23.11.2015 (eh)
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Fujitsu stellt MetaArc-Plattform vor, UShareSoft wird akquiriert

  • Inhalt dieses Artikels
  • Fujitsu stellt MetaArc-Plattform vor, UShareSoft wird akquiriert
  • Metaarc eine Art eierlegende Wollmilchsau?
  • Metaarc unterstützt »Fast IT«, und modernisiert »Robust IT«
  • Metaarc bindet auch andere Cloud-Plattformen mit ein
  • Zentrale Komponente von Metaarc wird »UForge« von der akquirierten Firma UShareSoft

So fügt sich die digitale Business-Plattform »MetaArc« in eine IT-und Cloud-Infrastruktur ein (Bild: Fujitsu)So fügt sich die digitale Business-Plattform »MetaArc« in eine IT-und Cloud-Infrastruktur ein (Bild: Fujitsu)Die hybride Cloud – oder besser gesagt: die Hybrid-IT – schreitet unaufhörlich voran. Für Unternehmen gilt es, neue Produkte und neue Services so schnell wie möglich zu entwickeln und, nach Fertigstellung, auch genauso schnell auszurollen. Dafür gilt es, viele Ressourcen zu bündeln, auch von Drittanbietern. Und für diese neuartigen Anforderungen stellt der IT-Konzern Fujitsu nun seine digitale Business-Plattform »MetaArc« vor. Sie soll es es allen Nutzern ermöglichen, verschiedenste Anwendungen und Services sowie digitale Konzepte wie Big Data, Mobilität und das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) auf einer globalen Basis anzuwenden.

»Die Bedeutung der Plattform Metaarc ist, dass sie ein schnelles Ausliefern von Applikationen ermöglicht«, erläuterte Dr. Joseph Reger, CTO von Fujitsu EMEIA, letzte Woche auf dem »Fujitsu Forum« in einer Journalistenrunde anlässlich der Vorstellung der neuen Plattform. »Metaarc bietet viele Module zum schnellen Zusammenfügen.«

Metaarc eine Art eierlegende Wollmilchsau?

Metaarc als eine Art eierlegende Wollmilchsau für alle Zwecke der Digitalisierung zu umschreiben, wäre zwar etwas weit hergeholt. Aber trotzdem: Laut Hersteller umfasst sie immerhin »Technologien, Tools und Partnerschaften, die benötigt werden, um ein strategisch erfolgreiches Cloud-Fundament via Public-, Private- oder Hybrid-Service zu implementieren«. Im weitesten Sinne dürfte Metaarc also mit ähnlichen Plattform wie »Helion CloudSystem« von HP bzw. »Bluemix« von IBM vergleichbar sein.

Denn Unternehmen erkennen laut Fujitsu angesichts der fortschreitenden Digitalisierung, dass sie die Realität einer bimodalen IT nicht mehr ignorieren können. Mit der bimodalen IT greift Fujitsu einen Ansatz von Gartner auf. Der Ansatz der bimodalen IT beschreibt laut Gartner die Koexistenz von herkömmlichen, eher beständigen und hochgradig agilen IT-Systemen, also von »Robust IT« und »Fast IT«.

Metaarc unterstützt »Fast IT«, und modernisiert »Robust IT«

Metaarc soll die Umsetzung der sogenannten »Fast IT« unterstützen, die normalerweise von einzelnen Abteilungen und Firmen für innovative digitale Lösungen verwendet wird. Um zudem auch die Modernisierung der »Robust IT«-Systeme voranzutreiben und optimalen Nutzen aus den vorhandenen Daten und IT-System zu ziehen, setzt Metaarc auf eine verstärkte Vernetzung der Digitalisierungsinitiativen. Diese Verbindung aus Kern- und manchmal auch Altsystemen, die On-Premise oder in einem gehosteten Rechenzentrum implementiert sind, werde von dem neuen System in eine Hybride IT-Landschaft verwandelt und maximiere so die Leistung der gesamten Infrastruktur.

