23.08.2015 (eh)
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»O&O ShutUp 10« diszipliniert Windows 10

  • Inhalt dieses Artikels
  • »O&O ShutUp 10« diszipliniert Windows 10
  • Andere Anti-Spyware-Tools fangen selbst zum Spionieren an

»O&O ShutUp 10« stellt gleich ein ganzes Bündel der Microsoft-Spionage-Einstellungen ab (Bild: O&O Software)»O&O ShutUp 10« stellt gleich ein ganzes Bündel der Microsoft-Spionage-Einstellungen ab (Bild: O&O Software)Keine Frage: Das neue Windows 10 wird in etlichen Punkten komfortabler. WLAN-Passwörter müssen nicht mehr eingegeben werden, da einige Dienste diese nun mit Facebook-Kontakten teilen. Oder der Rechner verbindet sich ungefragt mit einem öffentlichen Netzwerk, auch wenn dieses ungeschützt ist. Neu ist auch der digitale Assistent Cortana. Microsoft sammelt für ihn Daten des Nutzers, um gewisse Aktionen von Cortana überhaupt zu ermöglichen.

Die meisten Daten nutzt Microsoft dazu, dem Anwender personalisierte Informationen anzuzeigen, die ihm den Tagesablauf erleichtern sollen. Zum Beispiel kann Windows 10 daran erinnern, dass man 30 Minuten früher zum Flughafen aufbrechen sollte, da es auf dem Weg einen Stau gibt. Um diese Information liefern zu können, muss Windows 10 beispielsweise auf die Kalendereinträge, die Nachrichten (die Buchungsbestätigungs-E-Mail mit der Abflugzeit), den gegenwärtigen Standort des Nutzers und das Internet (Stauprognose) zugreifen.

Die tägliche Bedienung wird dadurch so leicht und komfortabel wie möglich, stellt aber auch ein Sicherheitsrisiko dar. Um diese Sicherheitslücke zu schließen, müssen in Windows 10 diese Datenweitergabefunktionen per Hand deaktiviert werden. Ohne Expertenwissen ist es nicht einfach ist, da die Einstellungsmöglichkeiten zum Teil sehr versteckt sind.

»O&O ShutUp 10« diszipliniert Windows 10

Eher für etwas erfahrenere Nutzer: Selektives Deaktivieren der Microsoft-Spionage-Einstellungen in Windows 10 (Bild: O&O Software)Eher für etwas erfahrenere Nutzer: Selektives Deaktivieren der Microsoft-Spionage-Einstellungen in Windows 10 (Bild: O&O Software)Der Berliner Tool-Anbieter O&O Software, Spezialist für Datensicherheit und Datenrettung, hat mit »O&O ShutUp 10« ein kostenloses Programm veröffentlicht, mit dem der Nutzer einfach und ohne langes Suchen verschiedene Sicherheitslücken von Windows 10 schließen kann. Das Tool ist eine sogenannte Freeware, mit der unter Windows 10 gezielt ungewollte Funktionen deaktiviert und die Weitergabe sensibler persönlicher Daten an Microsoft verhindert werden kann. Mit Hilfe der integrierten Tipps wird deutlich, welche Funktionen der Microsoft-Expressinstallation sicher deaktiviert werden können. Alle Änderungen können mit einem Klick wieder rückgängig gemacht werden.

Freeware bedeutet: O&O ShutUp10 muss nicht installiert werden, sondern ist direkt lauffähig (portable). Und besonders wichtig – O&O Software verspricht: »Es wird keine weitere – ungewollte und unnötige – Software nachgeladen oder mitinstalliert.«

Andere Anti-Spyware-Tools fangen selbst zum Spionieren an

Dieser Punkt ist besonders wichtig, da es innerhalb kürzester Zeit etliche Tools gibt, die Microsoft den Nach-Hause-Funk erschweren wollen. So gibt es beispielsweise das Tool »DoNotSpy10«, das ebenfalls die Privatsphäreneinstellungen in Windows 10 erleichtert – doch ausgerechnet dieses Tool lädt die Adware »Open Candy« nach, die ungefragt Informationen des Nutzers an die Entwickler des Programms schickt.

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