23.07.2015 (eh)
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MTI Deutschland: Kunden liebäugeln mit Wartungsverlängerung

  • Inhalt dieses Artikels
  • Bei MTI sind mindestens zu 5-Jahres-Leasing-Verträge gefragt
  • Hyperkonvergente Systeme wecken Interesse
  • MTI-Kunden hadern noch mit der Cloud

Martin Träger, Geschäftsführer, MTI DeutschlandMartin Träger, Geschäftsführer, MTI DeutschlandDass Vertrauen ein zentrales Stichwort der aktuellen Debatte rund um die Sicherheit des Internets und das Schützen von sensiblen Daten ist, zeigte kürzlich der von MTI Deutschland ausgerichtete zweitägige »MTI Kongress 2015«. MTI als Experte für Beratung im Bereich IT-Infrastruktur veranstaltet bereits zum 22. Mal seinen in Branchenkreisen vielbeachteten MTI-Kongress. »Datensicherheit und Security ist bei unseren Kollegen in UK ein noch viel größeres Thema als hierzulande«, erläutert Martin Träger, Geschäftsführer von MTI Deutschland, gegenüber speicherguide.de.

So belegten Security-Themen und -Anwendervorträge den kompletten ersten Tag. Am zweiten Tag ging es dann um Storage- und Datacenter-Themen. Dabei zeichnet sich in diesem Bereich ein interessanter Trend bei den zumeist mittelständischen Kunden von MTI ab: Die seit Jahrzehnten festgefahrene und branchenübliche Praxis, Server- bzw. Storage-System nach drei bis vier Jahren zu erneuern, weicht auf. »Das liegt zum einen an sich etablierenden Themen wie Software-defined Storage«, sagt Träger, »und zum anderen daran, dass die Technologiesprünge bei der Computing-Hardware nicht mehr so groß sind.«

Bei MTI sind mindestens zu 5-Jahres-Leasing-Verträge gefragt

Das führt laut Träger nun dazu, dass Kunden zunehmend nach längeren Support-/Maintenance-Verträgen nachfragten: »Der Trend geht beim Leasing hin mindestens zu 5-Jahres-Verträgen.« MTI sieht sich hier bei ihrer Kundschaft in einer sehr guten Position, da viele der Kunden – nach dem Auslaufen der Hersteller-Garantie – ohnehin lieber den MTI -Support nähmen. »Wartungsverlängerung ist für uns kein Fremdwort, da wir für viele der von uns vertretenen Systeme L3-Support geben können und dürfen«, betont Träger. MTI ist beispielsweise einer der größten hiesigen Partner von EMC.

Der Trend zum Software-defined Datacenter hat für MTI etwas Positives: Die zum Einsatz kommende Hardware ist zwar günstiger, aber dafür brauchen die Kunden mehr Consulting. Und mit aus diesem Grund erfahre der MTI-Kongress nach wie vor einen guten Zuspruch. »Viele kommerzielle Messen und Konferenzen wirken heute thematisch beliebig zusammengewürfelt und viele IT-Entscheider überlegen ganz genau, ob sich der Besuch einer solchen Veranstaltung lohnt«, erklärt der MTI-Geschäftsführer. »Wir dagegen sprechen ganz neue Dinge an und stellen sie vor. Das ist der Mehrwert, den wir unseren Kunden und Besuchern bieten.«

Hyperkonvergente Systeme wecken Interesse

Der grundlegende Architekturunterschied zwischen konvergenten und hpyerkonvergenten Systemen (Bild: MTI)Der grundlegende Architekturunterschied zwischen konvergenten und hpyerkonvergenten Systemen (Bild: MTI)Viel beachtet wurde in diesem Zusammenhang ein Vortrag, in dem es um hyperkonvergente Systeme, in diesem Fall von EMC, ging. Ein hyperkonvergentes System ist eine Virtual-Computing-Infrastrukturlösung inklusive CPU, Netzwerk und Storage. Diese Kernfunktionen und -services eines Rechenzentrums werden nahtlos in einer kompakten Appliance kombiniert.

Mehrere solcher Appliances – auch Knoten genannt – erhöhen somit die Geschwindigkeit und Flexibilität des Einsatzes virtualisierter Anwendungen, sollen aber parallel die Komplexität verringern, die betriebliche Effizienz verbessern und die Kosten senken. Es gibt bereits eine Studie, wonach hyperkonvergente Systeme überraschenderweise in Europe beliebter als in den USA sind.

MTI-Kunden hadern noch mit der Cloud

Interessant auch der Trend, wonach anscheinend deutsche Anwender noch kaum mit kritischen Applikationen/Anwendungen in die Cloud gezogen sind. »Bis auf ein paar Testballons sind unsere Kunden zu mehr als 90 Prozent noch nicht in der Cloud«, erläutert Träger. (Wobei als Cloud hier Träger eine Public-Cloud definiert.)

Als Hindernisse sind es nach Trägers Erkenntnissen vor allem rechtliche Fragen, dann die schwierige Integration der Cloud-Services in die vorhandene IT-Infrastruktur, und das Fehlen geeigneter Mitarbeiter in den Unternehmen mit der richtigen Qualifikation. Doch trotz dieser Hemmnisse erkennt Träger auch einen positiven Trend: »Wir merken: Unsere Kunden denken an die Cloud, das Interesse ist da.«

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