19.10.2021 (mb)
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Pure Portworx PX-Backup 2.1: Cloud-übergreifende Datensicherung

Pure Portworx PX-Backup 2.1 für Cloud-native Sicherungen von Kubernetes-ApplikationenPure Portworx PX-Backup 2.1 für Cloud-native Sicherungen von Kubernetes-Applikationen (Quelle: Pure Storage)Portworx by Pure Storage hat das Release PX-Backup 2.1  vorgestellt. Die jüngsten Erweiterungen der Anwendungs- und Datensicherungsplattform bieten Unternehmen verbesserte Datensicherung, Multi-Cloud-Mobilität und Compliance-Unterstützung für Anwendungen, die auf Kubernetes laufen, unabhängig davon, ob sie vor Ort oder in der Cloud ausgeführt werden.

PX-Backup 2.1 soll ab November 2021 verfügbar sein. Zu den neuen Erweiterungen gehören:

  • Anwendungsportabilität zwischen Clouds: PX-Backup ermöglicht die Portabilität von Anwendungen zwischen beliebigen Clouds oder On-Premises-Rechenzentren. Mit der neuesten Version können Kunden Kubernetes-Anwendungen sichern, die in einer Cloud oder einem Rechenzentrum laufen, und sie in jeder anderen Cloud oder Rechenzentrum wiederherstellen.
  • Verbesserte Compliance durch Unterstützung der 3-2-1-Backup-Regel für jeden Speicher: Die 3-2-1-Backup-Regel ist ein Industriestandard für jeden Datensicherungsplan, der die Wiederherstellung bei verschiedenen Ausfallszenarien gewährleistet.
  • Mit dieser Version kann PX-Backup nun Backups von CSI-Snapshots auf Objektspeicher auslagern. Unternehmen, die Kubernetes-Apps auf Portworx PX-Store, einem CSI-konformen Speicherdienst oder Cloud-basiertem Speicher betreiben, können mit PX-Backup nun drei Kopien der Daten (Produktion, Snapshots, Sicherungskopie) sowohl auf Festplatten als auch auf Objektspeicher verwalten. Dies bietet die Flexibilität, Daten offsite (in einer beliebigen Cloud) zu speichern.
  • Erweiterte Wiederherstellung mit Unterstützung für Dateifreigaben: Zusätzlich zu den bestehenden Funktionen zur Sicherung Block-basierter Workloads können Unternehmen nun Anwendungen sichern und wiederherstellen, die auf RWX-Volumes (Read-Write-Many) laufen, die als Dateifreigaben von FlashBlade, Portworx-Proxy-Volumes oder einem beliebigen NFS-Server bereitgestellt werden.
  • Verbesserter Schutz mit PX-Secure: PX-Backup-Benutzer können jetzt sowohl die rollenbasierten Zugriffskontrollen als auch die Verschlüsselungsdienste von Portworx PX-Secure nutzen. Sie erhalten damit eine zusätzliche Sicherheitsebene für ihre modernen Anwendungen sowie die Möglichkeit, den Managementaufwand zu reduzieren.

Umfrage: Betrieb von Stateful-Anwendungen auf Kubernetes

Portworx hat außerdem neue Umfragedaten, die die Sichtweise von Endanwendern auf den Betrieb von Stateful-Anwendungen auf Kubernetes bewerten, veröffentlicht. Eine Umfrage unter 500 IT-Fachleuten ergab, dass mehr als die Hälfte der Befragten die Steigerung der Agilität (58 Prozent) und die Erhöhung der Ausfallsicherheit (52 Prozent) als Hauptgründe für die Entscheidung ihres Teams nannten, Stateful-Anwendungen auf Kubernetes zu entwickeln und bereitzustellen. 

