09.07.2013 (ubr)
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Purestorage zeigt All-Flash-Systeme dritter Generation

  • Inhalt dieses Artikels
  • Brutto-Flash-Kapazitäten bis 23 TByte
  • Systeme mit Flash-optimierten Write-Prozessen
  • Flash-Array kann 30 Tage ausprobiert werden
Flasharray-400-Serie basiert auf MLC-Chips (Bild: Purestorage)
Flasharray-400-Serie basiert auf MLC-Chips (Bild: Purestorage)
Der Storage-Systemehersteller PureStorage stellt mit den »FlashArray-400«-Modellen die dritte Generation seiner All-Flash-Systeme vor. Diese sollen durch neue Hardware sowie Version drei ihrer Software mehr Funktionen, Leistung und Flexibilität gewährleisten. Mit der neuen Serie sollen vor allem Wettbewerber wie EMC oder TSM angegriffen werden.

Zu den Hardware-Neuerungen gehören die FA-400-Controller sowie 12-TByte-Disk-Einheiten, mit denen sich die Systeme erweitern lassen. Im Gegensatz zur Vorgänger-Generation erreicht das System nun verdoppelte Performance-Werte von bis zu 400.000 IOPS mit 8-k-Blöcken. Die Bandbreite beträgt 5 GByte/s, der Vorgänger brachte es hier nur auf 1,5 GByte/s.

Brutto-Flash-Kapazitäten bis 23 TByte

Auch die Kapazitäten wurden erhöht. So verfügen 400-Systeme über fünf bis 23 TByte Brutto-Kapazität, die mit Deduplikation effizient 10 bis 100 TByte Speicherplatz bedeuten – je nach Dedup-Rate natürlich. Ende des Jahres soll die Brutto-Kapazität auf 50 TByte erweitert werden. Als Medien verwendet Purestorage 24 MLC-SSDs mit jeweils 512 GByte Kapazität. Eine Skalierung des Systems ist ohne Unterbrechung möglich.

Darüber hinaus spendierte der Hersteller neue CPUs. Im Innern arbeiten nun zwei »Sandy Bridge«-8-Core-Prozessoren von Intel. Als Cache stehen 256 GByte DRAM zur Verfügung. Als Host-Anschluss kann der IT-Verantwortliche zwischen vier 8-Gbit/s-FC- und vier 10-Gbit/s-Ethernet-Interfaces (iSCSI) wählen. Für die Cluster-Verbindung gibt es zwei 56-Gbit/s-InfiniBand- und vier 6-Gbit/s-SAS-Schnittstellen. Die Systeme basieren auf x86-Technologie und wurden mit der Software »Purity 3.0« ausgestattet.

Systeme mit Flash-optimierten Write-Prozessen

Zu den Funktionen gehören unter anderem Inline-Deduplikation, Kompression, Thin-Provisioning, 3D-RAID-Schutz (das entspricht einem RAID-6 mit dualer Parity), Snapshots, Verschlüsselung und Flash-optimierte Write-Prozesse. Eine Replikation-Funktion wird Ende des Jahres ebenso verfügbar sein. Einsatzgebiete für das 400-System sieht der Hersteller vor allem bei der Server-Virtualisierung, Datenbanken und Analyse sowie VDI-Umgebungen.

Darüber hinaus stellte das amerikanische Startup seinen »CloudAssist Support« vor. Dafür sind die Systeme mit einer Cloud verbunden und senden alle 30 Sekunden einen Status an die Support-Cloud. So erfährt der Gesundheitszustand des Speichers eine kontinuierliche Überprüfung; im Falle eines Ausnahmezustands erfolgt sofort eine Benachrichtigung. Auch die Analyse wird in der Cloud vorgenommen. Gibt es einen Störfall, rufen die Dienstleister zusätzlich an und informieren den Kunden. Dieser Service wird rund um die Uhr vom Support-Center in Salt Lake City, Utah, USA bedient.

Flash-Array kann 30 Tage ausprobiert werden

Inwiefern das Versenden von Systemdaten ins Ausland möglicherweise kritisch ist, muss der europäische bzw. deutsche Kunde für sich selbst entscheiden. Preislich liegen die Flash-Arrays bei fünf US-Dollar pro TByte. Eine Beispielkonfiguration für zehn TByte würde in etwa 60.000 US-Dollar kosten. Die Preise verstehen sich auf nutzbare Kapazitäten. Purestorage gibt fünf Jahre Garantie auf die neuen Arrays. Wer ein Flash-Array erst einmal ausprobieren möchte, kann dies für 30 Tage tun und bei Nichtgefallen problemlos zurückgeben.

Als nächstes Zwischenziel hat sich das Unternehmen konvergente Systeme auf die Roadmap gesetzt. Die 2009 gegründete Firma hat ihren Hauptsitz in Mountain View, Kalifornien, und verfügt über Zweigstellen in London, Amsterdam, Tokio und Seoul. Darüber hinaus gibt es VARs in Polen, Frankreich, Norwegen und Südafrika. Pläne für eine Zweigstelle in China gibt es ebenso.

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