11.08.2016 (eh)
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Neue Monster-SSD von Seagate bringt es auf satte 60 TByte

Monster SSD: 60 TByte Flash-Speicher verpackt im 3,5-Zoll-Format mit SAS-Schnittstelle (Bild: Seagate)Monster SSD: 60 TByte Flash-Speicher verpackt im 3,5-Zoll-Format mit SAS-Schnittstelle (Bild: Seagate)Auf dem Flash-Sektor gibt der Festplattenspezialist Seagate nun mächtig Gas, und stellt auf dem derzeit tagenden »Flash Memory Summit 2016« in Santa Clara, USA, mehrere neue Produkte für den Enterprise-Sektor vor. Darunter befindet sich auch eine SSD im 3,5-Zoll-Format mit SAS-Schnittstelle mit der bislang größten Speicherkapazität der Welt: satte 60 TByte. Genüßlich vermerkt Seagate, dass die Neuheit eine doppelt so hohe Dichte sowie die vierfache Kapazität der nächstgrößten verfügbaren SSD besitzt – gemeint ist eine 15-TByte-SSD von Samsung.

Vor allem aber schafft Seagate damit eine deutlich höhere Packungsdichte als die eigentlich vielfach verbreiteten SSDs im 2,5-Zoll-Format. 3,5-Zoll-SSDs gibt es dagegen extrem wenig. Da sich die Neuheit zurzeit noch im Demonstrationsstadium befindet, sind weitere Angaben seitens Seagate spärlich. Man lässt noch 4 TByte/Watt durchblicken, womit die SSD rechnerisch auf nur 15 Watt Leistungsaufnahme kommt. Die NAND-Flash-Chips stammen laut Seagate von Micron. Nur 17 dieser Drives, so rechnet Seagate vor, würden genügen, um ein All-Flash-Array von über 1 PByte zu konfigurieren. Erhältlich soll die 60-TByte-SSD im Laufe des Jahres 2017 sein.

PCIe-NVMe-SSD von Seagate mit 8 TByte

Gut erkennbar: Die NVMe-SSD »Nytro XP7200« im PCIe-Formfaktor beherbergt vier 2-TByte-SSDs im M.2-Formfaktor (Bild: Seagate)Gut erkennbar: Die NVMe-SSD »Nytro XP7200« im PCIe-Formfaktor beherbergt vier 2-TByte-SSDs im M.2-Formfaktor (Bild: Seagate)Neu ist auch die NVMe-SSD »Nytro XP7200« im PCIe-Formfaktor mit 8 TByte. (Eine Technologiedemonstration der SSD gab es im März auf dem »OCP Summit«, Open Compute Project.) Hierbei verbaut Seagate vier SSDs »Nytro XM1440« im M.2-Formfaktor auf einer PCIe-Steckkarte. Sie soll eine Datentransferrate beim Lesen von bis zu 10 GByte/s über vier verschiedene Controller liefern. Und selbst die Schreibgeschwindigkeit von 3,6 GByte/s ist noch beachtlich. Mit diesen Eckdaten positioniert Seagate die Neuheit für die Hyperscale-Anforderungen von Rechenzentren.

Damit würden die Verarbeitungsgeschwindigkeiten im Vergleich zu ähnlichen Laufwerken laut Seagate bis um das Vierfache erhöht – und das zu niedrigeren Kosten sowie geringeren Leistungspegeln und Latenzzeiten, als ein PCIe-Switch oder eine -Brücke normalerweise benötigt. Applikationen sollen mehr Transaktionen schneller verarbeiten können, indem sie die marktweit höchste Bandbreite durch einen PCIe-Slot nutzen, und nicht in weitere Hardware investiert werden muss. Darüber hinaus lasse sich die Technologie einfach in All-Flash-System-Arrays integrieren.

Was den Liefertermin anbelangt, ist Seagate hier etwas konkreter: Gegen Ende 2016 soll das NVMe-Modell verfügbar sein. Für beide Flash-Neuheiten werden keine Preise genannt.

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