11.07.2019 (kfr)
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Datacore HCI-Flex Appliances verbinden Hyperkonvergenz und SDS

  • Inhalt dieses Artikels
  • Flexible IT-Architektur vermeidet Silos und Abhängigkeiten
  • HCI-Flex Appliance: Preise und Verfügbarkeit
  • Stefan von Dreusche zur Datacore Partnerkonferenz 2019

Nun ist es offiziell, Datacore hat seine eigene Appliance angekündigt: Die neue Familie der HCI-Flex Appliances soll die Vorteile hyperkonvergenter Systeme und Software-defined Storage (SDS) verbinden. HCI-Lösungen (Hyper-Converged-Infrastructure) gelten zwar als einfach zu handhaben, sind allerdings auch starr und unflexibel. »Diesem Konzept fügen wir nun mit SDS mehr Flexibilität hinzu«, sagt Stefan von Dreusche, Vice President Central Europe bei Datacore. »Kunden können nun auch eine getrennte Skalierung von Server und Speicher vornehmen.«

Die Appliances kommen in drei Layout-Varianten, Small (HCI-Flex 3), Medium (HCI-Flex 5) und Large (HCI-Flex 7). Insgesamt handelt es sich um acht unterschiedliche All-Flash- oder Hybrid-Konfigurationen im 1U- und 2U-Format, mit vorinstalliertem VMware vSphere oder Microsoft Hyper-V. Während die Hyper-V-Modelle zwar eine Windows-Lizenz beinhalten, kommen die Vmware-Varianten mit einer voll funktionsfähigen ESXi-Installation, der Kunde soll hier aber seine eigene Lizenz mitbringen. »Wir haben uns lange mit Kunden und Partnern ausgetauscht und dies ist die von allen befürwortete Option«, erklärt von Dreusche gegenüber speicherguide.de. Die Wünsche und Möglichkeiten der Kunden seien so vielfältig, dass man es eigentlich nicht richtig machen könne.

Datacore HCI-Flex Appliances verbinden Hyperkonvergenz und SDSDatacore HCI-Flex Appliances verbinden Hyperkonvergenz und SDS


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Flexible IT-Architektur vermeidet Silos und Abhängigkeiten

Mit den HCI-Flex Appliances verspricht Datacore eine schnelle Bereitstellung und Konfiguration für Standorte ohne dedizierte IT (Grafik: Datacore).Mit den HCI-Flex Appliances verspricht Datacore eine schnelle Bereitstellung und Konfiguration für Standorte ohne dedizierte IT (Grafik: Datacore).Ansonsten seien aber alle von Datacore bekannten Funktionen und Dienste im Angebot enthalten: Dazu gehören unter anderem Smart-Caching, Thin-Provisioning, Dynamic-Auto-Tiering sowie die Parallel I/O-Beschleunigung. Mit letztgenannter Funktion soll laut Hersteller eine Leistungssteigerung von bis zu 500 Prozent möglich sein. Mit der Appliance sollen sich verschiedene Server und auch bereits vorhandene Speichersysteme beliebig miteinander kombinieren lassen, auch mit der Cloud, beispielsweiser als Backup-Standort. Aktuell unterstützt HCI-Flex 64 externe Storage- und Server-Knoten.

Ein Installation-Agent (Smart Deployment Agent) unterstützt bei einer raschen Inbetriebnahme. Für ein IT-Abteilungen und Partner ist dies ein echter Fortschritt, denn Datacore gilt als relativ komplex und die Installation kann durchaus mehrere Tage dauern. »Nach der Implementierung kann die HCI-Flex-Appliance sowohl internen Speicher als auch externe Storage-Systeme zusammenfassen und verwalten, und dies komplett hersteller- und technologieunabhängig«, sagt Christian Marczinke, Vice President Global Alliances bei Datacore.

»Die HCI-Flex Appliance ermöglicht es Anwendern zudem, Computer und Speicher unabhängig voneinander und je nach Geschäftsanforderung zu skalieren«, erklärt von Dreusche. »Das flexible Bereitstellungsmodell beseitigt Silos und weitere Abhängigkeiten, die oftmals mit HCI verbunden sind, so dass Kunden den Wechsel zu einer hyperkonvergierten Infrastruktur zu individuellen Bedingungen realisieren können. In Zweigstellen (ROBO) und Edge-Computing-Umgebungen sorgt ein synchroner Spiegel für Hochverfügbarkeit ohne die Komplexität und Kosten von Drei-Knoten-Clustern.« Zudem könne eine dritte, asynchrone Kopie der Daten an einem zentralen Standort oder in einer Cloud hinterlegt werden.

Datacore HCI-Flex Appliances als All-Flash- und Hybrid-ModellDatacore HCI-Flex Appliances als All-Flash- und Hybrid-Modell

HCI-Flex Appliance: Preise und Verfügbarkeit

Die Preise für eine HCI-Flex 3 im 1U-Hybridformat mit 6 TByte nutzbarer Kapazität (64 GByte RAM, Intel Silver 4110) beginnt bei 23.300 US-Dollar. Das aktuelle Topmodell, HCI Flex 7 mit 14 TByte SD-Kapazität kostet ab 72.787 US-Dollar (2U SSD, 384 GByte, Xeon Gold 5182). Laut Datacore sind die ersten Appliances ab sofort erhältlich.

Der Appliance-gedanke ist bei Datacore nicht gänzlich neu. Bisher hatte der Hersteller mit den OEMs Fujitsu und Lenovo zusammengearbeitet. Allerdings waren vor allem deutschen Kunden die angebotenen Produkte zu starr und unflexibel. Auch wurden die Refresh-Zyklen der OEM-Hersteller als zu schnell empfunden. Die neuen HCI-Flex Appliances kommen übrigens von Dell EMC.

Stefan von Dreusche zur Datacore Partnerkonferenz 2019



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