13.05.2016 (Doc Storage)
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Was sind NVDIMMs?

Leserfrage: Künftig sollen NVDIMMs (Non-Volatile-DIMMs) eine Brücke zwischen DRAMs und Flash-Speicher bilden. Wie soll das funktionieren? Anscheinend gibt es auch verschiedene Ansätze. Worin bestehen die Unterscheide und wird die Technik in Konkurrenz zu Intels 3D-Xpoints treten?

Antwort Doc Storage:

NVDIMMs sollen den Hunger nach immer schnelleren Speichermöglichkeiten in Rechnern befriedigen und gleichzeitig mit altbekannten Nachteilen batteriegestützter bzw. flüchtigen RAM-Techniken aufräumen. Um die in ihnen gespeicherten Daten zu erhalten, wurden Standard-DIMMs bereits seit Jahren mit einer Batterie ausgestattet und verloren so auch bei Verlust der Versorgungsspannung nicht ihren Inhalt, beispielsweise bei der Verwendung als Cache auf RAID-Controllern. Dieser Vorteil, der allerdings nur wenige Tage vorhielt, wurde mit schweren Nachteilen in der Wartung und Entsorgung erkauft, enthielten die meisten Lösungen doch Schwermetalle und andere nicht mit der RoHS zu vereinbarende Stoffe.

Die meisten NVDIMMs sind auf NAND-Flash aufgebaut und finden zur Zeit entweder auf Cache-Controllern oder in In-Memory-Processing-Systemen Verwendung. Zwar gibt es bereits Lösungen auf DDR3-Basis, momentan gibt es allerdings die meisten Bestrebungen zur Standardisierung auf DDR4-Basis.

Die meisten Experten und Hersteller sehen NVDIMMs als Zwischentechnologie auf dem Weg zu nichtflüchtigen Standardspeichern zur universellen Verwendung. Vielleicht räumen die dann aufkommenden Lösungen endlich mit dem Schrecken des Datenverlustes bei Stromausfall auf und nötigen uns in nicht allzu ferner Zukunft nicht mehr, tonnenschwere und zigtausende teure USVs in den Rechenzentren verbauen zu müssen.

Aktuell werden drei Ansätze diskutiert, NVDIMM-F, NVDIMM-N und NVDIMM-P. Letztgenannter hat den Vorteil, dass sich der Speicher als Byte oder als Block adressieren lässt. Gegenüber dem von Intel präferierten 3D-Xpoints sind NVDIMMs JEDEC spezifiziert.

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