08.12.2017 (Doc Storage)
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Was ist Persistent-Memory?

Leserfrage: Der Begriff Persistent-Memory taucht vermehrt auf. Stellt sich die Frage, was ist das eigentlich genau? Für welchen Einsatzzweck ist der Speicher gedacht und gibt es schon praktische Erfahrungswerte? Sollte oder muss man sich damit befassen?

Antwort Doc Storage:

Persistent-Memory soll die Geschwindigkeit von Hauptspeichern mit den Methoden bisheriger Speichersysteme verbinden und verspricht so die vielfache Verarbeitungsgeschwindigkeit unter Beibehaltung bisheriger Verwaltungs- und Handling-Methoden. Durch die direkte Nutzung von CPU-Instruktionen und die direkte Anbindung an die Rechnerarchitektur sowie die Nutzung von DRAM-Speichern wird diese vielfache Leistung erreicht. Um die sonst hier auftretende Gefahr von Datenkorruption durch Verlust von Metadaten zu vermeiden, arbeitet Persistent-Memory mit ähnlich abstrakten Speicherformen wie Dateisystemen, in denen Namen bestimmten gespeicherten Abschnitten zugeordnet werden. Wie in anderen Speichersystemen auch werden diese Methoden zur Benennung und Allokation gespeicherter Informationen verwendet.

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Darüber hinaus kann Persistent-Memory Daten ohne Refresh wesentlich länger halten als herkömmliches DRAM. Momentane Lösungen bieten entweder Flash-Speicher an der PCIe-Schnittstelle, die vor allem das NVMe-Protokoll nutzen, oder aber DRAM/Flash-Geräte, die den Speicherbus des jeweiligen Rechners direkt nutzen, meist im NVDIMM-Format.

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Doc Storage

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