09.05.2017 (eh)
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Dell EMC World 2017: kompletter Referesh des Storage-Portfolios

  • Inhalt dieses Artikels
  • Dell EMC World 2017: kompletter Referesh des Storage-Portfolios
  • Neues All-Flash-Highend-Array »VMAX 950F«
  • Neue Generation »XtremeIO X2« hat Copy-Data-Management integriert
  • Midrange erweitert mit neuen »Unity«- und »SC Serie«-Modellen
  • Isilon-Scale-Out-NAS überrascht mit All-Flash-Lösung
  • Neue Dell EMC Services zur Datenmigration

Die Ankündidungen des ersten Tages auf der »Dell EMC World 2017« in Las Vegas (Bild: speicherguide.de/Dell EMC)Die Ankündidungen des ersten Tages auf der »Dell EMC World 2017« in Las Vegas (Bild: speicherguide.de/Dell EMC)Insgesamt 18 Ankündigungen macht Dell EMC auf ihrer derzeit in Las Vegas tagenden »Dell EMC World 2017«. Das Gros davon – wie könnte es anders sein – im Storage-Segment. Das komplette Portfolio wurde überholt, und die ganz große Klammer heißt Flash. Es beeinflusst die Datacenter nach wie vor massiv. Die zweite große Klammer heißt Cloud – und bei dem neuen »VxRail«-Hyperkonvergenz-System kündigt Dell EMC parallel überraschend ein aggressives Cloud-Pricing-Modell an.

Die Muttergesellschaft Dell Technologies will wohl offensichtlich nicht nur eine Technologieführerschaft, sondern zugleich eine Preisführerschaft. Anscheinend kupfert man das Preisgestaltungsmodell von Intel ab, das nicht auf maximalen Gewinn ausgerichtet ist, sondern immer dann die Preise senkt, wenn die Konkurrenz zu stark werden droht. Rechtzeitige Margenverknappung hält den Mitbewerb auf Distanz.

Selbst Unternehmenschef Michael Dell räumte ein, dass man dieses Cloud-Pricing-Modell kaum durchführen könnte, wenn man noch an der Börse gelistet wäre, und auf kurzfristige Quartalsergebnisse schauen müsse. Ganz süffisant meintte Michael Dell: »Ich wünsche den börsennotierten Wettbewerbern noch viel Spass damit.«

Neues All-Flash-Highend-Array »VMAX 950F«

Doch jetzt zu Highlights in Kürze des neuen Storage-Portfolios. Im Highend gibt es mit dem All-Flash-Modell »VMAX 950F« ein neues Flaggschiff. Mit einer im Vergleich zur Vorgängerversion um 68 Prozent höheren Leistung und um 30 Prozent schnelleren Antwortzeiten (6,7 Millionen IOPS für Random Read Hits, 350 Mikrosekunden Antwortzeiten für OLTP) dürfte Array einen neuen Maßstab für die All-Flash-Speicherleistung setzen. Das VMAX 950F soll selbst unter realen Bedingungen bis zu vier Mal schneller als der nächstbeste Mitbewerber.

Das VMAX 950F Array nutzt brandaktuelle Intel-CPUs mit Softwareerweiterungen. Unternehmen sollen damit ihre benötigten Speicherkapazitäten verlässlich – und das gilt für offene Systeme, Mainframes, »IBM System i« und Dateiarbeitslasten – auf eine einheitliche Plattform konsolidieren können. Dabei werde bei der gleichen Leistung wie die Vorgängerversion 25 Prozent weniger Platz benötigt.

Das neue VMAX-950F-Array bietet die gleichen Daten-Services wie die anderen Mitglieder der VMAX-All-Flash-Familie – einschließlich SRDF (Symmetrix Remote Data Facility), D@RE (Data At-Rest Encryption), Non-Disruptive-Migration und Inline-Datenkomprimierung. Dell EMC spezifiziert eine Verfügbarkeit von »mehr als sechs Neunen« womit das Array zu einer idealen Plattform zur Konsolidierung von Mission-Critical-Applikationen avanciere.

Neue Generation »XtremeIO X2« hat Copy-Data-Management integriert

XtremeIO wurde speziell für Always-On-Inline-Daten-Services entwickelt. Mit »XtremeIO X2« hat Dell EMC eigenen Angaben zufolge die Stärken der Vorgängerversion weiter ausgebaut, das Softwaredesign weiter verbessert und die Leistungsfähigkeit der Hardware gesteigert. XtremeIO gilt als ideale Plattform für Arbeitslasten, die von Deduplikation und dem integrierten Copy-Data-Management (iCDM) bei umfangreichen Anwendungsszenarien wie VDI sowie Entwicklungs- und Testumgebungen profitieren.

Die neue Version bietet bis zu 80 Prozent niedrigere Antwortzeiten sowie eine 25 Prozent höhere Datenreduktion und unterstützt damit zweimal mehr Kopien beim iCDM. XtremeIO X2 wurde laut Dell EMC im Hinblick auf eine höhere Effizienz bezüglich Speicherkapazitäten sowie All-Flash-Leistung zu einem Drittel des Preises der Vorgängerversion entwickelt. X2 bietet sowohl drei Mal mehr Kapazitäten pro X-Brick als auch eine neue mehrdimensionale Skalierbarkeit, die von 7 TByte bis zu 138 TByte pro X-Brick reicht, wobei ein Scale-out von bis zu acht X-Bricks möglich ist. Schließlich bietet X2 eine effektive Kapazität von 5,5 PByte und eine Kapazitätsdichte von effektiv mehr als 100 TBytte pro Rack.

