09.09.2019 (kfr)
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Storage2Day: Die Konferenz im Detail

  • Inhalt dieses Artikels
  • Storage2Day: Die Konferenz im Detail
  • Keynotes: Storage im Zeichen von KI und der DSGVO
  • speicherguide.de über die Vor- und Nachteile von Erasure-Coding
  • Cloudian: Objektspeicher geht auch einfach
  • Fujitsu: Die richtige Storage Architektur
  • SUSE stellt Open-Source-Projekt Ceph vor
  • Toshiba: Datenspeicherung 2020 bis 2030
  • Scality-Thementisch zu Scale-Out Objektspeicher
  • Fast LTA: Tape-Alternative für Very-Large-Archives
  • Eurostor mit Ceph und ZFS Cluster
  • Das Konferenzprogramm der Storage2Day

In knapp zwei Wochen steigt erstmalig die storage2day in Heidelberg. speicherguide.de-Leser wissen, wir waren am Programm der Konferenz (17.-19. September) nicht ganz unbeteiligt. Die Veranstaltung der Zeitschrift iX und des dpunkt.Verlag beginnt mit einem Workshop-Tag, gefolgt von zwei Konferenztagen mit Vortragsprogramm und Ausstellung. Die Agenda der neuen Heise-Konferenz für Speichernetze und Datenmanagement setzt sich aus zwei Keynotes, drei Workshops und rund 40 Vorträgen und um das Thema Storage zusammen.

»Die Premiere der Storage2Day startet am 17. September 2019 mit zwei Ceph-Workshops«, erklärt Programmbeirätin und IX-Redakteurin Susanne Nolte. »Der freie und quelloffene Software-defined Storage setzt auf Standard-Hardware auf und immer mehr Administratoren sehen ihn als ernstzunehmende Alternative zu teuren Fertig-Silos mit Herstellerbindung.« Als Einstieg in das Thema versteht sich der Workshop »Einführung in Ceph«. Er erklärt anhand von Beispielen wird erklärt, wie man mit Ceph Object-Storage-Cluster aufbaut, die eine hohe Ausfallsicherheit und auch einen hohen Datendurchsatz aufweisen.

Premiere: Neue Konferenz Storage2Day am 17.-19. September in HeidelbergPremiere: Neue Konferenz Storage2Day im September in Heidelberg

Keynotes: Storage im Zeichen von KI und der DSGVO

Als Keynote-Sprecher konnte die Veranstaltung IBMs Chef-Technologen Axel Koester sowie Joerg Heidrich vom Heise-Verlag gewinnen. Während Heidrich sich mit dem komplizierten Zusammenspiel von Storage und der DSGVO beschäftigt, wirft Koester einen Blick auf die Zukunft von Storage in der Ära der Künstlichen Intelligenz (KI). Dabei vermittelt er einen Eindruck für die anstehenden Änderungen der nächsten fünf bis zehn Jahre, für realistische Möglichkeiten der neusten Techniken.

Susanne Nolte, Redaktion iXSusanne Nolte, Redaktion iX»Zudem widmet sich Storage-Spezialist Kurt Gerecke der Frage, welche Speicherarchitekturen sich für KI-Anwendungen eignen und was dabei zu beachten ist«, erklärt iX-Redakteurin Nolte. »Denn die Herausforderung an KI-taugliche Speicherinfrastrukturen ergibt sich aus den unterschiedlichen Phasen, die ein solches KI-Projekt durchläuft. Die Datensammlungsphase, das Aufbereiten der Daten und das Training von neuronalen Netzen in Form von Machine- und Deep-Learning-Projekten: Jede einzelne stellt ganz eigene Anforderungen an den Storage. Zudem zeigt der Referent an einem konkreten System für KI-Anwendungen, wie sich diese Anforderungen umsetzen lassen.«

