Toshiba M12: Nearline-HDDs mit bis zu 34 TByte auf SMR-Basis

Toshiba M12: Neue Nearline-HDDs mit bis zu 34 TByte auf SMR-BasisToshiba liefert erste Muster der M12-Serie aus. Die neuen Nearline-Festplatten im 3,5-Zoll-Format nutzen SMR und erreichen bis zu 34 TByte. Sie richten sich an Hyperscaler und Cloud-Anbieter, deren Speicherbedarf durch KI-Workloads, Videoanwendungen und datenintensive Dienste weiter zunimmt.

Mit der Auslieferung erster Muster bringt Toshiba Electronics Europe seine nächste Nearline-Generation in die Evaluierungsphase bei Kunden. Die M12-Serie basiert auf Shingled Magnetic Recording (SMR) und ist auf Kapazitäten zwischen 30 und 34 TByte ausgelegt. Parallel kündigt der Hersteller Varianten mit Conventional Magnetic Recording (CMR) an, die bis zu 28 TByte bieten sollen und für das dritte Quartal 2026 vorgesehen sind.

Die Laufwerke erreichen eine maximale Transferrate von 282 MByte/s und liegen damit über dem Niveau der Vorgängermodelle. Gleichzeitig sinkt die Leistungsaufnahme pro TByte deutlich. Die HDDs sind für den Dauerbetrieb ausgelegt und unterstützen eine jährliche Workload von 550 TByte. Die mittlere Betriebsdauer wird mit 2,5 Millionen Stunden angegeben, die jährliche Ausfallrate mit 0,35 Prozent.

Im Vergleich zu früheren Generationen integriert die Serie elf Magnetscheiben. Ein wesentlicher Schritt ist zudem der Wechsel vom Aluminium- zum Glassubstrat. Dieses erlaubt dünnere Platten und trägt zur mechanischen Stabilität bei. In Kombination mit Heliumfüllung und der Aufzeichnungstechnologie FC-MAMR steigert Toshiba so die nutzbare Datendichte innerhalb des 3,5-Zoll-Formfaktors.

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SMR zielt auf sequenzielle Workloads im Rechenzentrum

Die eingesetzte SMR-Technologie erhöht die Datendichte durch überlappend geschriebene Spuren. Dieses Verfahren eignet sich insbesondere für sequenzielle Schreib- und Lesezugriffe, wie sie etwa bei Archiv- und Streaming-Daten auftreten. Gleichzeitig setzt die M12-Serie auf ein hostgesteuertes SMR-Konzept, bei dem das übergeordnete System die Datenorganisation übernimmt. Voraussetzung dafür ist eine entsprechend angepasste Software-Umgebung, da klassische Random-Write-Workloads weniger geeignet sind.

Weitere Skalierung durch neue Aufzeichnungstechnologien geplant

Um die Kapazitäten weiter zu erhöhen, plant Toshiba den Einsatz zusätzlicher Technologien wie Heat Assisted Magnetic Recording. Auch Designs mit mehr Magnetscheiben sind in Vorbereitung. Damit soll die Entwicklung hin zu noch höheren Speicherdichten fortgesetzt werden, um den steigenden Anforderungen in Hyperscale-Umgebungen gerecht zu werden.


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