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Im Interview: Hitachi Data Systems

Uwe Angst, Business Manager NAS, Hitachi Data Systems

Mit NAS-Systemen können IT-Manager ihren Netzwerkanwendern mit einem relativ moderaten Aufwand schnell mehr Speicherplatz offerieren. Preiswerte SATA-Platten erlauben immer kompaktere Produkte mit hohen Kapazitäten.
Wir sprachen mit Uwe Angst, Business Manager NAS bei Hitachi Data Systems, über den Markt und die künftige Entwicklung.

Wie sehen Sie aktuell den Markt für NAS-Systeme? Wer ist im Business-Umfeld der typische NAS-Käufer, welches die Einsatzgebiete?

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 Uwe Angst 
Uwe Angst
Angst: Der Markt für Network-Attached-Storage (NAS) entwickelt sich sehr positiv und wächst wesentlich schneller als der Markt für Storage-Area-Network (SAN), wobei sich der Midrange-Bereich für NAS nochmals stärker entwickelt als Highend-Lösungen.
Den typischen NAS-Kunden sehen wir übrigens nicht, dies hat mit der Flexibilität unseres NAS-Ansatzes zu tun: Abhängig von der Unternehmensgröße können Anwender zum Beispiel Fachabteilungen, Manager Data Center oder auch – bei dezidierten Anwendungen – verantwortliche Line-of-Business-Manager sein. Ebenso variieren die Einsatzgebiete. Neben dem klassischen Konsolidierungsansatz von Servern und NAS-Systemen sind dies die Bereiche Server-Virtualisierung, High-Performance-Computing (HPC) oder Oracle Real-Application-Cluster (RAC).

Worauf sollten speziell kleine und mittelständische Unternehmen bei der Anschaffung eines NAS-Servers achten? Welches sollten die vorrangigsten Entscheidungskriterien sein? Was zeichnet ein gutes NAS-System aus? Welche Fehler werden häufig beim Kauf gemacht?

Angst: Es gibt einige zentrale Punkte, die kleine und mittelständische Unternehmen beachten sollten: Ein einfaches Management, ein reichhaltiges Feature-Set und ein moderater Preis sind zentrale Punkte bei der Beschaffung. Für einen nachhaltigen Betrieb des Systems sollte aber auch die Service-Qualität berücksichtigt werden. Dies sind die zentralen Kriterien, die Mittelständler leider häufig nicht umfassend beachten – daher sollten sie auch auf eine entsprechende Beratung nicht verzichten.

NAS erobert neben kleinen Büros vor allem die PC-Umgebung privater Nutzer. Werden sich künftig auch »gestandene Storage-Hersteller« diesem Markt annehmen (Stichwort EMC kauft Iomega)? Wie sehen Sie hier die Entwicklung?

Angst: Die Marktentwicklung im Endkunden-Bereich ist durch die generelle Zunahme der Datenbestände interessant. Wir beobachten diese Entwicklung sehr genau, konzentrieren uns aber aktuell auf die Bereiche Midrange und Highend, da wir dort momentan mehr Potenzial sehen und eine enorm hohe Kompetenz bieten, die wir noch weiter ausbauen wollen. Jeder private Endkunde nutzt letztlich Dienste, die im Highend-Bereich Daten produzieren.

In SOHOs und privaten Umgebungen lassen sich mit kleinen NAS-Arrays schnell zwei bis sechs TByte erreichen. Damit greifen aber auch Probleme, die bisher nur aus dem Business-Umfeld bekannt waren: Backup großer Datenmengen sowie Daten- und Storage-Management. Sind die Benutzer und auch die Anbieter darauf vorbereitet?

Angst: Wir sehen diese Problematik durchaus und denken, dass sie sich in Zukunft noch weiter verschärft – der zweistellige TByte-Bereich wird bald erreicht sein. Wir sind darauf vorbereitet und können entsprechende Lösungen anbieten.

Wie positioniert sich Ihr Unternehmen im Bereich NAS-Systeme? Welche Schwerpunkte setzen Sie hier und wie grenzen Sie sich von Ihren »Marktbegleitern« ab?

Angst: Mit unserer »Essential NAS Platform« adressieren wir verstärkt das Midrange. Die Partnerschaft mit Bluearc ist eine weitere Säule in unserer Strategie. Neben einer extrem hohen Performance und Skalierbarkeit setzen wir vor allem auf die dateibasierte integrierte Virtualisierungstechnik. Dass wir mit dieser Strategie gut fahren, bestätigen zum Beispiel Einschätzungen von Experten der Enterprise Strategy Group. Zudem lassen sich unsere NAS-Lösungen in die »Service Oriented Storage Solutions« (SOSS) einbetten – diesen ganzheitlichen Speicheransatz bietet sonst niemand am Markt.