19.02.2013 (eh)
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TIM: »Cloud-Konnektoren werden regelmäßig nachgefragt«

Wenn Unternehmen an Cloud-Storage denken, denken sie in erster Linie an das Backup von Server-Daten, sagt IDC. speicherguide.de sprach mit Guido Ockenfels, Managing Consultant beim Value-Added-Distributor TIM, ob der BYOD-Trend das Backup-Verhalten beeinflusst, wie weit es mit Backup-to-the-Cloud in der Praxis schon bestellt ist, und auf was Administratoren möglicherweise achten sollten.

Durch den BYOD-Trend (Bring Your Own Device) nimmt der Einsatz von mobilen Endgeräten in Unternehmen rasant zu. Welche Backup-Trends sehen Sie durch die Entwicklung im Mobility-Bereich für 2013?

Guido Ockenfels, Managing Consultant, TIM
Guido Ockenfels, Managing Consultant, TIM
Ockenfels: Bei einer vorhandenen Backup-Strategie, die alle Geräte umfasst, dürfen auch mobile Endgeräte nicht außer Acht gelassen werden. Wie dies konkret gelöst wird, hängt im Wesentlichen davon ab, ob die Geräte der Firma oder dem Mitarbeiter gehören. Bei letzterem sollte ein regelmäßiges Backup der Daten auf dem Gerät durch den Mitarbeiter zur Auflage gemacht werden.

Besteht nicht im Mobility-Bereich die Möglichkeit, dass eher Apps die Backup-Funktion einnehmen? Oder werden sich die Backup-Zuständigkeit die Administratoren im Rahmen eines Mobility-Device-Managements nicht aus der Hand nehmen lassen?

Ockenfels: Die Möglichkeit, Backups durch geeignete Apps regelmäßig durchführen zu lassen, besteht sicherlich. Bei einem (aus Firmensicht) korrekten MDM läge die Zuständigkeit – zumindest für die dienstlichen Daten – quasi automatisch bei dem jeweiligen Administrator.

Glauben Sie, dass die Cloud – und damit beispielsweise auch Backup-to-the-Cloud – in den Unternehmen 2013 ankommen wird?

Ockenfels: Ich glaube, dass die Datenablage und -verwaltung aller Daten, die »nur« indirekt mit den Geschäftsprozessen zu tun haben (Backup, Archivierung, etc.) ein Türöffner für Cloud-Lösungen ist. Schon jetzt beziehen die meisten IT-Verantwortlichen bei Neu- und Umplanungen in den oben genannten Bereichen Cloud-Lösungen mit in ihre Überlegungen ein.

Auf welche Entwicklungen sollten hierbei kleinere und mittelständische Unternehmen (KMUs) besonders achten?

Ockenfels: Die Effizienz einer Cloud-Lösung ist von mannigfaltigen Faktoren abhängig, die es schwer machen, hier eine pauschale Aussage zu treffen.

Wenn ein Unternehmen auf Online-Backup oder auch auf Archivierung in der Cloud setzt, dann dauert das Überspielen aller Unternehmensdateien zunächst sehr lange. Wie sieht ihre Strategie aus, dass solche großen Datenmengen schneller in das externe Rechenzentrum kommen?

Ockenfels: Hier gibt es mehrere Strategien, die einzeln oder in Kombination eingesetzt werden können: vom einfachen Abwarten der langen Übertragungszeit über die Versendung von lokal gesicherten Daten auf Festplatte oder Tape zum Cloud-Anbieter; und selbstverständlich der Einsatz von Datendeduplizierungsmechanismen, um die zu sendende Datenmenge zu reduzieren.

Was für eine Art von Wiederherstellung können Anwender bei Cloud-Backups erwarten?

Ockenfels: Ziel von Cloud-Backups und -archivierungen sind im wesentlichen a) das langfristige Aufheben von Daten, und b) die Sicherung von Daten für den Fall eines Desaster-Recoverys. Im Hinblick auf die Wiederherstellung ist a) selten zeitkritisch, b) allerdings schon. Für ein schnelles Desaster-Recovery ist deshalb eine sehr gute Anbindung an den Cloud-Anbieter (eventuell auch ad-hoc buchbar) notwendig.

Was tun Sie, bzw. was können Anwender tun, um im Falle eines Falles das Recovery aus Cloud-Backups zu beschleunigen?

Ockenfels: Im Grunde können hier dieselben Methoden eingesetzt werden wie bei der initialen Übertragung des Datenbestandes in die Cloud: Abwarten, Transport von Speichermedien, Deduplizierung.

Werden Cloud-Konnektoren von den Anwender nachgefragt, bzw. welche Cloud-Konnektoren unterstützen Sie in Ihren Anwendungen?

Ockenfels: Konnektoren von »Standard«-Backup- und Archivierungssoftware in die Cloud werden regelmäßig angefragt. Da die von uns vertriebenen Produkte die verschiedensten Konnektoren zu den unterschiedlichsten Cloud-Anbietern unterstützen, würde eine Auflistung hier den Rahmen sprengen.

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