speicherguide.de über die Vor- und Nachteile von Erasure-Coding

Wolfgang Stief erklärt Erasure-CodingWolfgang Stief erklärt Erasure-Coding»Es wird zunächst darum gehen, weshalb man Erasure Coding überhaupt einsetzen will«, erklärt IT-Experte und Redaktionsmitglied Wolfgang Stief, seinen Vortrag. »Anschließend werde ich anhand von Beispielen erläutern, was man sich unter Erasure-Coding vorstellen muss, und welche Mathematik dahintersteckt. Natürlich hat auch Erasure-Coding so seine Schwachstellen, auf die werde ich natürlich eingehen und zeigen, was man derzeit unternimmt, um diesen Schwachstellen zu entgegnen. Das ist so aktuelle Forschung, dass es dazu bislang nur Konferenzbeiträge gibt, man es aber in keinem Buch nachlesen kann. Und schließlich werfe ich noch einen kurzen Blick auf aktuelle Implementierungen von Erasure-Coding, sowohl kommerziell als auch Open-Source und versuche, die mit dem im Vortrag vermittelten Wissen einzuordnen in »gut gemacht« und »gut gemeint«.

Cloudian: Objektspeicher geht auch einfach

Grafik: CloudianGrafik: CloudianCloudian nutzt die Storage2Day, um Einblicke in die Leistungsfähigkeit seines Objektspeichers HyperStore zu geben. Dieser soll eine unbegrenzte Skalierbarkeit bieten und es Unternehmen ermöglichen, schnelles Wachstum unstrukturierter Daten kostengünstig zu bewältigen – von kleinen Datenmengen bis hin zu Hunderten von Petabyte.

Sascha Uhl, CloudianSascha Uhl, CloudianSascha Uhl, Key Sales Engineers bei Cloudian, erläutert in seinem Vortrag (19.09., 10:15 Uhr) mit dem Titel Object Storage geht auch einfach - Cloudian HyperStore, die »Out of the Box«-Lösung. »Ich zeige auf, wie die einfache Architektur unseres Hyperstore den Betrieb und die Erweiterung für die Kunden vereinfacht, da die Kompatibilität mit S3-Anwendungen mehrere langfristige Vorteile bietet«, konstatiert Uhl. Zudem wird er verraten, wie viele technisch erfahrene deutsche Unternehmen, darunter Universitäten, Automobilhersteller und Energieversorger, bereits auf die Cloudian-Lösung setzen.

Fujitsu: Die richtige Storage Architektur

Frank Reichart, FujitsuFrank Reichart, Fujitsu Frank Reichart, Senior Director Product Marketing bei Fujitsu, referiert über die richtige Storage Architektur für verschiedene Daten-Szenarien: »Die Digitalisierung produziert überall Daten – an der Edge, in der Cloud und im Rechenzentrum. Einige von ihnen müssen in Lichtgeschwindigkeit verarbeitet werden, was sehr schnelle Storage-Systeme erfordert, andere müssen für die zukünftige Nutzung gesammelt werden, was kosteneffiziente Kapazitäten benötig. Neue Speicheroptionen wie NVMe, Software-defined oder hyper-converged Storage bieten neue Möglichkeiten. Wir werden herausfinden, welche Art von Speicher am besten zu welchem Szenario passt und wie ein nahtloses Datenmanagement über die Edge, die Cloud und das RZ hinweg organisiert werden kann.«

Fujitsu ist zudem mit einem Stand auf der Messe vertreten, auf dem das im Vortrag dargestellte Lösungsportfolio zu sehen sein wird. Im Vordergrund stehen dabei natürlich die aktuellen ETERNUS-Familien. Da Fujitsu eine End-to-End-Data-Strategie fährt, beinhaltet das Storage-Portfolio auch Core-to-Edge-to-Cloud und Data-Protection Lösungen.

