16.01.2017 (eh)
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Ransomware-Studie von IBM: Unternehmen zahlen relativ schnell

Wenn der Preis richtig ist, wird anscheinend an die digitalen Ransomware-Erpresser bezahlt (Bild/Quelle: IBM)Wenn der Preis richtig ist, wird anscheinend an die digitalen Ransomware-Erpresser bezahlt (Bild/Quelle: IBM)Erpresser-Software (Ransomware) avancierte innerhalb eines Jahres zu einer regelrechten Geißel. Analysten gehen allenthalben davon aus, dass mit Verschlüsselungs-Trojanern im letzten Jahr rund eine Milliarde US-Dollar erpresst wurden. Angriffe durch diese Schadsoftware gehören aktuell zu den stärksten Bedrohungen im Netz. Insgesamt, so haben Forscher von IBMs Security-Abteilung »X-Force« eruiert, machte Ransomware fast 40 Prozent der im Jahr 2016 verschickten Spam-Mails aus. Zum Vergleich: Im Jahr 2015 waren es lediglich 0,6 Prozent.

Nun hat eine neue IBM-Studie untersucht, wie Betroffene damit umgehen. Die Ergebnisse sind – leider – alarmierend: 70 Prozent der Unternehmen zahlen, um wieder Zugang zu ihren Systemen und Daten zu bekommen. Die Hälfte berappt mehr als 10.000 US-Dollar, und bei 20 Prozent der Betroffenen sind es sogar über 40.000 US-Dollar. Offensichtlich hatten die Unternehmen kein Backup, oder zumindest kein aktuelles. Oder man war überhaupt nicht drauf trainiert, ein Backup überhaupt zeitnah wieder zurückzuspielen.

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Tipps von IBM, Ransomware zu entgehen

Bei den Verbrauchen scheint die Zahlungsbereitschaft nicht ganz so hoch zu sein: Laut Studie wären über 50 Prozent der Befragten, zumindest theoretisch, nicht bereit zu bezahlen, es sei denn, es würde sich um Finanzdaten handeln, oder – bei Eltern – wenn Familienbilder betroffen wären. Laut Umfrage würden sich dann 55 Prozent als erpressbar bezeichnen. Der Höchstpreis, um einen Privat-PC wieder zu entschlüsseln, liegt bei den meisten Privathaushalten bei rund 100 US-Dollar.

Um Ransomware-Erpressern nichts zahlen zu müssen, empfiehlt IBM generell, ständig auf ein hochaktuelles Backup zu achten. Außerdem müssten Anwender vorsichtiger bei E-Mails sein: Wenn es zu gut klingt, um wahr zu sein, sollten alle roten Warnlichter angehen. (Rund um Phishing-E-Mails hat auch speicherguide.de ein kostenlos herunterladbares White-Paper zusammengestellt: »16 Tipps, dem E-Mail-Betrug zu entgehen«.) Außerdem sollten laut IBM alle Software-Pakete ständig hochaktuell gehalten werden. Und auch das Deaktivieren von Dokumenten-Makros helfe bereits viel.

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