08.09.2020 (Peter Marwan)
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G-Technology: WD verschlüsselt Festplatten mit Armorlock

  • Inhalt dieses Artikels
  • Die Verschlüsselungs-Technologie Armorlock
  • Zusatzfunktionen der Armorlock-Apps

Die externe 2-TByte-SSD G-Technology Armorlock ist das erste Produkt von Western Digital mit der Verschlüsselungs-Technologie Armorlock.Die externe 2-TByte-SSD G-Technology Armorlock ist das erste Produkt von WD mit der Verschlüsselungs-Technologie Armorlock.Western Digital hat mit dem Modell G-Technology ArmorLock eine externe SSD vorgestellt, die mit der firmeneigenen, neu konzipierten Verschlüsselungs-Technologie ArmorLock ausgestattet ist. Ziel ist es, eine Ergänzung zur Speicherung und zum Transfer von Daten mittels Cloud-Diensten zu bieten. Einsatzgebiete sieht der Anbieter beim Umgang mit datenzentrierten und vertraulichen Anwendungen in Behörden, dem Gesundheitswesen sowie in IT- und Medien-Unternehmen. Künftig soll Armorlock aber auch für weitere Speicherlösungen von Western Digital zum Einsatz kommen.

Die G-Technology Armorlock bietet eine Speicherkapazität von 2 TByte und soll Lese- und Schreibgeschwindigkeiten von bis zu 1.000 MByte/s erreichen. Sie bietet einen Superspeed-USB-Anschluss (USB 3.2 Gen 2) mit 10 Gbit/s und ist ab sofort im WD-Store sowie bei ausgewählten Online-Händlern und Einzelhändlern erhältlich. Die unverbindliche Preisempfehlung liegt rund 600 Euro. Die zugehörige Software steht kostenlos zur Verfügung.

Physische Sicherheit bietet ein Gehäuse, dass nach den Anforderungen der Schutzklasse IP67 gegen das Eindringen von Staub- und Wasser geschützt ist. Außerdem hält es einen Druck von bis zu 450 Kilogramm aus und soll einen Fall aus bis zu drei Metern Höhe (auf Teppichboden) unbeschadet überstehen.

Die Verschlüsselungs-Technologie Armorlock

Für das Pairing mit dem persönlichen Endgerät nutzt die G-Technology Armorlock die von Western Digital selbst entwickelten Open-Source-Software Sweet B.Für das Pairing mit dem persönlichen Endgerät nutzt die G-Technology Armorlock die von WD selbst entwickelten Open-Source-Software Sweet B.Für Armorlock verwendet Western Digital eine 256-Bit-AES-XTS-Hardware-Verschlüsselung. Zusätzlich sorgt die von eigenentwickelte und als Open-Source veröffentlichte Krypto-Bibliothek Sweet B für sicheres Pairing zwischen dem Datenträger und der App. Im GitHub-Repository zu Sweet B stehen eine Dokumentation, ein Testverfahren und der Nachweis einer unabhängigen Prüfung durch die Firma Trail of Bits zur Einsicht bereit. Der Hersteller verspricht zudem sicheres Löschen und Neuformatieren auf das bevorzugte Dateisystem in einem Schritt und ermöglicht bei Verlust oder Diebstahl die Anzeige der letzten bekannten geographischen Position der Festplatte.

»Für unsere Kunden sind digitale Inhalte ein wesentlicher Wettbewerbsvorteil«, sagt Jim Welsh, Senior Vice President und General Manager Consumer Solutions bei Western Digital. »Die Verschlüsselung der Informationen ist unverzichtbar geworden. Wir haben die Armorlock-Plattform mit der Überzeugung entwickelt, dass weltweit neue, grundlegende Technologien für den Datenschutz benötigt werden. Diese sollen Inhalte schützen und Datenschutzverletzungen verhindern, ohne dabei die schnelle Verfügbarkeit zu beeinträchtigen.«

Zusatzfunktionen der Armorlock-Apps

Mit der Armorlock-App kann das Gerät mithilfe eins Smartphones durch Gesichtserkennung, Fingerabdruck oder dem PIN-Code des Mobiltelefons entsperrt werden. Da somit kein spezifisches Passwort für den Datenspeicher erforderlich ist, kann das auch nicht vergessen werden. Bei der ersten Inbetriebnahme wird die SSD per Bluetooth mit dem Endgerät gekoppelt. Vorerst stehen allerdings nur Apps für iOS und MacOS bereit, die Unterstützung für Android und Windows ist noch in Vorbereitung.

Die als Teil der Armorlock-Plattform angebotenen Mobil- und Desktop-Anwendungen bieten die Möglichkeit, mehrere Laufwerke zu konfigurieren und zu verwalten. »Insbesondere für kollaborative Workflows, die einen sicheren Versand von Inhalten zwischen Standorten erfordern, bringt die neuartige Armorlock-Technologie viele Vorteile. Remote-Benutzer können beispielsweise bereits im Voraus autorisiert werden, noch bevor die Freigabe über die gängige Messaging- und E-Mail-Dienste erfolgt«, teilt Western Digital mit. Dazu lässt sich ein QR-Code erstellen und übermitteln.

Ein bei der Ersteinrichtung erzeugter Recovery-Code gibt den Zugriff auf die SSD frei, falls das verbundene Smartphone verloren oder kaputt geht. Durch die Verknüpfung eines persönlichen Geräts mit der Festplatte ist auch keine Kommunikation über einen zentralen Cloud-Dienst erforderlich. Das Speichermedium lässt sich daher auch nutzen, ohne ein Kundenkonto oder ein Abonnement für WD-Dienste einzurichten.


Kommentare (2)
09.09.2020 - Tapeless

so ein ähnlicher Gedanke kam mir auch 🤣
Ich lass doch keine Handy-App meine Datensicherheit managen!?

09.09.2020 - jan

Ja Nee - is schon klar.
So eine öPhone Äpp mit Bluetooth - auf einem fremd durch Apple gemanagten Telefon, das ist schon besser als ein lokales LUKS(2) mit Headerbackup.
Weil so ein Kernobsttelefon - das alle mögliche Malware aus Cupertino trägt und permanent irgendwohin ingendwas nach Hause telefoniert - viel sicherer ist.
Und eine eigene Verschlüsselung gibt es auch noch dazu - (Cryptochef "Vollbitverschlüsselung"? || NSA?).
Dazu den Source Code - ob die Firmware auf der Platte und die Äpp auch Open Source sind?
Wer will sich das Gestümper anschauen?
Hat WD eventuell seine Hausaufgaben gemacht und alles Open Source gestellt und für teures Geld ein Security Code Audit beauftragt - das man im Detail nachlesen kann?
So weit wird es sich nicht kommen....


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