15.09.2015 (eh)
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Interview mit N-Tec: Hyperkonvergenz ist eines der Infothemen

Vom 13. bis 15. Oktober 2015 bietet der Ismaninger Storagesysteme-Hersteller N-Tec gemeinsam mit seinen Partnern Datacore Software, HGST, QLogic und Raidix wieder informative und praxisnahe technische Workshops an. Wir sprachen mit N-Tec-Geschäftsführer Sven Meyerhofer über die Inhalte, die Besucher dieses Jahr erwarten können.

  Das Leitthema der N-Tec Workshop Tour ist dieses Jahr High-Performance-Computing und Converged-Storage-Solutions. Letzteres ist ziemlich neu als Begriff. Was genau ist darunter zu verstehen?

Sven Meyerhofer, Geschäftsführer, N-TecSven Meyerhofer, Geschäftsführer, N-TecMeyerhofer: Hyperkonvergenter Storage ist eigentlich nicht ganz richtig, es handelt sich eher um hyperkonvergente Systeme, die sowohl die Server- als auch die Netzwerk-(Backbone) sowie die Speicherdomäne in einer Box vereinen. Aktuelle, moderne Systeme bieten die technischen Voraussetzungen wie CPU-Leistung, RAM-Kapazitäten und Geschwindigkeiten, um das alles in einem System betreiben zu können. In hyperkonvergenten Systemen ist bis auf die System-Hardware und den physikalischen Speicher eigentlich alles virtualisiert. Virtualisierte Server greifen über ein virtualisiertes Netzwerk auf virtualisiertes Storage zu. Für ein hochverfügbares Rechenzentrum benötigt man dann – sehr vereinfacht gesagt – eigentlich nur noch zwei Hardware-Einheiten. Das Management findet dabei, zumindest größtenteils, nur noch über eine einzige Oberfläche statt.

  Das klingt nach allerhand Einsparungsmöglichkeiten…

Meyerhofer: Es entstehen in der Tat damit zahlreiche Einsparungsmöglichkeiten: Weniger Hardware bedeutet geringere Grundinvestitionen, und benötigt weniger Energie. Dadurch können Klimasysteme und Stromversorgung (UPS) deutlich kleiner ausgelegt werden. Auch personell hat das sicher Auswirkungen. Statt zwei oder drei Administratoren (Server, Netzwerk, Storage) wird nur noch einer oder vielleicht auch zwei benötigt, die sich das System-Management teilen. Und nicht zuletzt: Weniger Hardware bedeutet auch eine reduzierte Häufigkeit von Ausfällen und weniger Wartung.

  Wen spricht N-Tec damit an, und was kann man auf Ihrer Veranstaltung lernen?

Meyerhofer: Zielpublikum unserer Veranstaltung ist natürlich vor allem der Mittelstand, die KMU. Aber wir haben festgestellt, dass es durchaus auch große Konzerne gibt, die den einzelnen Abteilungen in bestimmten Bereich ziemlich freie Hand lassen, wenn es zum Beispiel um Storage-Lösungen geht. Wir möchten den Teilnehmern vor allem aktuelle Speicher- und System-Technologie näher bringen, und ihre drängenden Fragen dazu beantworten. Aber auch ein paar Trends aufzeigen, die sich aktuell gerade stark im Aufwind befinden.

  Neben München und Frankfurt führt der N-Tec-Weg diesmal auch nach Wolfsburg. Wie kommt's, und werden alle drei Veranstaltungen gleich ablaufen?

Meyerhofer: Wir sind schon seit langem auf der Suche nach einer dritten Location. Unsere bisherigen Veranstaltungen waren in München und Frankfurt immer gut bis sehr gut besucht. Allerdings hat die dritte Veranstaltung immer etwas geschwächelt. Wolfsburg hat sich angeboten, da es aus dem Westen, dem Norden und dem Osten Deutschlands gut erreichbar ist. Selbstverständlich werden alle drei Veranstaltungen in etwa gleich ablaufen, evtl. ergeben sich aus organisatorischen Gründen Änderungen in der Reihenfolge der Vorträge.

  Ihr eigener Vortrag behandelt diesmal weniger die Speichertechnik, sondern die dazugehörigen Service-Konzepte. Was ist da genau das spannende daran?

Meyerhofer: Systeme, Server, Speicher bieten heute viele Unternehmen an. Da müssen wir uns nichts vormachen, die Unterschiede sind häufig gering. Wo es jedoch häufig hapert, sind die Servicekonzepte der Hersteller. Uns bei N-Tec ist wichtig, dass der Kunde genau das für ihn passende Service- und Support-Konzept erhält. Er hat die Wahl zwischen zahlreichen Serviceoptionen und Stufen. Vieles an »Grundversorgung« wird bereits in unseren System Bundles mit integriert, Stichwort: »Rundum sorglos Paket«. Daneben bieten wir unseren Kunden für nahezu jeden Serviceanspruch ein auf seine Anforderungen zugeschnittenes Servicepaket. Das geht von der einfachen Service-Hotline bis hin zu Highend-Support-Levels und Integration-Services. Aber mehr wird an dieser Stelle nicht verraten.
Das Wichtigste für uns bei N-Tec ist, dass ein Kunde, wenn er schon gerade vor einem Problem steht, schnellstens Unterstützung erfährt und das Problem in kürzester Zeit behoben wird.

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Kommentare (1)
16.09.2015 - mress

Gemäß Gartner Definition unterscheidet man zwischen "Integrated Stack Systems ISS", "Integrated Infrastructure Systems IIS" und "Hyperconverged Intergrated Systems HCIS". Das oben beschriebene Verfahren würde in den Bereich IIS fallen (Beispiele sind Pureflex, Flexpod und VCE). Erzeuge ich damit nicht eine Vendor-Lockin Situation? Der Wechsel auf einen anderen Lieferanten kann sehr schmerzhaft sein (insbesondere wenn ich keinen Greenfield Approach fahre) wenn es sich um IIS und ISS handelt. HCIS Systeme (Siplivity, Nimboxx, Gridstore, Nutanix, etc.) haben diese Problematik weniger - sind aber bisher noch kaum Scale Out fähig? Von Multitenancy etc. ganz zu schweigen. Insofern würde ich - gerade in Enterprise Umgebungen vornehmlich HCIS Lösungen für kleinere Remotestandorte - aber kaum für die Zentrale vorsehen.


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Termine und Orte

13.10.2015 in München
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D - 85774 Unterföhring bei München
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14.10.2015 in Frankfurt
NH Frankfurt Mörfelden
Hessenring 9
D - 64546 Frankfurt
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15.10.2015 in Wolfsburg
TRYP Wolfsburg
Willy Brand Platz 2
D - 38440 Wolfsburg
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