SUSE stellt Open-Source-Projekt Ceph vor

SUSE wird außerdem als Gast am Stand von Fujitsu vertreten sein. Michael Jonas und Michael Bill stehen für Gespräche mit interessierten Channel-Partnern und Endkunden rund um die Ceph-basierten Suse Storage Angebote zur Verfügung. Ein thematischer Fokus liegt auf der Erweiterung des Storage-Partnerprogramms und den Chancen für teilnehmende Unternehmen. Auf technischer Seite sollen die Vorteile der Ceph-Technologie in Verbindung mit Fujitsu-Hardware aufgezeigt werden.

Kai Wagner, SuseKai Wagner, SuseKai Wagner, Ceph-Experte bei SUSE, hält am ersten Konferenztag um 15:30 Uhr einen Vortrag zu »Ceph – Distributed Object Storage«. Der Referent will das horizontal skalierende Storage-System vorstellen und anhand dessen in die Grundlagen der Objektspeicherlösungen einführen. Er geht außerdem auf die Installation und den Betrieb auf Standard-Hardware ein und zeigt die Vorteile von Object-Storage für Projekte und Unternehmen auf.

Toshiba: Datenspeicherung 2020 bis 2030

Rainer Käse, Toshiba (Bild: speicherguide.de)Rainer Käse, Toshiba Electronics Europe Toshiba Electronics Europe ist auf der storage2day mit dem Produktbereich Festplatten vertreten. In Raum 2.28 zeigt der Hersteller seine Speicherlösungen für die Enterprise-Sparte. Dazu gehört unter anderem die Conventional-Magnetic-Recording-HDDs (CMR) mit einer Kapazität von 16 TByte. Das Design basiert auf neun Speicherscheiben und einer Reibung-reduzierenden Helium-Füllung. Das Festplatten-Laufwerk ist vor allem für Cloud-Scale-Server, File- und Object-based-Storage-Anwendungen, Backup- und Compliance-Anwendungen konzipiert.

Am 19. September hält Rainer W. Käse, Senior Manager Business Development Enterprise HDD bei Toshiba, um 14:00 Uhr einen Vortrag zum Thema »Datenspeicherung 2020 bis 2030 – Wohin geht die Reise bei den Festplatten?«. Er gibt dabei einen Einblick in die Forschungs- und Entwicklungslaboratorien von Toshiba. Ausgehend von der Frage »Warum kann SSD die Festplatte niemals ganz ersetzen?« betrachtet er die Datenspeicherlandschaft von heute, morgen und übermorgen. Dabei thematisiert er neben den technologisch möglichen Entwicklungen insbesondere auch die kommerziellen Randbedingungen.

Scality-Thementisch zu Scale-Out Objektspeicher

Mit an Bord ist auch Scality, Spezialist für die Speicherung und Orchestrierung von Cloud-Daten, allerdings ohne eigenen Stand. »Um Besuchern die Auswahl des individuell passenden Time-Slots zu ermöglichen, haben wir einen Termin-Selector eingerichtet«, erklärt Oliver Scholz, Senior Sales Engineer DACH bei Scality, gegenüber speicherguide.de. »Am 18. September planen wir darüber hinaus einen Thementisch anzubieten: Design-Tipps für software-defined scale-out Objektspeicher

Fast LTA: Tape-Alternative für Very-Large-Archives

Christian PeschkeChristian Peschke, Fast LTAWährend sich Disk-Storage für Sekundärspeicher bis hunderte Terabytes weitgehend etabliert hat, müssen große Archive mit 10+ Petabytes noch mehr auf die Grenzkosten achten. Tape ist hier bisher aus Kostengründen fast alternativlos. Mit dem Projekt Deep Space stellt FAST LTA eine Architektur vor, die es ermöglichen soll, für solche »Very Large Archives« im Kostenrahmen moderner Tape-Librarys zu bleiben. »Jedoch mit den Vorteilen von Disk-Storage«, sagt Christian Peschke, COO bei Fast LTA. Peschke beschließt mit seinem Vortrag um 16:30 Uhr »Deep Space« – Technologie-Alternative zu großen Tape-Archiven auf Festplattenbasis für Rechenzentren den ersten Konferenztag.