  • Auswirkungen auf das Geschäftsergebnis: Die Ausführung von Stateful-Anwendungen auf Kubernetes ermöglicht es IT-Fachleuten, ihre Anwendungen schneller zu entwickeln (54 Prozent) und zu skalieren (55 Prozent), während die Entwickler effizienter arbeiten können (55 Prozent).
  • Backup & Restore ist eine Schlüsselanforderung: Sicherung und Wiederherstellung (55 Prozent), Datenmobilität und Kapazitätsmanagement (49 Prozent) sowie Hochverfügbarkeit (48 Prozent) wurden von IT-Fachleuten als die wichtigsten Anforderungen für Stateful-Anwendungen unter Kubernetes genannt.
  • Datenmobilität und -sicherung sind eine Herausforderung: Datenmobilität (29 Prozent) ist die Anforderung, mit deren Erfüllung IT-Fachleute am meisten zu kämpfen haben, wenn Stateful-Anwendungen auf Kubernetes ausgeführt werden, während Datensicherung (49 Prozent) die größte operative Herausforderung darstellt.
  • Stateful Workloads werden voraussichtlich zunehmen: Eine Mehrheit (87 Prozent) der Befragten erwartet, dass der Anteil von Stateful-Workloads in den nächsten zwölf Monaten steigen wird. Neun Prozent erwarten, dass er gleichbleibt, und nur vier Prozent, dass er sinkt.

»Die neuesten Umfrageergebnisse unterstreichen die Dringlichkeit, geschäftskritische Kubernetes-Anwendungen mit einer umfassenden Strategie für Datensicherung und Compliance zu schützen«, kommentiert Murli Thirumale, VP und GM, Cloud Native Business Unit, bei Pure Storage. Die neuesten Erweiterungen von PX-Backup stellen seiner Ansicht nach eine herstellerunabhängige Lösung dar, mit der IT-Abteilungen ihre verteilte Kubernetes-Infrastruktur wirklich verwalten und sichern können.

Kommentare (3)
03.11.2021 - Nik-Las

vielen Dank 🙋‍♂️

21.10.2021 - mb

Hallo Nik-Las,
dann versuche ich es mal:
Ursprünglich waren Container wie Objekte komplett unabhängig von darunterliegenden Systemen. Sie sind "stateless", also nicht zustandsbehaftet. Bei einem zustandslosen Prozess oder einer zustandslosen Anwendung gibt keine gespeicherten Verweise auf vergangene Transaktionen. Ähnlich verhält es sich bei "immutable" Storage. Beispiel für eine zustandslose Transaktion wäre z.B. eine einfache Online-Suche. In der Unternehmens-IT eignet sich stateless beispielsweise für den Einsatz von Microservices. Diese kleinen Dienstprogramme übernehmen in der Regel nur ein bis zwei Aufgaben und können mit kleinem Ressourcenaufwand (Processing, Bandbreiten etc) immer von neuem durchgeführt werden.

Stateful dagegen wäre in einem Webbrowser der wiederkehrende automatische Log-In. Im RZ-Umfeld der Einsatz von virtuellem Maschinen. Stateful bedeutet, dass die Anwendung zustandsorientiert arbeitet und Daten zum vorherigen Request - Response speichert und dann wieder auf sie zugreift.

Diese Art von Workload und insbesondere seine Sicherung sind bedeutend komplexer und Ressourcen-aufwändiger. Sie benötigen neben dem Speicher auch Datenbanken, um Sitzungsinformationen zuzuweisen. Dennoch tendieren Unternehmen verstärkt dazu, Stateful-Anwendungen wegen anderer Vorteile (Verfügbarkeit; verteilter Zugriff etc.) auch in Containern und nicht ausschließlich im lokalen RZ zu betreiben. Klassische Stateful-Anwendungen sind Datenbanken oder virtuelle Maschinen, die in die Cloud verschoben werden. Dazu zählen auch Big Data- und Analyseanwendungen. In dem Falle greift eine stateful-Anwendung quasi auf stateless-Daten zu.

Ich hoffe, ich konnte Ihre Frage einigermaßen beantworten.
Viele Grüße
Michael Baumann
Redaktion

20.10.2021 - Nik-Las

ich wage es einfach mal: was ist eine Stateful-Anwendung?


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