06.06.2014 (eh)
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Plextor überrascht mit SSD im M.2-Formfaktor für PCIe-Bus

  • Inhalt dieses Artikels
  • Intel-Z97-Chipsatz ermöglich Transferraten von bis zu 1 GByte/s
  • »M6 Pro«-SSD überträgt am Limit des SATA-6-Gbit/s-Anschlusses

Neue SSD mit PCIe-Anschluss gemäß neuem M.2-Standard (Bild: Plextor)Derzeit tagt noch die »Computex« in Taiwan. Bei dem SSD-Spezialisten Plextor steht im Mittelpunkt der Neuentwicklungen die neue »M.2«-Generation. M.2 heißt das Zauberwort, das schnelle SSDs noch schneller und kleiner machen soll. Denn über den M.2-Standard lassen sich SSDs direkt an den PCIe-Bus anschließen. Weil der M.2-Standard mehrere Lanes nutzt, sind hier deutlich höhere Geschwindigkeiten möglich. Außerdem sind die SSD deutlich platzsparender als im sonst üblichen 2,5-Zoll-Formfaktor.

M.2 – früher auch als »Next Generation Form Factor« (NGFF) behzeichnet – ist eine Spezifikation für das interne Anschließen von Computer-Erweiterungskarten. Die Spezifikation wurde entworfen, um mSATA abzulösen.

Intel-Z97-Chipsatz ermöglich Transferraten von bis zu 1 GByte/s

Motherboards benötigen freilich den neuen Intel-Z97-Chipsatz, der den M.2-Standard ansprechen kann. Aber der Chipsatz scheint sich nun durchzusetzen. Der Z97-Chipsatz kann als Besonderheit zwei Anschlüsse für PCI Express 2.0 parallel nutzen. Damit lassen sich Transferraten von bis zu 1 GByte/s erzielen. Parallel bringt der Chipsatz Support für den neuen »SATA Express«-Standard mit, der ebenfalls eine Bandbreite von 1 GByte/s unterstützen soll. (Mit SATA Express demonstrierte WD auf der Computex ein entsprechend ausgestattetes Festplattenlaufwerk.)

So plant Plextor zum Beispiel die Vorstellung der »M6e M.2 PCIe Gen2 x2 SSD«, die als »High-Performance«-Laufwerk eine beachtliche sequentielle Leseleistung von 770 MByte/s erreichen soll. Während die Schreibleistung 625 MByte/s beträgt, liegen die Random-4K-Werte bei 105.000 IOPS (lesen) beziehungsweise bei 100.000 IOPS (schreiben). Die Neuheit ist mit einem Marvell-PCIe-9183-Controller ausgestattet, und nach Meinung von Plextor perfekt aufs Gaming zugeschnitten. Mit Kapazitäten von 128, 256 und 512 GByte spricht Plextor verschiedene Zielgruppen an.

»M6 Pro«-SSD überträgt am Limit des SATA-6-Gbit/s-Anschlusses

Zudem präsentiert Plextor auf der Messe in Taiwan ein neues Flaggschiff in Gestalt des High-Performance-Modells »M6 Pro«, das Geschwindigkeiten am Limit des SATA-6-Gbit/s-Anschlusses bietet, also einen Datendurchsatz von bis zu 600 MByte/s. Zusätzlich ermögliche die M6 Pro höhere Stabilität, denn sie ist laut Plextor die erste Consumer-SSD mit einem ultra-strengen Nullfehler-Standard von 400 Einheiten, der ansonsten bisher nur in der Enterprise-Klasse üblich ist. Schließlich reduziere die Verwendung des DEVSLP-Modus den Stromverbrauch bei der M6 Pro.

Neben dem neuen SSD-Flaggschiff zeigt Plextor in Taipei erstmals seine neue SSD-Caching Software »Plex Turbo«, die RAM, den DRAM-Cache der SSD und den SSD-Speicher kombiniert. Plex Turbo soll bestimmte Anwendungen beschleunigen, die Lebensdauer des Flash-Speichers erhöhen und vor Datenverlust bei Unterbrechung der Stromversorgung schützen. Zunächst wird Plex Turbo anfangs nur zusammen mit der M6 Pro angeboten.

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