Schwarz Digits bringt Zscaler-SASE auf Stackit
Schwarz Digits und Zscaler bieten die Zero Trust Exchange künftig über die Stackit-Cloud in deutschen Rechenzentren an. Das gemeinsame SASE-Angebot richtet sich an europäische Unternehmen mit Anforderungen an Datenresidenz und Regulierung. Wie weit die zugesagte digitale Souveränität tatsächlich reicht, bleibt jedoch offen.
Die Partnerschaft verbindet die Sicherheitsplattform von Zscaler mit der Stackit Cloud von Schwarz Digits. Die Zero Trust Exchange wird nach Angaben der Unternehmen in deutschen Rechenzentren gehostet und von Stackit betrieben. Das Angebot ist laut Pressemeldung ab sofort für Kunden in Europa verfügbar.
Technisch handelt es sich um einen cloudbasierten Secure-Access-Service-Edge-Dienst (SASE). Er bündelt Netzwerk- und Sicherheitsfunktionen und soll Zugriffe von Beschäftigten auf Anwendungen kontrollieren. Grundlage ist das Zero-Trust-Prinzip, bei dem Nutzer, Geräte und Verbindungen fortlaufend geprüft werden.
Zum gemeinsamen Angebot gehören laut Schwarz Digits Bereitstellung, Management, Betrieb und Support der Plattform. Die Partner adressieren Unternehmen und öffentliche Einrichtungen, die Vorgaben aus NIS-2, DORA oder dem AI Act berücksichtigen und Daten in europäischen Rechenzentren verarbeiten wollen.
Datenresidenz ist nicht automatisch Souveränität
Für IT-Verantwortliche ist relevant, dass die Plattform auf deutscher Cloud-Infrastruktur läuft und Stackit den Betrieb übernimmt. Dies kann Anforderungen an Datenstandort und Betriebsprozesse erleichtern. Welche Daten Zscaler verarbeitet, welche Telemetrie anfällt und wer administrativen Zugriff erhält, geht aus der Ankündigung nicht hervor.
Auch die Aussage, alle Daten blieben in der EU und seien vor dem Zugriff Dritter geschützt, stammt von Schwarz Digits. Zscaler ist ein US-Unternehmen mit Hauptsitz in Kalifornien. Ein europäischer Hosting-Standort beantwortet daher nicht automatisch alle Fragen zur rechtlichen Kontrolle oder zu möglichen Herausgabepflichten. Vor einer Entscheidung sollten Interessenten Datenflüsse, Rollenverteilung, Schlüsselzugriffe sowie Exit- und Migrationsmöglichkeiten prüfen.