14.12.2016 (eh)
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Micron bringt erste SATA-SSD mit 8 TByte

  • Inhalt dieses Artikels
  • Drei SSD-Modellreihen für unterschiedliche Kunden-Workloads im Datacenter
  • Neue »FlexPro«-Firmware-Architektur optimiert die SSDs

Die »5100 Series«-SSD ist im 2,5-Zoll- und M.2-Format verfügbar (Bild: Micron Technology)Die »5100 Series«-SSD ist im 2,5-Zoll- und M.2-Format verfügbar (Bild: Micron Technology)Der Halbleiterspezialist Micron Technology kommt auf seiner SSD-Roadmap einen weiteren Schritt voran. »5100 Series« nennt sich eine neue SSD-Familie mit 6-Gbit/s-SATA-Schnittstelle, deren Topmodell auf 8 TByte (bzw. 7,68 TByte, um laut Datenblatt ganz genau zu sein) kommt. Es ist in der Tat die höchste Kapazität im 2,5-Zoll-Format in Verbindung mit einer SATA-Schnittstelle. Das wäre laut Micron-Marketing mehr als zweimal die bislang höchste Kapazität des direkten Marktkonkurrenten.

Nun ja, wenn man es auf SATA bezieht, hat Micron Recht. Keiner der Marktmitspieler wie Intel, Samsung, Seagate, Toshiba oder WD kommt bei seinen SATA-SSD-Familien derzeit auf 8 TByte. Sieht man sich allerdings das Umfeld mit SAS-Schnittstellen an, dann sticht hier Samsung mit einer 15,36-TByte-SSD heraus. Aber abgesehen von technologischen Ankündigungen: Lieferfähigkeit ist ebenfalls ein Kriterium. Und Micron nennt in seiner Ankündigung kein Verfügbarkeitsdatum, geschweige denn einen Preishinweis.

Drei SSD-Modellreihen für unterschiedliche Kunden-Workloads im Datacenter

»5100 Series«-SSDs: 2,5-Zoll-Modelle speichern von 240 GByte bis 7,68 TByte, M.2-Versionen speichern von 240 GByte bis 1,92 TByte (Bild/Quelle: Micron Technology)»5100 Series«-SSDs: 2,5-Zoll-Modelle speichern von 240 GByte bis 7,68 TByte, M.2-Versionen speichern von 240 GByte bis 1,92 TByte (Bild/Quelle: Micron Technology)Auf jeden Fall weiß Micron, wo man mit den neuen SSDs hin will: Ins Rechenzentrum, wobei die Neuheiten für Anwendungen wie Big Data, Analyse und Streaming positioniert werden. Die neue Produktlinie umfasst deshalb drei Modellreihen, die für unterschiedliche Kunden-Workloads designt sind: hohe Leseraten, gemischte Nutzung mit hoher Latenzempfindlichkeit und Logging-Anwendungen mit hoher Schreibrate:
► »Micron 5100 ECO«: Schwerpunkt liegt hier auf Cloud-Services, optimiert für die Übertragung von Inhalten (Streaming von Videos und anderen Medien). Performance und Belastbarkeit wurden für einen gleichbleibend hohen Datendurchsatz und schnelle Datenbereitstellung konzipiert.
► »Micron 5100 PRO« wird als Arbeitstier positioniert. Das Modell soll eine gleichbleibende Performance für Anwendungen liefern, die auf geringe Latenzen angewiesen sind. Verbessert werden soll die allgemeine Leistung durch bessere Reaktionszeiten (zum Beispiel bei Datenbanken für E-Commerce, Verkaufstransaktionen etc.)
► »Micron 5100 MAX«: Dieses Modell soll die unerwarteten Anforderungen neuer geschäftskritischer Rechenzentren von heute erfüllen. Die SSD zeichne sich durch Agilität und Flexibilität für problemlose, effiziente Reaktionen aus.

Doch heutzutage reicht es nicht mehr, die beste Hardware und die höchsten Geschwindigkeiten zu haben. Enterprise-SSDs müssen auch über fortschrittliche Management- und Optimierungstools verfügen, mit denen ihre Kapazitäten vollständig genutzt und ihre Lebensdauer maximiert werden können. Deshalb hat Micron mit der neuen SSD-Serie auch die neue »FlexPro«-Firmware-Architektur eingeführt, mit der die Investition in neuen Speicher auch wirklich zukunftssicher sein sollen.

Neue »FlexPro«-Firmware-Architektur optimiert die SSDs

Die Flexpro-Architektur sollen Designelemente über alle Rechenzentrums-SSDs hinweg vereinen und die Fähigkeiten der Speichermedien maximieren. Dadurch sollen IT-Manager bestimmte Eigenschaften der Laufwerke (Kapazität, Sicherheit, Belastbarkeit, Power, Datenlayout, Datenbereinigung und Performance) anpassen können.

Zu den Flexpro-Firmware-Architektur-Features zählen:
► »Flex Capacity Feature«: Es ermöglicht die Anpassung der Kapazität für Anwendungs- und Workload-optimierte Performance. Administratoren würden dadurch Zeit und Geld sparen, da Laufwerke und Server an unterschiedlichen Workload-Verkehr und neue Anwendungsanforderungen neu angepasst werden können.
► »Flex Security Feature«: Hierbei handelt es sich um Sicherheitsfeatures zum Schutz der Daten vor unbefugtem Zugriff. Unternehmensdaten würden durch marktführende Datensicherung und Verschlüsselung (AES-256-bit-Verschlüsselung, TCG-Enterprise-Schutz auf einem FIPS-validierten SATA-SSD) ohne jegliche Einschränkung der Performance geschützt.

An weiteren Eckdaten wird eine Lese-Performance von bis zu 93.000 IOPS und eine Schreib-Performance von bis zu 74.000 IOPS spezifiziert. Die Lesegeschwindigkeit (mit 128k Blöcken) wird mit 540 MByte/s angegeben, die Schreibgeschwindigkeit mit bis zu 520 MByte/s. Innerhalb der neuen Familie gibt es auch SSDs im M.2-Formfaktor, die auf maximal 2 TByte (bzw. 1,92 TByte, um ganz genau zu sein) Speicherkapazität kommen.

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