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Datacore Puls8 bringt persistenten NVMe-Storage in Kubernetes

Datacore Puls8 bringt persistenten NVMe-Storage in KubernetesDatacore stellt mit Puls8 eine Kubernetes-orientierte Speicherplattform für persistenten Storage in datenintensiven Container-Anwendungen vor. Laut Anbieter liefert sie NVMe-Performance, Hochverfügbarkeit sowie Verschlüsselung, Backup-Integrationen, Monitoring und Management. Puls8 basiert auf OpenEBS und soll sich bis hin zu Openshift integrieren.

Im Kubernetes-Umfeld wächst der Anteil zustandsbehafteter Anwendungen. Neben stateless Microservices laufen dort zunehmend Datenbanken, Analytics, KI/ML-Workloads und Echtzeitplattformen. Mit diesen Workloads steigt der Druck auf den persistenten Speicher: Latenzen, Durchsatz, Verfügbarkeit und Datenschutz müssen mit dem Anwendungstempo mithalten. Wenn Storage nicht skaliert oder Ausfälle nicht sauber abfedert, wird er zum Engpass.

Von OpenEBS zur Plattform mit Enterprise-Anspruch

DataCore Software bringt mit Puls8 eine Speicherplattform auf den Markt, die für Kubernetes entwickelt wurde. Der Anbieter positioniert das Produkt als Strategiewechsel: Statt klassische Storage-Modelle nachträglich an Container-Betriebsmodelle anzupassen, baut Puls8 auf dem CNCF-Open-Source-Projekt OpenEBS auf und setzt auf einen nativen Ansatz für Kubernetes. Zielgruppe sind Plattform- und DevOps-Teams, die Storage automatisiert betreiben und in ihre Abläufe integrieren wollen, ohne eigene Konstruktionen für Replikation, Failover oder Schutzmechanismen zu pflegen.

»Bei großen Unternehmen und Organisationen besteht die eigentliche Herausforderung bei Kubernetes nicht darin, ob persistente Arbeitslasten laufen können«, erklärt Abhi Dey, Chief Product Officer bei Datacore. »Es geht vielmehr darum, ob Daten geschützt und verfügbar bleiben, wenn diese Arbeitslasten wachsen und sich verändern«, und weiter: »Dank Puls8 können Unternehmen das Open-Source-Ökosystem von Kubernetes nutzen und haben dabei gleichzeitig die Performance, Resilienz und operative Sicherheit, die sie brauchen, um persistente Anwendungen sicher und produktiv zu betreiben.«

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NVMe-Fokus, Hochverfügbarkeit und Data-Services

Kern von Puls8 ist laut Anbieter eine Datenmanagement-Schicht, die schnellen NVMe-Speicher nutzt und kurze Reaktionszeiten sowie stabile Leistung liefern soll. Die Plattform soll Daten auch dann verfügbar halten, wenn Anwendungen verschoben, erweitert oder skaliert werden. Für den Weiterbetrieb bei Störungen nennt Datacore integrierte Mechanismen wie Volumenreplikation und automatisches Failover.

Auf der OpenEBS-Basis ergänzt Puls8 weitere Funktionen, die Datacore als Enterprise-Data-Services einordnet. Dazu zählen die Unterstützung externer Key-Management-Systeme für Verschlüsselung, validierte Backup-Integrationen, Schutz bei Node-Ausfällen, Überwachungsfunktionen sowie ein Management-Interface.

Berührungspunkte zwischen Puls8-Betrieb und US CLOUD Act

Ein direkter Konflikt mit dem US CLOUD Act entsteht bei Puls8 nicht automatisch, weil die Plattform als Software im eigenen Kubernetes-Cluster betrieben wird und der Hersteller die Nutzdaten in der Regel nicht selbst hostet. Berührungspunkte entstehen dort, wo Informationen den Cluster verlassen, und bei einem Anbieter landen können, der US-Rechtszugriffen unterliegt oder von US-Stellen über Rechtshilfeersuchen adressiert werden kann.

Typische Auslöser sind aktivierte Telemetrie oder »Call-Home«-Funktionen, Lizenzierungsprozesse über Herstellerportale, das Hochladen von Support-Bundles und Logs sowie Remote-Support-Szenarien, bei denen Dritte Einblick in Systeme erhalten können. In solchen Fällen geht es meist weniger um die eigentlichen Volume-Daten als um Meta-Daten und Betriebsinformationen, etwa Cluster-Topologie, Hostnamen, IPs, Namespace-Namen, Versionsstände, Storage-Pool- und Volume-Statistiken, die im Zusammenspiel mit weiteren Informationen Rückschlüsse auf Workloads zulassen können.

IT-Verantwortliche sollten deshalb die Datenflüsse rund um Betrieb, Lizenzierung und Support sauber dokumentieren, Telemetrie und externe Verbindungen bewusst konfigurieren oder abschalten, Support-Uploads organisatorisch absichern und vorab prüfen, welche Log-Inhalte enthalten sind, inklusive Anonymisierung und Minimierung. Zusätzlich reduziert eine konsequente Verschlüsselung mit eigenem Key-Management-System das Risiko, dass Dritte technisch oder organisatorisch Zugriff auf schützenswerte Inhalte erhalten. Vertragsseitig gehören AVV-Dokumente, Support-Bedingungen, Unterauftragsverarbeiter, Verarbeitungsorte und klare Aussagen zu Zugriffsmöglichkeiten in die Prüfung, damit Compliance nicht erst beim ersten Support-Ticket zum Härtetest wird.

Datacore Puls8: Praxisbeispiel & Integration in bestehende Umgebungen

Als frühes Praxisbeispiel nennt der Anbieter Tests und erste Implementierungen Ende 2025. TodoEnCloud, ein Anbieter von Managed Cloud- und IT-Infrastruktur mit Kubernetes-as-a-Service-Angebot, hat Puls8 nach einer Testphase ausgewählt. Die Plattform sei in drei Rechenzentren in Spanien im Einsatz und soll Hochverfügbarkeit sowie niedrige Latenzen für geschäftskritische Workloads liefern.

Manuel Argiz, CEO von TodoEnCloud, sagt: »Als Kubernetes-Service-Provider brauchten wir eine Storage-Plattform, die mit anspruchsvollen Enterprise-Workloads Schritt halten kann, ohne zusätzliche Komplexität hinzuzufügen. Puls8 lieferte die Performance, Verfügbarkeit und Kosteneffizienz, die wir benötigten. Mit Puls8 haben wir technische und geschäftliche Hürden überwunden, die wir mit anderen Lösungen nicht hätten lösen können.«

Für die Einbindung in bestehende Kubernetes-Landschaften verweist Datacore auf die Unterstützung gängiger Tools für Datensicherung und Observability. Genannt werden Veeam Kasten, Velero, Prometheus und Grafana. Zudem soll Puls8 mit Enterprise-Kubernetes-Distributionen wie Red Hat OpenShift kompatibel sein.