Eurostor mit Ceph und ZFS Cluster

Wolfgang Bauer, EurostorWolfgang Bauer, EurostorFür EUROstor ist Heidelberg fast ein Heimspiel. Der in Filderstadt ansässige Storage-Hersteller legt seinen Schwerpunkt auf Ceph-Cluster und ZFS basierte Metro-Cluster. In Kooperation mit Open-E und ihrer JovianDSS-Software hat Eurostor Fibre-Channel basierte ZFS-Cluster entwickelt, die als Unified-Storage sowohl über NAS (NFS und CIFS) als auch über iSCSI und 32-Gbit-FC Storage-Volumes den Clients zur Verfügung stellen. »Dabei werden sowohl die Cluster-Knoten als auch die JBODs mit den Festplatten auf zwei Standorte in FC-Distanz verteilt«, erklärt Wolfgang Bauer, Technischer Leiter bei Eurostor. »Die Disks werden paarweise gespiegelt, so dass auch beim kompletten Ausfall einer Seite alle Daten unterbrechungsfrei weiter zur Verfügung stehen. Da alle Festplatten von beiden Cluster-Knoten über die FC-Verbindung wie lokale Festplatten sichtbar sind, führt auch der Reboot eines Knotens zu Wartungszwecken nicht zum Bruch der Spiegel – anders als bei replizierenden Lösungen.«

Auch mit Ceph-Cluster lässt sich eine Redundanz über mehrere Standorte hinweg realisiert werden. »Da Ceph-basierte Lösungen im Allgemeinen sehr komplex sind und tiefere Kenntnisse der Administratoren verlangen, spielen Software-Lösungen, die das Cluster-Management weitgehend selbständig übernehmen, eine immer größere Rolle sagt Bauer. »Wir arbeiten daher mit Herstellen solcher Software wie Ambedded und PetaSAN zusammen. Petasan ist in dieser Hinsicht sehr interessant, weil diese Software sich auf die Bereitstellung von iSCSI-Volumes beschränkt. So lassen sich ohne tiefere Ceph-Kenntnisse iSCSI scale-out Cluster leicht aufsetzen. Das System ist aber nicht abgeschottet. Ceph-Profis können, wenn sie wollen, natürlich auch direkt über die Console auf die Ceph Installation zugreifen, um sie in ihrem Sinne zu optimieren.«

Das Konferenzprogramm der Storage2Day

Die Storage2Day tritt an, um Storage- und Systemadministratoren einen unabhängigen Blick auf Storage-Trends, Cloud und Software-defined Storage zu bieten. Ziel ist es die Teilnehmer dabei zu unterstützen, die passenden Techniken und Modernisierungs-Ansätze zu finden.

»Die Referenten der storage2day können dabei auf jahrelange Erfahrung zurückgreifen und konkretisieren ihre Vorträge mit zahlreichen Beispielen aus der Praxis«, erklärt iX-Redakteurin Nolte, »egal ob es um Milliarden E-Mails in Ceph geht oder um Software-defined Storage im Selbstbau. Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben neben den spannenden Vorträgen außerdem die Gelegenheit, mit namhaften Herstellern und Storage-Anbietern ins Gespräch zu kommen.« Auch das Netzwerken komme nicht zu kurz.

Auszug aus dem Programm

Software Defined Storage

• SDS-Grundlagen

• Erasure-Coding

• Praxisbericht: SDS im Petabyte-Bereich

Cloud-Storage

• Grundlagen des Cloud-Storage

• Cloud-Sicherheit und DSGVO

Archivierung und Backup

• Revisionssichere Speicherung sensibler Daten

• Disaster Recovery

• Die Zukunft von Tape Storage

Storage-Infrastruktur und Vernetzung

• NVMe-oF – Grundlagen und Möglichkeiten

• Sichere Dateidienste

• Speicherinfrastrukturen für KI



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