16.09.2019 (kfr)
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Forrester bewertet Backup-Anbieter neu

  • Inhalt dieses Artikels
  • Newcomer im Aufwind
  • Etablierte verfehlen Anforderungsprofile
  • Ranking in Deutschland sicher anders
  • Data-Resiliency etabliert sich als Schlagwort

Forrester vergleicht in seiner Data-Resiliency-Solutions-Studie im Q3/2019 die Marktführer bei Backup und Recovery in Bezug auf Produktangebot, Marktstrategie und -präsenz (Grafik: Forrester).Forrester vergleicht in seiner Data-Resiliency-Solutions-Studie im Q3/2019 die Marktführer bei Backup und Recovery in Bezug auf Produktangebot, Marktstrategie und -präsenz (Grafik: Forrester).Nachdem IDC kürzlich einen Bericht zur IT-Resilienz vorgelegt hat (wir berichteten), legt Forrester Research nun mit seinem Bericht The Forrester Wave: Data Resiliency Solutions, Q3 2019 nach. Der Report vergleicht die Marktführer bei Backup und Recovery in Bezug auf Produktangebot und Marktstrategie bzw. -präsenz, und konstatiert beachtliche Veränderungen im Markt.

Forrester orientiert ich in der Wave-Darstellung offensichtlich am Magic Quadrant von Gartner und etabliert für seine Version vier Kategorien: marktführende »Leader«, gut positionierte »strong Performer«, marktrelevante Wettbewerber als »Contender« sowie »Challenger« als Herausforderer. Bewertet werden die Anbieter nach gegenwärtigem Produktportfolio und ihrer Marktstrategie bzw. -präsenz. Laut Forrester wurden 40 Kriterien für die Bewertung analysiert.

Newcomer im Aufwind

Nach Forrester und Stand im dritten Quartal 2019 bleibt Commvault der Top-Leader, und konnte seine Position im Vergleich zu zwei Jahren zuvor sogar stärken. Verfolger sind in dieser Reihenfolge und beide neu in der Kategorie Leader Rubrik und Cohesity. Das Startup Rubrik wird in bei der Marktstrategie sogar am besten bewertet. An vierter Stelle als Leader folgt Veeam. Dem Hersteller wird zwar das zweitbeste Produktangebot zuerkannt, die Marktstrategie fällt aber in der Gesamtbeurteilung ab.

Performer nach Forrester sind Veritas, Druva und Actifio. Zur Gruppe der Contender gehören IBM und Micro Focus, Dell EMC bildet das Schlusslicht als einziger Challenger unter den analysierten Top Ten-Anbietern. Allerdings räumt Forrester selbst ein, dass Dell EMC die Teilnahme am vollständigen Evaluierungsprozess abgelehnt habe.

Etablierte verfehlen Anforderungsprofile

Im Vergleich zu 2017 ist signifikant, dass sich mit Rubrik, Cohesity und Druva drei Neulinge in starker Position in den Top 10 etabliert haben, die vor zwei Jahren noch gar nicht erfasst wurden. Neben diesen haben sich lediglich Veeam und der Top-Leader Commvault verbessert.

Zum Teil deutlich herabgestuft wurden dagegen Veritas, Actifio, IBM, HPE/Micro Focus und Dell EMC. Forrester kommentiert die Abwertung einiger etablierter Hersteller damit, dass aktuelle Anforderungen der Anwender nicht ausreichend abgebildet würden. Diese seien zentrale Verwaltung aller Datenquellen, ein umfassendes Policy-Management, leistungsfähige Wiederherstellungsmechanismen und Security-Aspekte.

Ranking in Deutschland sicher anders

Für Deutschland ist die Forrester-Wave allerdings nur bedingt aussagefähig. Commvault ist, vor allem über das Partnergeschäft, natürlich auch bei uns vorne mit dabei. Veritas ist traditionell bei vielen KMUs gesetzt, wie auch Dell EMC mit seinem Networker. Der Aufsteiger der letzten Jahre lautet aber sicher Veeam. Cohesity und Rubrik haben bei uns eher noch einen Newcomer-Status. Acronis sollte in Deutschland sicher genannt werden, wie auch die in Holzkirchen ansässige Software-Schmiede SEP sowie Novastor aus Hamburg.

Data-Resiliency etabliert sich als Schlagwort

Ähnlich wie IDC sieht Forrester die Anforderungen durch die Folgen der digitalen Transformation nicht mehr durch die Begriffe Backup und Recovery abgedeckt, und stützt sich ebenso wie IDC auf den Begriff der Daten-Resilienz. Forrester betont die Notwendigkeit Policy-basierter Speicherprozesse, die Fähigkeit, Daten effektiv wiederherzustellen und vor allem die Sicherheitsaspekte moderner heterogener Infrastrukturen, die neue, übergreifende Lösungen verlange. Vom Anforderungsprofil her ist dies bestimmt richtig, aber für uns sind hierzulande Begriffe wie Data-Resiliency nicht wirklich schön auszusprechen und auch nicht selbsterklärend. Dies gilt aus unserer Sicht auch für den Cyber-Protection-Ansatz von Acronis, der das Beste aus Data-Protection und Cyber-Security kombinieren soll. Wir halten es nicht für zu gewagt, wenn wir behaupten, dass IT-Abteilungen nach wie vor nach einer Backup-/Recovery-Lösung suchen, eventuell auch nach Data-Protection, aber nicht nach den neumodischen Wortkreationen.

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