22.07.2014 (ubr)
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Atlantis tauscht CEO trotz Rekordhalbjahr

  • Inhalt dieses Artikels
  • Atlantis will mit Neu-CEO mehr Fahrt aufnehmen
  • Investitionsgelder von 35 Millionen US-Dollar in zehn Jahren
Jason Donahue, CEO, Atlantis Computing
Jason Donahue, CEO, Atlantis Computing
Wie auch beim Fußball üblich, wird der Kopf eines Teams bekanntermaßen bei schlechten Leistungen des Vereins zur Tür komplimentiert. Das ist in der IT nicht anders. Bei Atlantis Computing hingegen erfolgte nun ein CEO-Tausch trotz eines rekordverdächtigen ersten Halbjahres: Für den seit fünf Jahren im Amt agierenden Bernard Harguindeguy kommt nun Jason Donahue, der zudem auch die Position des Präsidenten einnimmt, und zugleich ins Board berufen wird.

Donahue ist kein Unbekannter in der Industrie. Als CEO war er bereits bei Vertex, einem IT-Service-Provider für nordamerikanische Versorgungsbetriebe, beim Softwarespezialisten Acronis sowie bei ClearApp (jetzt Oracle), Ejasent (jetzt Veritas/Symantec) und TeleComputing tätig.

Atlantis will mit Neu-CEO mehr Fahrt aufnehmen

Donahue übernimmt das Unternehmen zum wohl bestmöglichen Zeitpunkt, denn Atlantis konnte in den letzten zwölf Monaten ein Zuwachs seiner Bestellungen um 80 Prozent verbuchen. Der VDI-Spezialist sieht den Grund für das stetige Wachstum in der steigenden Kundenzahl seiner VDI-Lösung sowie in der Adaption seiner neuen Software-defined Plattform »USX«.

Atlantis konnte somit 100 Neukunden und über 60 neue Partner gewinnen und mit letzteren eine Erweiterung seiner globalen Abdeckung in der Vertriebsstruktur erreichen, unter anderem mit Ingram Micro (Nordamerika), Miel (Frankreich), Olly (Russland), Prianto (Niederlande), Mindwave (Naher Osten) und TrackITOnline (Australien und Neuseeland).

Warum also der neue Kopf fürs Unternehmen? Atlantis Computing hat sich über die Jahre vor allem mit seiner Lösung für VDI-Umgebungen etabliert, sieht aber nun das deutlich größere Potenzial des Software-defined-Storage-Markts. Raus aus der Nische, und hin zum Markt-Mainstream, scheint die Devise und das verlangt nach neuen Strukturen, neuen Prozessen und aggressiveren Marktstrategien zu sein. Und hier kommt nun Donahue zum Zug, denn der versteht sich bestens auf die Neuausrichtung und den Aufbau von Organisationen. Atlantis erwartet, dass er die Neupositionierung ebenso vorantreibt wie das Wachstum. Wohin sich Bernard Harguindeguy hin verabschiedet ist nicht bekannt. Er bleibt allerdings als Board-Mitglied mit dem Unternehmen verbunden.

Investitionsgelder von 35 Millionen US-Dollar in zehn Jahren

Gegründet wurde das Unternehmen 2004, unter anderem von Chetan Venkatesh, CTO bei Atlantis, der zudem auch eigen Finanzmittel zur Verfügung stellte. Insgesamt kamen in der A- und B-Runde rund fünf Millionen US-Dollar zusammen. Zu den Investoren gehören zum Beispiel Partech Ventures, Cisco und El Dorado Ventures. In der C-Runde im Juli 2010 konnte die Firma zehn Millionen US-Dollar einfahren, und in der D-Runde im Mai 2013 brachte man 20 Millionen US-Dollar auf. In einem früheren Statement sagte Ex-CEO Harguindeguy, dass die Firma in den letzten vier Jahren das Geld nicht »verbrenne«, sondern dass quasi die Kunden das Unternehmen stützen. Das heißt, der Umsatz wird tatsächlich genutzt, um die Firma aufzubauen und schnellstmöglich in den schwarzen Zahlenbereich zu bringen.

Wahrscheinlich soll Donahue das Wachstum signifikant steigern, zumindest die derzeitige Taktrate erhöhen, auch ein Börsengang wäre denkbar. Beschaut man sich die Historie des Neu-CEO, so hängt aber auch durchaus das Wort Akquisition im Raum. Denn neben einem Börsengang als CEO verzeichnet Donahue auch drei Firmenaufkäufe unter seiner Ägide in seiner Biographie.


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