01.04.2016 (eh)

Red Hat und Sandisk bringen »Ceph« in ein All-Flash-System

»InfiniFlash« ist eine reine Flash-Plattform, die im 3U-Rack bis zu 512 TByte unterbringt (Bild: Sandisk)»InfiniFlash« ist eine reine Flash-Plattform, die im 3U-Rack bis zu 512 TByte unterbringt (Bild: Sandisk)Der Open-Source-Spezialist Red Hat und der Flash-Experte SanDisk haben eine strategische Partnerschaft vereinbart, wonach das Cluster-File-System »Red Hat Ceph Storage« mit der Sandisk-Flash-Plattform »InfiniFlash« verknüpft wird. Herauskommen soll eine extrem skalierbare All-Flash-Lösung für Big Data und ähnliche Anwendungen.

Das Cluster-Dateisystem Ceph ist vor allem in den Open-Source-Community sehr beliebt. Damit lässt sich Standard-x86-Server-Hardware zu Hyperscale-Storage-Clustern verbinden. Die neuartige Architektur von Ceph unterstützt Object-Storage ebenso wie Block- und File-Daten – auf Ceph basierende Storage-Lösungen erscheinen also als echtes Unified-Storage. Fujitsu setzt beispielsweise in ihrem Storage-System »ETERNUS CD10000« auf Ceph; vergangenen Herbst wurde bereits die zweite CD10000-Generation von Fujitsu vorgestellt.

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»InfiniFlash«-Flash-Plattform bahnt sich immer starker ihren Weg als Gesamtlösung

Infiniflash wurde von Sandisk vor etwas mehr als einem Jahr vorgestellt. In einem 3U-Rack werden SSDs so extrem dicht gepackt, dass sich bis zu 512 TByte reine Flash-Kapazität ergibt. In einem Standard-Rack lassen sich somit bis zu 15 PByte Flash-Kapazität unterbringen. Die Flash-Plattform wurde nicht mit viel Intelligenz ausgestattet – gemäß dem Trend zu Software-defined Storage fungiert Infiniflash lediglich als »JBOF« (Just a Bunch of Flash-Drives) oder »Big Data Flash«. Als preiswertes Flash-Array kann es allerdings preislich mit Disk-Arrays mithalten.

Und das macht Infiniflash so interessant für reinrassige Storage-Softwareanbieter. Denn erst mit der Intelligenz und Performance einer externen Storage-Software wird die Plattform zu einer hochperformanten All-Flash-Lösung für spezifische Anwendungsfälle. Tegile, Nexenta und CloudByte nahmen sich mit ihren Softwarelösungen der Infiniflash-Plattform bereits an. Kürzlich überraschte Sandisk selbst mit der Ankündigung, dass man von IBM deren »IBM Spectrum Scale«-Filesystem lizenziert; Sandisk will daraus ein Scale-Out-System konzipieren, mit dem private, hybride und öffentliche Cloud-Kunden Infrastructure-as-a-Services (IaaS) anbieten können.

Aus der gemeinsamen Meldung von Red Hat und Sandisk zu der neuerlichen Allianz geht nicht hervor, wer die fertige Lösung anbieten wird. Es wird auch kein Zeitrahmen für eine generelle Verfügbarkeit genannt. Hinweise zu voraussichtlichen Preisen fehlen ebenfalls.

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