Kioxia EG7: QLC-SSDs für Client-PCs
Die neue EG7-Serie von Kioxia basiert auf QLC-NAND der achten BiCS-Flash-Generation und richtet sich an kostensensitive PC-Anwendungen. Die SSDs sollen eine mit TLC vergleichbare Leistung bieten und gleichzeitig Energieverbrauch sowie Gesamtbetriebskosten reduzieren. Erste Systeme mit den Laufwerken werden noch im zweiten Quartal 2026 erwartet.
KIOXIA Europe stellt mit der EG7-Serie eine neue Client-SSD-Familie vor, die auf Quadruple-Level-Cell-NAND basiert. QLC speichert vier Bit pro Speicherzelle und ermöglicht damit eine höhere Speicherdichte als TLC, was sich in niedrigeren Kosten pro gespeichertes Bit niederschlagen kann. Laut Anbieter soll die Leistung dennoch auf einem Niveau liegen, das mit TLC-basierten Lösungen vergleichbar ist.
Die Laufwerke adressieren vor allem preisorientierte PC-Segmente, darunter schlanke Notebooks sowie kommerzielle Consumer-Desktops. Ziel ist es, die Total-Cost-of-Ownership (TCO) durch eine Kombination aus Speicherdichte, Energieeffizienz und angepasster Architektur zu reduzieren. Die SSDs kommen mit Kapazitäten von 512 GByte, 1 und 2 TByte.
Leistungsdaten orientieren sich an typischen Client-Workloads
Die SSDs erreichen laut Hersteller eine sequenzielle Lesegeschwindigkeit von bis zu 7.000 MByte/s sowie eine Schreibgeschwindigkeit von bis zu 6.200 MByte/s. Bei zufälligen Zugriffen werden bis zu 1.000 KIOPS für Lese- und Schreiboperationen angegeben. Diese Werte positionieren die Serie im Bereich aktueller PCIe-4.0-Client-SSDs.
Unterstützt wird der NVMe-Standard in Version 2.0d, was zusätzliche Funktionen für Gerätemanagement und Systemintegration bereitstellt. Für OEMs ergeben sich daraus erweiterte Möglichkeiten bei der Integration in unterschiedliche Plattformen.
DRAM-lose Architektur nutzt Host Memory Buffer
Die EG7-Serie verzichtet auf einen eigenen DRAM-Cache und setzt stattdessen auf die Host Memory Buffer-Technologie. Dabei wird ein Teil des Hauptspeichers des Systems genutzt, um Verwaltungsdaten zwischenzuspeichern. Dieser Ansatz kann die Kosten senken und den Energiebedarf reduzieren, während die Leistung für typische Client-Anwendungen erhalten bleiben soll.
Die Laufwerke sind in den M.2-Formfaktoren 2230, 2242 und 2280 verfügbar und decken damit unterschiedliche Bauformen von Endgeräten ab. Neben der PCIe-4.0-Unterstützung bieten die SSDs auch Optionen für hardware-basierte Verschlüsselung nach TCG Opal 2.02.
Die EG7-serie befindet sich derzeit im Sampling bei ausgewählten Herstellern. Erste PCs mit den neuen SSDs werden noch im zweiten Quartals 2026 erwartet.