Fujitsu betont, dass ein dauerhafter Marktvorteil nur durch eine Verbindung der »Fast IT« und »Robust IT« zustande käme. Dieser Ansatz lege existierende Datenprozesse offen, integriere und steuere Fujitsus eigene Cloud-Services, sowie die von Drittanbietern, und operiere dabei neben der vorhandenen On-Premise IT. Metaarc komme damit zunehmend immer mehr Unternehmen und öffentlichen Einrichtungen entgegen, die immer mehr auf eine »Digital-First-Strategie« setzten, und dabei zudem eine auf Sparen fokussierte Agenda haben.

Metaarc bindet auch andere Cloud-Plattformen mit ein

Der Großteil aller Cloud-Landschaften ist sehr heterogen gestaltet. Metaarc bindet daher nicht nur Fujitsus eigene Cloud IaaS- und PaaS-Plattformen ein, sondern auch die anderer Cloud-Anbieter, wie beispielsweise Amazon AWS oder Microsoft Azure. Darüber hinaus sorge Fujitsu mit seinem Service-Angebot dafür, »Robust IT«-Systeme zu modernisieren, so dass sie auch in einer umfassend digitalisierten Welt immer noch einen optimalen Nutzen bieten. Alle Kunden sollen dabei profitieren: von einer hohen Servicequalität, umfassenden Technologien, Cloud-Lösungen, Hybrid-IT-Management, Professional- sowie Managed-Services und einem großen Partner-Ökosystem.

Die Fujitsu-eigenen Cloud-Angebote sollen zudem auf die K5-Cloud migriert werden, die auch eine Kernkomponente von Metaarc bildet. K5 basiert auf OpenStack und soll sowohl Infrastructure-as-a-Service (IaaS) als auch Platform-as-a-Service (PaaS) abdecken.

Unternehmen, die schon auf eine Cloud-Strategie setzen, sollen mit Metaarc beispielsweise viel einfacher auf wichtige Wachstumstreiber wie Datenanalyse-Tools zugreifen und gleichzeitig ihre Anwendungen und Prozesse mobil machen können. Des Weiteren falle es diesen Unternehmen viel leichter, die Chancen und Herausforderungen des Internets der Dinge zu meistern. Das auch Industrie 4.0 genannte Phänomen verbindet Millionen mobiler Geräte und produziert dabei gigantische Datenmengen, die existierende IT-Landschaften noch viel komplexer werden lassen.

Zentrale Komponente von Metaarc wird »UForge« von der akquirierten Firma UShareSoft

Automatisierungslösung »UForge« erleichtert die Automatisierung von Multi-Cloud-Umgebungen (Bild: Usharesoft)Automatisierungslösung »UForge« erleichtert die Automatisierung von Multi-Cloud-Umgebungen (Bild: Usharesoft)Eine zentrale Komponente für K5 und damit auch Metaarc bildet »UForge« von dem französischen Unternehmen UShareSoft, deren Übernahme Fujitsu ebenfalls letzte Woche auf seiner Veranstaltung angekündigt hat. Die Software erlaube die einfache und automatisierte Überführung bestehender Windows- und Linux-Server mit Middleware und Applikationen auf eine Cloud-Plattform. Uforge unterstützt dabei laut Fujitsu alle wichtigen Cloud-Plattformen, Container und Hypervisoren wie AWS, Azure, VMware, Docker, Apache CloudStack und die Citrix CloudPlatform sowie natürlich auch OpenStack.

»Die digitale Business-Plattform Metaarc ermöglicht es all unseren Kunden, eine ausgewogene Umwandlung ihrer Geschäftsprozesse mit zwei unterschiedlichen Geschwindigkeiten durchzuführen«, erklärt Joel O’Halloran, Senior Vice President, Head of Managed Infrastructure Services und Digital Business Platform, Global Delivery bei Fujitsu. »Während das Kernsystem modernisiert wird, können sie die volle Leistung und Flexibilität genießen, um ihr Unternehmen erfolgreich, sicher und kostengünstig weiterzuführen. Fujitsu reduziert dabei die Risiken und Komplexitäten, die Hybrid-IT durch die Bereitstellung von Cloud-Lösungen mit sich bringt. Außerdem bietet Fujitsu gleichzeitig die Expertise und Services für ‚Fast IT’- und ‚Robust IT’-Systeme, die Cloud-Services auch von anderen Anbietern integrieren.«

Metaarc soll nach Angaben von Fujitsu bereits global verfügbar sein. Die Preise variieren je nach Land und Konfiguration.

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