Midrange erweitert mit neuen »Unity«- und »SC Serie«-Modellen

Das neue Unity-All-Flash-System soll sich in weniger als zehn Minuten installieren lassen (Bild: Dell EMC)Das neue Unity-All-Flash-System soll sich in weniger als zehn Minuten installieren lassen (Bild: Dell EMC)

Bei der vor einem Jahr erstmals vorgestellten Unity-Plattform gibt es jetzt vier neue Modelle: 350F, 450F, 550F und 650F. Das Topmodell wurde hierbei aufgebohrt von einem 2U- zu einem 3U-System mit 80 Laufwerken eine effektive Speicherkapazität von 500 TByte. Unity ist vor allem konzipiert für Block- sowie File-Daten. Die neuen Modelle stellen ein viermal größeres File-System mit Inline-Dateikompression, iCDM mit Snapshot-Mobility und einen einfacher abgebildeten RAID-Schutz bereit. Unterstützt wird über KMIP (Key Management Interoperability Protocol) ein externes Schlüsselmanagement.

Darüber hinaus bietet Unity eine acht Mal höhere Speicherdichte und eine acht Mal effizientere Kapazität des Filesystems als die Vorgängerversion. Die neuen Modelle sollen lassen in weniger als zehn Minuten installieren sich; das ist 33 Prozent schneller als die vorangegangene Generation.

Im Segment der Einstiegsmodelle gibt es jetzt das Storage-Array SC5020, das vor allem als hybride Midrange-Lösungen für Block-Arbeitslasten positioniert wird. Das neue Modell ist der Nachfolger des populären SC4020-Arrays und bietet im Vergleich zum Vorgängermodell in einem 3U-Format mit 30 internen Festplattenschächten, Dual-Controllern, Fibre-Channel- und iSCSI-Ports sowie einer Direct-Attached-SAS-Konnektivität bis zu 45 Prozent mehr IOPS, zwei Mal mehr Kapazität (2 PByte) und eine dreifache Bandbreite. Integriert sind Datenservices wie automatische Datenprogression sowie intelligente Deduplikation und Kompression.

Isilon-Scale-Out-NAS überrascht mit All-Flash-Lösung

Auch das Marktsegment für unstrukturierte Daten profitiert vom Einsatz eines All-Flash-Systems. Konkurrent Pure Storage macht es gerade mit ihrem »FlashBlade«-System vor, dass dafür ein Markt existiert.

Und dafür ist die neue Generation horizontal skalierbarer Isilon-NAS-Speicherlösungen auf Basis der Infinity-Architektur konzipiert. Die neue Generation umfasst All-Flash-, hybride und Archivierungskonfigurationen, die sich zum Einsatz mit File-Applikationen in Branchen wie Medien und Unterhaltung, Biowissenschaften und Finanzdienstleistungen eignen.

Mit der Infinity-Architektur bietet die Isilon-Plattform eine Skalierbarkeit, die im Vergleich zur aktuellen Isilon-Version sechs Mal mehr IOPS erzielt, einen elfmal so hohen Durchsatz erreicht und eine doppelt so hohe Kapazität bereitstellt. Im Vergleich zum nächstbesten Mitbewerber – den Dell EMC nicht nennt, gemeint dürfte allerdings Pure Storage sein – erreicht Isilon neunmal so viel IOPS, achtzehn Mal mehr Durchsatz und einundzwanzig Mal so viel Kapazität. Mit dem modularen Design können Kunden abhängig von ihrem Bedarf die Leistung und Kapazität ausbauen.

Darüber hinaus erlaube die ultradichte Isilon-Plattform, die Rechenzentrumseffizienz um bis zu 75 Prozent zu steigern und die Ausgaben für die Energieversorgung, die Kühlung sowie den Platzbedarf von Rechenzentren deutlich zu reduzieren. Ebenso wie die Vorgänger wird auch die neue Generation von Isilon-Systemen vom Betriebssystem »Isilon OneFS« angetrieben. Die neuen Isilon-Systeme lassen sich nahtlos mit vorhandenen Isilon-Clustern integrieren oder als neuer Cluster einsetzen.

Neue Dell EMC Services zur Datenmigration

Dell EMC bietet ab sofort »Intelligent Data Mobility« 2.0 (IDM) an – eine plattform- und herstellerunabhängige Methodologie zur Datenmigration, mit der Kunden zu niedrigeren Kosten und mit einer minimalen Beeinflussung von Applikationen und Daten eine kürzere Amortisationszeit erzielen sollen. Abhängig von den jeweiligen geschäftlichen und technischen Anforderungen eines Kunden könne Dell EMC somit ein Projekt auf Basis standardisierter Verfahren umsetzen. IDM ist in drei Größen verfügbar, abhängig davon, ob es sich um eine technische Aktualisierung oder eine Datenmigration handelt.

»Allein die technischen Werte sind schon beeindruckend«, sagt André M. Braun, Director Primary Storage Germany bei Dell EMC, »was aber noch mehr zählt ist, dass Unternehmen aller Größen, mit jedem Budget und in allen Stadien der IT-Transformation von der Leistungsfähigkeit der Speicherlösung profitieren und ihr Unternehmen weiter voranbringen können.«

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