14.06.2018 (kfr)
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Datenschutz und IT-Management durch Druvas Cloud-Plattform

Andreas Sturm, Druva: »Cloudranger dient als Brücke zwischen klassischer IT-Infrastruktur und moderner Cloud-Umgebung.«Andreas Sturm, Druva: »Cloudranger dient als Brücke zwischen klassischer IT-Infrastruktur und moderner Cloud-Umgebung.«Druva übernimmt CloudRanger, einen Backup- und Disaster-Recovery-Lösungsanbieter für Amazon Web Services (AWS). Was zunächst wenig spektakulär klingt macht durchaus Sinn. Mit der Akquisition baut Druva seine Datenschutzdienste aus und stellt mit der Druva Cloud Platform eine einheitliche, Cloud-Datenschutz- und Management-Plattform für On-Premise- sowie Cloud-Umgebungen wie AWS und Microsoft Office 365.

Cloudranger ersetzt direkt auch Druvas bisherige Lösung Apollo. »Mit Cloudranger stellen wir eine ganzheitliche End-to-End-Lösung zur Verfügung, die als Brücke zwischen klassischer IT-Infrastruktur und moderner Cloud-Umgebung dient«, erklärt Andreas Sturm, Regional Sales Director DACH von Druva. Dies sei ein wichtiger Schritt bei der Entwicklung einer Lösung, die dabei helfen soll beim Wechsel in die Cloud alle Herausforderungen zu meistern.

»Mit inSync bieten wir beispielsweise eine runde Datensicherungslösung für Endgeräte«, sagt Sturm im Gespräch mit speicherguide.de. »Wir können Daten nicht nur sichern und wiederherstellen, sondern unterstützen auch bei der Suche (eDiscovery), bei der Compliance und Monitoring sowie bei der Analyse. Mit Phoenix machen wir dies auf Server-Seite. Mit dem Cloudranger unterstützen wir IT-Abteilungen nun bei der Verwaltung ihrer Daten in der Cloud.«

Noch ist es nicht ganz so weit, aber das Ziel von Druva ist eine einheitliche Plattform, mit der sich alle Daten in der Cloud verwalten lassen, Account- und Hersteller-übergreifend. Im Gespräch mit uns fiel auch der Begriff Single Glass of Pane, eine Glaskugel für alle Daten. Etwas plakativ, aber so kann man es sich gut vorstellen. Im Zeitalter der Multi-Cloud zieht eine äußerst dezentrale Datenhaltung mit ein. Dies beginnt bei den Notebooks und Smartphones mobiler Arbeiter, über die Nutzung von Office 365 und eventuell diverser Cloud-Speicherdienste bis hin zu Desktop-Arbeitsplätzen, physikalischen und virtuellen Servern und On-Premise-IT.

Fachkräftemangel treibt Firmen in die Cloud

Andreas Sturm, Regional Sales Director DACH, Druva (Bild: speicherguide.de)Andreas Sturm, Regional Sales Director DACH, Druva Bereits vor zwei Jahren hatte Druva-Manager Sturm darauf hingewiesen, »die Cloud-Nein-Sager werden weniger«. Die Cloud sei aus seiner Sicht nicht mehr aufzuhalten: »Dafür sorgt allein schon ein demografischer Faktor«, meint Sturm. »Es herrscht ein Fachkräftemangel. Für viele mittelständische Unternehmen ist es unbestritten schwer qualifizierte Leute zu bekommen.« Und Nachwuchs sei nicht in Sicht. Von den jungen Leuten gehe heute kaum einer in die IT, um im Rechenzentrum als Administrator zu arbeiten. Allein dies sei schon ein Grund, warum Firmen in die Cloud gehen.

Im ersten Schritt bietet die Cloud eine »einfache« Möglichkeit eine Infrastruktur bedarfsgerecht bereitzustellen. Es sind keine Hardware-Investitionen nötig, keine Administration, keine Updates und auch die Betriebskosten entfallen. Natürlich wird immer noch jemand im Unternehmen benötigt, der diese Cloud-Struktur überwacht. Die benötigte Mannschaft sollte aber kleiner werden, in kleineren Firmen lässt sich diese Funktion auch an seinen Systemintegrator auslagern.

Die meisten Unternehmen arbeiten mit einer Mischform. Daher steige auch der Bedarf an Cloud-gestützter Datensicherung und Datenwiederherstellung. Die Marktforscher von Gartner prognostiziert im Public-Cloud-Services-Sektor signifikante Ausgabensteigerungen von 22,9 Prozent auf 186,9 Milliarden US-Dollar im Jahr 2018.

»Mit der Verlagerung geschäftlicher Workloads in die Cloud, steigt aber die Komplexität beim Datenmanagement von geographisch getrennten Speicherorten«, sagt Sturm. »Damit steigen auch die Herausforderungen zur Einhaltung der vertraglich zugesicherten Konditionen in Service-Level-Agreements (SLA) beim Datenschutz, bei der Datenelastizität und bei der automatisierten Datenwiederherstellung für einen kontinuierlichen Geschäftsbetrieb.«

Einheitliches & ortsunabhängiges Administrations- und Policy-Management mit Cloudranger

Hier sieht sich Druva nun aber gut aufgestellt. Mit der Akquisition von Cloudranger lässt sich nun eine einheitliche und ortsunabhängige Administrations- und Policy-Management-Lösung anbieten. Kunden hätten damit ihren Datenbestand im Blick und sollen damit die Komplexität bei der Datensicherung ihrer IT-Umgebung reduzieren.

Mit Hauptsitz in Irland bedient Cloudranger mehr als 300 Kunden aus unterschiedlichen Branchen wie NASCAR, Rockwell Collins und Vanderbilt University. Der Cloud-Anbietern für native »As-a-Service«-Anwendungen im Enterprise-Markt erreichte im Kalenderjahresvergleich ein Umsatzwachstum von 300 Prozent.

David Gildea, CloudrangerDavid Gildea, Cloudranger»Weltweite On-Demand-Sicherheit, deutliche Kosteneinsparungen und einfache Bedienbarkeit sind Hauptanforderungen von führenden IT-Unternehmen«, unterstreicht David Gildea, Gründer und CEO von Cloudranger. »Die Kombination der Druva Cloud Platform mit Cloudrangers Fokus auf der Bewältigung von AWS-Datenmanagement-Herausforderungen schafft ein noch leistungsstärkeres Angebot zur Umsetzung der Anforderungen von Partnern und Kunden.«

In Deutschland hat Druva Cloudranger erstmals auf dem AWS Summit in Berlin gezeigt. Rund 6.000 Teilnehmer kamen Anfang Juni zu dem zweitägigen Amazon-Event. 2017 sollen es noch rund 4.000 Besucher gewesen sein. Auch diesen Zuspruch wertet Druva als Indiz, dass die Cloud nicht aufzuhalten sei.

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