16.09.2016 (eh)
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Kaspersky bringt kostenloses Anti-Ransomware-Tool für Firmen

  • Inhalt dieses Artikels
  • Phishing-E-Mails bringen Ransomware auf den PC
  • Video-Interview mit Kaspersky-Geschäftsführer Holger Suhl

Rundum hilfreich: »Kaspersky Ransomware Tool for Business« (Bild: Kaspersky Lab)Rundum hilfreich: »Kaspersky Ransomware Tool for Business« (Bild: Kaspersky Lab)Der Security-Spezialist Kaspersky Lab hat mit dem »Kaspersky Ransomware Tool for Business« eine kostenfreie Software zum Schutz gegen Verschlüsselungs-Trojaner (Ransomware) vorgestellt. Die Lösung kombiniert mehrere Sicherheitstechniken und ist ausdrücklich als Ergänzung vorhandener Security-Suiten gedacht, insbesondere für »Kaspersky Endpoint Security for Business«. Aber es soll auch mit Lösungen von Drittanbietern harmonieren. Zurückgegriffen wird bei der Lösung auf eine Cloud-basierte Datenbank von Kaspersky Lab sowie eine Verhaltensanalyse (»System Watcher«).

»Unsere Experten beobachten das wachsende Problem der Krypto-Malware, und haben ein einfaches und frei zugängliches Tool entwickelt, mit dem Unternehmen gegen die zunehmende Ransomware-Bedrohung und den Angriff auf geschäftskritische Unternehmenswerte vorgehen können«, erklärt Holger Suhl, General Manager DACH bei Kaspersky Lab. »Gerade kleine und mittelständische Unternehmen haben in der Regel keine tiefe Sicherheitsexpertise, um bereits vorhandene Sicherheits-Tools bewerten und vergleichen zu können. ‚Kaspersky Anti-Ransomware Tool for Business’ ist mit Sicherheitsanwendungen von Drittanbietern kompatibel und eine ergänzende Lösung gegen Ransomware. Wir stellen das Tool kostenlos zur Verfügung, um Organisationen die Möglichkeit zu bieten, sich von der Leistungsfähigkeit der Kaspersky-Technologien überzeugen zu können.«

Phishing-E-Mails bringen Ransomware auf den PC

Schädliche Programme wie Ransomware, die Computer infizieren und Unternehmensdaten verschlüsseln, sind vor allem für kleinere Unternehmen ein ernsthaftes Problem. Eine aktuelle Kaspersky-Studie zeigt, dass von den weltweit befragten mittelständischen Unternehmen fast 42 Prozent in den vergangenen zwölf Monaten von Ransomware betroffen waren. Ausgangspunkt waren fast immer Phishing-E-Mails: ein falscher Klick genügt, und die Daten sind weg bzw. verschlüsselt. Und dann beginnt der Erpressungsvorgang.

34 Prozent davon bezahlten auch das geforderte Lösegeld, doch selbst danach war es einem von fünf Unternehmen nicht möglich, die Daten wiederherzustellen. Die Statistiken des Kaspersky Security Networks zeigen im Unternehmensbereich hinsichtlich Ransomware-Attacken ein Wachstum um fast das Sechsfache in den letzten zwei Jahren.

Das neue Kaspersky-Tool korreliert mit dem Anti-Ransomware-Projekt »NoMoreRansom.org«, in dem Kaspersky Lab intensiv mitarbeitet. Falls ein Unternehmen Opfer von Ransomware wurde, bietet diese Webseite Informationen zum Schutz sowie mehrere Entschlüsselungstools zur Wiederherstellung von Daten.

Video-Interview mit Kaspersky-Geschäftsführer Holger Suhl

Ransomware ist zwar eine weltweite Geisel, aber interessanterweise ist das Ransomware-Phänomen in Deutschland doch deutlich stärker verbreitet als anderswo. Warum das so ist, darüber sprachen wir mit Holger Suhl von Kaspersky Lab in einem Video-Interview. Suhl geht auch darauf ein, wie sich Unternehmen und Privatanwender im Schadensfall verhalten sollen. Er erläutert überdies das Projekt NoMoreRansom.org näher.

Sollten Anwender von einer Ransomware heimgesucht werden, lautet der Kaspersky-Standpunkt laut Suhl: »Ganz klar: nicht zahlen!« Denn es gebe keine Sicherheit, dass man nach der Bezahlung auch tatsächlich einen Schlüssel erhalte.


Holger Suhl von Kaspersky Lab erläutert unter anderem das Projekt NoMoreRansom.org

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