19.09.2014 (Doc Storage)
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Wie beeinflusst die Cloud die Datensicherungsstrategie?

Leserfrage: Was wird der nächste Schritt in der Datensicherung sein? Auf die (anhaltende) Verkürzung des Backup-Fensters und Beschleunigung des Recovery, folgten Dedup und die Integration virtuellen Umgebungen. Nun hält die Cloud in verschiedenen Ausprägungen Einzug in die Unternehmen, welche Auswirkungen hat dies auf die Datensicherungsstrategie? Worauf gilt es zu achten?

Antwort Doc Storage:

Das Problem der verkürzten oder nicht mehr vorhandenen Sicherungsfenster ist nicht neu – es existiert bereits seit dem Beginn des letzten Jahrzehnts. Es wird »klassisch« mit lokalen Repliken in den Speichersystemen gelöst, welche parallel zu den produktiven Volumen als weitere RAID-Kopie beschrieben werden. Bei Bedarf werden die schreibenden I/Os kurz angehalten, alle noch im Cache vorhandenen zu schreibenden Daten auf den Datenträgern abgelegt, die Replik »abgehängt« und mit den dann aktuellen und integren Daten dem Backup-Server zur Verfügung gestellt. Viele Anwender fertigen parallel zwei Repliken an – eine für das beschriebene Backup, eine weitere zum schnellen Restore im Bedarfsfalle.

Eine Cloud hilft bei diesen Verfahren nicht wirklich – ist diese doch meistens außerhalb des eigenen Netzes über Netzwerke erreichbar und damit einfach nicht leistungsfähig genug, um die täglichen Verfahren zu beschleunigen. Lokale, also private Clouds ändern dies Verfahren auch nicht, da auch hier der Bedarf nach integren Daten vorhanden ist und daher ebenfalls mit den beschriebenen Schritten gearbeitet werden muss.

Die Strategie des Backups hat sich nicht geändert und wird sich auch nicht so schnell ändern. Viele Anwender fordern immer noch einen Medienbruch zwischen Speichersystem und Backup, so dass hierfür weiterhin dedizierte Sicherungssysteme zum Einsatz kommen müssen, also entweder Bandbibliotheken oder aber Backup-to-Disk-Arrays. Die Art der Datenspeicherung in einer Cloud ist keine andere als auf normalen lokalen oder Netzwerkspeichern, der Bedarf nach Sicherung integrer, also »geschlossener« Daten ist hier wie da gegeben. Somit wird sich lediglich der Ort, aber nicht die Vorgehensweise für das Backup ändern.

Gruß
Doc Storage

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Kommentare (2)
20.09.2014 - Godwin

Unternehmensdaten in die Public Cloud zu sichern, geht gar nicht!

20.09.2014 - LHL

Zusätzlich gilt es zu beachten, wenn man vorher mit seinen Daten die Gebäude- oder Campusgrenzen nicht verlassen hat, sich über Verschlüsselung der Daten Gedanken zu machen. Auf den entsprechenden Konferenzen spricht man dabei gerne von den "Kronjuwelen" des Unternehmens, deren Inhalt man nicht mal eben mit einer offen lesbaren Postkarte verschicken würde. Da die Datensicherung in einer public Cloud idR. aus dem Internet erreichbar ist, ist sie auch aus dem Internet angreifbar. Gelegentlich ist es Kriminellen in der Vergangenheit gelungen, Cloud-Dienstleister zu hacken, was zu Datenverlusten der Kunden geführt hat. Wenn man also seine Daten unbedingt in eine public Cloud sichern will, sollte man in Betracht ziehen, mit 2 voneinander unabhängigen Providern zu arbeiten.


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