16.12.2014 (eh)
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Immer mehr Smartphones lechzen nach Datenrettung

  • Inhalt dieses Artikels
  • Datenrettung von Smartphone-Fotos bommt deutlich
  • »Generation Maybe« kümmert sich nicht um Speichertechnologien

In eine Stempelmaschine geratenes Smartphone: Reparatur unmöglich, Datenrettung schon (Bild: CBL Datenrettung)In eine Stempelmaschine geratenes Smartphone: Reparatur unmöglich, Datenrettung schon (Bild: CBL Datenrettung)Die Anteile der von Datenverlust betroffenen Speichertechnologien haben sich jüngst deutlich verschoben, wie CBL Datenrettung im Rückblick auf die 2014 eingegangenen Anfragen berichtet. Vor allem die Smartphone-Datenrettung boomt. Der Anstieg der Datenrettungsanfragen für die täglichen Begleiter kletterte massive von zehn auf 30 Prozent. Das bedeutet, dass mittlerweile 40 Prozent der Datenverluste auf Flash-Speicherträgern entstehen.

Zum einen ist es sicherlich die extreme Marktdurchdringung der Smartphones. Zum anderen aber scheinen die Anwender zunehmend die Bedeutung der darauf abgespeicherten Daten zu erkennen. Vor allem intensive Nutzung der Fotofunktion in allen Lebenslagen könnte der Grund für den massiv angestiegenen Bedarf an Datenrettung für diese Geräte zu sein.

Datenrettung von Smartphone-Fotos bommt deutlich

Warum die Daten für den Anwender wichtig sind, hat wohl unterschiedliche Gründe. So können die Daten zum Beispiel in wirtschaftlicher Hinsicht wertvoll sein, eine hohe emotionale Bedeutung für den Anwender besitzen, oder schlichtweg juristische Beweiskraft haben. Auch das Bewusstsein für die mögliche Wiederherstellbarkeit verlorenen Daten hat offensichtlich zugenommen, da laut CBL die Zahl der Anfragen gerade technisch weniger versierter Privatanwender zugenommen hat.

Bei den magnetischen Festplatten kommt der generelle Löwenanteil weiterhin aus Notebooks (ca. 25 Prozent der Festplatten) und externen USB-Speichern (ca. 40 Prozent der Festplatten). Übrigens: Während Smartphones und deren Flash-Speicher für die Datenrettungsindustrie boomen, machen Solid-State-Drives (SSD) derzeit erst etwa vier Prozent der Anfragen aus. Doch CBL Datenrettung erwartet hier mit den weiter fallenden Preisen für die Halbleiterspeicher im nächsten Jahr eine Steigerung.

»Generation Maybe« kümmert sich nicht um Speichertechnologien

Aber auch wenn die Datenrettungsanfragen steigen: Die Schattenseite dieser Entwicklung ist der steigende Anteil an Datenverlusten, die durch das unsinnige Bearbeiten von Hardwarefehlern mit Datenrettungssoftware oder gar durch Experimente an der Hardware verschlimmert oder endgültig gemacht werden. Etwa jeder zwanzigste Fall wird dadurch unnötigerweise aufwendiger und teurer. Bei RAID-Arrays werden sogar 30 Prozent der Fälle durch den Kunden verschlimmert.

Und noch eine Auffälligkeit hat CBL ausgemacht: In den Beschreibungen der Geschehnisse, die zu einem Notebook-Festplattenversagen geführt haben, machen die meisten Kunden im Umgang mit Mobilgeräten keinen Unterschied zwischen Telefonen und Tablets mit erschütterungsunempfindlichen Flash-Speichern und Notebooks mit magnetischer Festplatte. Dass schon das Herumlaufen mit einem Notebook, das gerade Daten speichert, oder ein Schlag auf die Tischplatte eine Festplatte beschädigen kann, erstaunt die Mehrheit der betroffenen Kunden. – Vielleicht ein Nebeneffekt der jetzt kaufkräftigen »Generation Maybe«, die gerne viel möchte, aber sich kaum drum kümmert, warum und wie etwas funktioniert. Das klappt schon, irgendwie. Oder? Hauptsache, die Daten sind im Smartphone. Und Backup – was ist das?

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