29.08.2014 (Doc Storage)
3.5 von 5, (10 Bewertungen)

Object-Storage – schon reif?

Leserfrage: Immer mehr Unternehmen kündigen Object-Storage-Lösungen an. Aber wie marktreif ist die Technik wirklich? Vor allem in Verbindung mit kapazitätsoptimierenden Maßnahmen wie (Inline-)Deduplizierung, Datenkompression und Netzwerkoptimierung. Gibt es da nicht noch etliche Herausforderungen zu meistern? Und was ist mit Standards – zeichnet sich etwas ab?

Antwort Doc Storage:

Zunächst einmal sind objektorientierte Speichersysteme nichts neues. EMC »Centera« und andere sind inzwischen zehn Jahre im Markt, ihre Funktionen ausgereift und zuverlässig. Allen Lösungen zu eigen ist allerdings momentan die proprietäre Art, Metadaten zu erzeugen und die Daten so wieder auffindbar zu machen.

Somit schließen sich alle Kunden, die momentan zu solchen Lösungen greifen, einer Herstellerlösung an. Damit wird jeder Systemwechsel und die damit einhergehende Migration zum Bastel- und Geduldsspiel.

Anzeige
Für die Zukunft und damit (wahrscheinlich) für Software-Defined-Lösungen wird das wahrscheinlich anders aussehen. »Open Stack« und andere Lösungen bieten offene Standards zur Metadatenerzeugung, so dass sich die benötigten Dateisysteme und die dort gespeicherten Informationen ohne die bisherigen Einschränkungen von einer Plattform auf eine andere migrieren lassen. Aber wie gesagt, in der Zukunft. Momentan zeigen alle Entwicklungen auf diesem Sektor in diese Richtung, allerdings ist hier noch ein gewisser Entwicklungs- und Standardisierungs-Aufwand gefordert. Dies stellt weniger ein technisches als vielmehr ein politisches Problem dar, müssen sich die Hersteller bisheriger proprietärer Systeme doch gedanklich von ihren Geldmaschinen verabschieden.

Ich schätze, dass wir im Laufe des kommenden Jahres erste brauchbare Lösungen auf Basis von Open Stack sehen werden. Natürlich gibt es auch noch andere Initiativen, allerdings ist die hier genannte die vielversprechendste und damit auch diejenige, die die ersten Ergebnisse zeigen wird.

Gruß
Doc Storage

Stellen Sie Ihre Frage
Doc. tec. Storage beantwortet alle Ihre technischen Fragen zu Storage, Backup & Co.

Stellen Sie Ihre Frage an: DocStorage@speicherguide.de

Mehr von Doc. tec. Storage 05.06.2020 Daten-Crash beim Kopieren zwischen zwei NAS-Systemen

Ein Leser wollte Daten von einem in die Jahre gekommen NAS-System auf ein Neues überspielen. Der Windows-Explorer entpuppte sich allerdings als kein zuverlässiges Kopierwerkzeug für große Datenmengen. Es kam zum Daten-Crash, inklusive einem beschädigtem Dateisystem. Doc Storage sieht bestenfalls eine minimale Chance, die Daten wiederherzustellen.


29.05.2020 Ein RAID ersetzt kein Backup

Im NAS-System einer unserer Leser ist eine HDD ausgefallen. Während des Rebuilds auf eine neue Festplatte kommt es zum Supergau und es fällt auch die zweite der beiden ursprünglichen RAID-1-Platten aus. Der Nutzer hatte diese Konfiguration extra aus Gründen der Datensicherheit gewählt. Da bleibt Doc Storage leider nur eine Antwort: Ein RAID ersetzt kein Backup.


15.05.2020 Doc Storage: »Ich vermisse den Gegenwind«

Doc Storage ist fassungslos, fast sogar ein kleinwenig sprachlos. Na ja, nicht ganz, Sie kennen ihn ja. Nachdem er den Einfluss der Coronakrise auf die IT ausführlich und aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet hat, inklusiver einiger steiler Thesen, ist es ihm hier eindeutig zu ruhig. Da hatte er sich mehr Gegenwind erwartet. Liebe Leser, unser Doc hat Ihnen etwas zu sagen…


08.05.2020 HPC-Speicher: schnell & sicher schließen sich meist aus

Doc Storage nimmt sich in seiner Kolumne unter anderem die HPC-Studie von Hyperion Research vor. High-Performance-Computing hat aus seiner Sicht klar den Auftrag schnell zu sein. Die von den Marktforschern geforderte Ausfallsicherheit, wäre kein Problem, wenn die Firmen genug Geld ausgeben würden. Ansonsten gehe ein Mehr an Sicherheitsmaßnahmen immer zu Lasten der Leistung.


30.04.2020 Cloud vs. On-Premises: Wichtige Daten nur inhouse speichern

Wer daran denkt, wichtige Daten in die Cloud auszulagern, sollte sich nicht fragen, wie hoch die Einsparungen gegenüber On-Premises ausfallen, sondern was es kosten wird, sollten die Daten kompromittiert werden. Der Cloud-Act ist zwar eine reale Gefahr, letztendlich ist aber jeder halbwegs begabte Hacker eine Bedrohung. Laut Doc Storage kann der Rat daher nur lauten: »Behalten Sie Ihre Daten inhouse mit maximalen Sicherheitsvorkehrungen«.


24.04.2020 Corona/IT Teil 3: Die Zeit nach Corona: Ein Blick in die Zukunft

Wann auch immer die Einschränkungen aufgehoben werden, es wird eine Zeit danach geben. Und darin ist sich Doc Storage sicher, naja, er hofft es, es wird vieles nicht mehr so sein wie vorher. Möglicherweise stellen Firmen fest, dass es mit weniger Hard- und Software genauso gut geht, ohne externe Berater und einem wesentlich geringeren Budget. Und die Ersparnis darin liegt, die IT vor allem intern zu regeln.

powered by
Zadara Itiso GmbH
Fujitsu Technology Solutions GmbH Infortrend
N-TEC GmbH FAST LTA
Folgen Sie speicherguide.de auch auf unseren Social-Media-Kanälen
Folgen Sie und auf Facebook Folgen Sie und auf YouTube Folgen Sie und auf Twitter