24.09.2014 (eh)
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WD: optimierte Platten für Cloud, Cold-Storage und Scale-out

WD hat neue Festplattenlaufwerke entwickelt, die sich besonders für Racksysteme in Cloud-Umgebungen eignen. Der Storage-Systemehersteller N-Tec setzt die Drives in neuen Systemen ein. Was die Besonderheiten des Zusammenspiels sind, erläutert Cagatay Kilic, Sales Manager Data Centers DACH bei WD im speicherguide.de-Interview.

  WD hat kürzlich die neue Se-Festplattenfamilie vorgestellt, die N-Tec in diversen Racksystemen einsetzt. Was ist das Besondere an dieser Plattenserie?

Cagatay Kilic, Sales Manager Data Centers DACH, WDCagatay Kilic, Sales Manager Data Centers DACH, WDKilic: Die Se-Serie ist eine für Cloud-Einsätze optimierte Platte. Sie ist besonders zuverlässig, braucht weniger Strom, und ist deshalb besonders für Cold-Storage – also lange ruhende Daten, was in Cloud-Rechenzentrum immer forcierter vorkommt – geeignet. Außerdem wurde bei der Entwicklung ein Augenmerk auf Scale-out-Architekturen von Cloud-Rechenzentren gelegt. Wir hatten auch Racks für kleinere und mittelgroße Unternehmen (KMU) im Auge, da diese Platten sehr oft in Systemen mit 16 Schächten eingesetzt werden. Hier ist das Vibrationsverhalten ganz anders, und auch dies haben wir bei der Entwicklung berücksichtigt. Ein weiterer Entwicklungsgesichtspunkt war auch, dass die Platte für Tape-Emulationen optimiert ist, da dies in Cloud-Rechenzentren immer öfters vorkommt.

  Wie kam es, dass Sie mit N-Tec zusammenkamen, und N-Tec diese Plattenfamilie auswählte?

Kilic: Mit N-Tec arbeiten wir schon länger zusammen. Neben einer brandneuen Storage-Systemeserie für Virtual-SAN-Umgebungen von VMware fokussiert sich N-Tec mit einer weiteren Storage-Familie namens »rapidOSM Cloud« vor allem auf Cloud-Umgebungen und Archiv-Lösungen. Hier kommt auch Object-Storage-Technologie zum Einsatz. N-Tec hat große Erfahrungen im Speicherbereich unter anderem bei Backup, Archivierung, Hochverfügbarkeit (High Availability), und diese Erfahrungen brachten sie jetzt in neue Cloud-optimierte Speichersysteme ein. N-Tec ist nicht der typische Server-Zusammenschrauber – sie testen intensiv, was sich für welchen Einsatz eignet.

  Und wie äußert sich das?

Kilic: Der Entscheidung gingen bei N-Tec monatelange Tests voraus. Wir waren da selber erstaunt darüber, wie intensiv das N-Tec macht. Solche Testphasen sind wir eigentlich nur von global agierenden Groß-OEMs gewöhnt. Im Windows- und Mac-Umfeld findet man sehr viele Storage-Hersteller. Das ist der klassische Nearline-Bereich, und dort haben viele Erfahrungen. Aber für Cloud-Storage-Lösungen – VSAN wurde von Vmware beispielsweise erst dieses Frühjahr vorgestellt – braucht es diese Erfahrung, die N-Tec aus anderen Bereichen mitbringt, um solche neuen Systeme zu konfigurieren. Denn Cloud-Storage bedeutet: heiße Daten, Nearline-Daten, Backup- und Archivdaten, und neuerdings auch sogenannte Active-Archive-Daten. Und deswegen brauchen Cloud-Rechenzentren neue bzw. etwas anders konfigurierte Storage-Systeme, unter anderem mit Cloud-optimierten Platten.

  Für welche Einsätze eignet sich die Se-Serie noch?

Kilic: Neben Cloud-Massenspeicher positionieren wir die Se-Familie noch für replizierte Umgebungen, Content-Delivery-Netzwerke (CDNs), umfangreiche Netzwerkspeicher (NAS), Einstiegsserver, Video-Überwachung, Sicherung und Archivierung.

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