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Flüssigkeitskühlung: Supermicro kühlt KI-Racks über die Rücktür

Flüssigkeitskühlung: Supermicro kühlt KI-Racks über die RücktürFür dicht bestückte KI- und HPC-Racks erweitert Supermicro sein Flüssigkeitskühlungsangebot um zehn Rücktür-Wärmetauscher. Die Modelle decken laut Hersteller 10 bis 120 kW Kühlleistung pro Tür ab und lassen sich in neue sowie bestehende Rechenzentren integrieren. Auf Rack-Ebene sind in Kombination bis zu 240 kW vorgesehen.

Für Rechenzentren mit steigenden Rack-Dichten nimmt Supermicro zehn Modelle von Rear Door Heat Exchangern (RDHx) in sein DCBBS-Portfolio auf. Die Wärmetauscher werden an der Rückseite eines Racks montiert und führen die Abwärme der IT-Systeme über einen Wasserkreislauf ab. Sie sollen sich eigenständig oder zusammen mit Direct-to-Chip-Kühlungen einsetzen lassen.

Die Kühlleistung reicht nach Herstellerangaben von 10 bis 120 kW pro Tür. Werden zwei entsprechend dimensionierte Einheiten in einer Rack-Lösung kombiniert, gibt Supermicro eine maximale Kühlleistung von 240 kW an. Das Portfolio richtet sich vor allem an dicht bestückte Systeme für künstliche Intelligenz und High-Performance Computing.

Rücktür-Wärmetauscher nehmen die warme Abluft eines Racks auf, bevor sie wieder in den Rechenzentrumsraum gelangt. Dadurch sinkt die Wärmelast für die Raumklimatisierung. Der Ansatz kann vor allem für bestehende Rechenzentren interessant sein, in denen eine vollständige Umstellung auf Direct-to-Chip- oder Immersionskühlung technisch oder wirtschaftlich nicht sinnvoll ist.

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Für Standard- und Open-Rack-Systeme vorgesehen

Die neuen Modelle sind laut Supermicro mit Standard-EIA-Racks sowie Rack-Architekturen nach ORv3 und Nvidia MGX kompatibel. Sie können mit Wechselstrom versorgt oder als Gleichstromvariante an die Sammelschienen eines Racks angeschlossen werden. Angaben zu Rack-Höhen, Abmessungen und Wasserkreisläufen der einzelnen Modelle macht der Hersteller in seiner Ankündigung nicht.

Zur Betriebssicherheit nennt Supermicro eine intelligente Lüftersteuerung, N+1-Redundanz und einen Schutz vor Kondenswasser. Überwacht werden können unter anderem Temperatur, Druck, Durchfluss und Pumpenstatus. Als Schnittstellen und Managementwerkzeuge stehen Redfish, SNMP, ein Web-Interface und der SuperCloud Composer zur Verfügung.

Die Aussage, dass für die Installation keine besondere Kaltwasserversorgung erforderlich sei, bedeutet nicht, dass die Systeme ohne Wasserkreislauf arbeiten. Ein Rücktür-Wärmetauscher benötigt weiterhin einen Kreislauf, der die aufgenommene Wärme abführt. Für die Planung sind daher neben der Kühlleistung auch Vorlauf- und Rücklauftemperaturen, Durchflussmengen und Anschlüsse entscheidend.

Einbindung in komplette Rack-Infrastrukturen

Supermicro bietet die Rücktürkühler auch als Teil seiner Data Center Building Block Solutions, kurz DCBBS, an. Das Konzept kombiniert Server, Netzwerkkomponenten, Stromversorgung, Kühltechnik, Management-Software und Dienstleistungen zu vorkonfigurierten Rack- oder Rechenzentrumslösungen.

Für Betreiber kann diese Bündelung die Abstimmung zwischen IT-Systemen, Rack, Stromversorgung und Kühlung vereinfachen. Gleichzeitig steigt die Abhängigkeit von den unterstützten Komponenten und Services des Anbieters. Vor einer Entscheidung sollten deshalb neben der Kühlleistung auch Anschlussbedingungen, Redundanz, Wartungszugang und die Einbindung in das vorhandene Gebäude- und Infrastrukturmanagement geprüft werden.