-Technologie.«

Die neuen Systeme mit NVMe-Technologie sollen ab sofort verfügbar sein. Bezogen werden können sie direkt über Transtec oder auch über die Transtec-Tochter Lynx.

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