Anzeige

Autonomy kauft Digitalsparte von Iron Mountain

Der über viele Jahre erfolgte millionenschwere Einstieg von Iron Mountain ins Digital-Geschäft ist letztendlich nicht von Erfolg gekrönt. Das Unternehmen hat sich nun entschlossen, ihre Digitalsparte zu verkaufen. Im Einzelnen handelt es sich um die Lösungen für Online-Backup und -Recovery (»Connected Backup«), digitale Archivierung sowie eDiscovery. Käufer ist das britische Infrastruktur-Softwarehaus Autonomy, das 380 Millionen US-Dollar in bar dafür hinlegt.

Iron Mountain stieg vor zehn Jahren ins digitale Geschäft ein – eine naheliegende Erweiterung des Hardware-Servicesportfolios –, um entsprechende Kundenanforderungen abzudecken. Doch das Digital-Geschäft änderte sich schneller, als es das Unternehmen aus seiner Archivierungssparte gewöhnt war. »Rasche Veränderungen im Marktumfeld führten in jüngster Zeit zu zahlreichen Herausforderungen für diesen Geschäftsbereich«, heißt es seitens des Unternehmens.

Anzeige

Software-Escrow-Geschäft behält Iron Mountain

Im Herbst vergangenen Jahres begann das Unternehmen mit einer strategischen Revision seines digitalen Geschäfts. Das Ergebnis war, dass weitere Investitionen in die technologische Entwicklung angesichts der angestrebten Rentabilität nicht möglich sind. Deshalb sollten strategische Alternativen für das digitale Geschäft in Betracht gezogen werden, die auch einen Verkauf der Digitalsparte mit einschloß.

Die Transaktion soll voraussichtlich innerhalb von etwa 45 bis 60 Tagen abgeschlossen werden. Iron Mountain wird sein Software-Escrow-Geschäft weiterführen, das derzeit Bestandteil des Segments »Worldwide Digital Business« ist, sowie weitere technische Services, darunter die Digital-Record-Center für digitale Dokumente, Bilder und medizinische Bilddaten.

Autonomy erhält dadurch rund 6.000 neue Kunden mit rund 6 PByte Daten under Management. Autonomy blickt dadurch auf nunmehr 25 PByte in einer Private-Cloud verwaltete Daten sowie mehr als 25.000 Kunden.

.