11.03.2019 (kfr)
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IDC: Automatisierung und Analytics als Innovationstreiber

  • Inhalt dieses Artikels
  • Strategie und Architektur gehören auf den Prüfstand
  • Analytics und Automatisierung sorgen für IT-Betrieb & Sicherheit
  • Datacenter bewegen sich in Richtung Cloud

Die Trends im Rechenzentrum lauten Automatisierung und Analytics sowie Continuous-Delivery, Paas und Security. Einer IDC-Studie zufolge modernisieren über 50 Prozent der Deutschen Unternehmen ihre Datacenter. Nur so lassen sich Innovationen vorantreiben und die Produktivität erhöhen. Ziel ist auf jeden Fall immer das Business erfolgreich auszubauen.

»Die Modernisierung der Rechenzentren ist ein zwingendes Erfordernis für den geschäftlichen Erfolg«, erklärt Matthias Zacher, Senior Consulting Manager bei IDC und Projektleiter der Studie, in einer Presserunde. Das Marktforschungsinstitut hat in einer Umfrage die Modernisierungspläne Deutscher IT- und Fachentscheider (Firmen >500 Mitarbeiter) untersucht: 57 Prozent der befragten Unternehmen modernisieren derzeit ihre IT, um Business-Innovationen in den nächsten Jahren bestmöglich zu unterstützen.

Was ist die Hauptmotivation Ihres Unternehmens für Investitionen in Datacenter-Services (Quelle: IDC)?Was ist die Hauptmotivation Ihres Unternehmens für Investitionen in Datacenter-Services (Quelle: IDC)?

Als Trend sieht IDC im Rechenzentrum vor allem die Automatisierung, Analytics, Continuous-Delivery, Paas und Security. »Wenn wir heute über Datacenter sprechen, geht es nicht mehr nur um das physische Object, sondern um Cloud- und Edge-Computing, IoT und dies alles eingerahmt von Innovationen«, hebt Zacher hervor. »Und mit den Innovationen sind wir auch auf der Business-Seite.« Ziel der Unternehmen sei es moderne Technologien und clevere Geschäftsmodelle zusammenzubringen – was natürlich nicht immer funktioniert.

Jedenfalls ist die Steigerung der Produktivität der Geschäftsbereiche für nicht ganz ein Drittel der von IDC Befragten ein Investitionstreiber. »Für 23 Prozent der Unternehmen steht die Konsolidierung der IT im Datacenter im Mittelpunkt der Aktivitäten«, führt Zacher aus. »IT-Konsolidierung ist in den vergangenen Jahren in mehreren Wellen durch die IT-Organisationen gelaufen. Zu ihren Vorteilen zählen eine bessere Auslastung der Ressourcen, ein einfaches Management der Systeme und eine funktionale Entflechtung gewachsener Strukturen.« Sie führe gleichzeitig zu höherer Sicherheit und Compliance sowie zu Kostensenkungen. Beide Aspekte seien für jeweils 15 Prozent die Hauptmotivation für Investitionen.

Business-Ziele erreichen: Analytics und Modernisierung der IT-Architektur haben oberste Priorität (Quelle: IDC)Business-Ziele erreichen: Analytics und Modernisierung der IT-Architektur haben oberste Priorität (Quelle: IDC)

Strategie und Architektur gehören auf den Prüfstand

Matthias Zacher, IDCMatthias Zacher, IDC Modernisierungsaktivitäten basieren auf einer klaren Strategie. Auch Teilschritte müssen immer in die IT-Strategie und das Architektur-Modell eingebettet sein. 49 Prozent der Befragten optimieren ihre IT-Architektur. Das ist eine wichtige Grundlage für die Nutzung aktueller IT-Infrastruktur.

Das Architekturmodell gibt auch den Rahmen für die Orchestrierung und Automatisierung der IT-Services über verschiedene Systeme und Domains vor und darüber, wie und in welchem

Umfang externe IT- und Business-Services genutzt werden. Mit Edge Computing beschäftigen sich Unternehmen im Kontext von IoT wieder stärker mit einem dezentralen Computing Modell. Edge ist bei 35 Prozent der befragten Unternehmen ein Thema.

Analytics und Automatisierung sorgen für IT-Betrieb & Sicherheit

Analytics und zunehmend auch Künstliche Intelligenz (KI) liefern Informationen über das Verhalten der IT-Infrastruktur und sind in der Lage, aufgrund der Analyse der Prozesse den Ausfall einzelner Komponenten der IT-Infrastruktur vorherzusagen. 51 Prozent der Befragten nutzen bereits Analytics im IT-Betrieb. Dieses Ergebnis überrascht und war so nicht zu erwarten. Auch immer mehr IT-Security-Lösungen setzen auf Machine Learning, um Auffälligkeiten zu erkennen und Abwehr- oder Quarantäne-Maßnahmen anzustoßen. 41 Prozent der Befragten setzen derzeit gezielt auf die Optimierung unterschiedlicher Automatisierungsaufgaben. »Die meisten IT- Organisationen in Deutschland haben die Zeichen der Zeit erkannt«, sagt Zacher. »Allerdings ist noch Luft nach oben. Das gilt besonders für die Automatisierung im Data Center und die Nutzung von Analytics und künstlicher Intelligenz im operativen IT-Betrieb.«

Datacenter bewegen sich in Richtung Cloud

Der prägendste Trend in den Rechenzentren ist Cloud-Computing in seinen unterschiedlichen Ausprägungen. 90 Prozent der befragten Unternehmen verfügen über eine Cloud-Strategie. Damit belegt auch diese Studie erneut, dass Cloud-Computing in Deutschland etabliert ist. Eine Diskussion über das »Ob« von Cloud hat sich damit erübrigt. Unternehmen sind vielfach an einem One-Stop-Shopping interessiert, aber in der Realität lässt sich das nur schwer erreichen. Aus diesem Grund wächst in den nächsten 24 Monaten die Zahl derjenigen, die mehr als eine Cloud- Plattform nutzen. 59 Prozent werden mittelfristig auf zwei bzw. drei Plattformen setzen. Damit ist auch der Weg in die Multi Cloud deutlich vorgezeichnet. Workloads laufen immer häufiger in der Cloud. Aktuell dominiert noch die Privat-Cloud, entweder im eigenen oder im Provider-Datacenter. Investitionen fließen am häufigsten in daten-relevante Themen wie Analytics und Management von relationalen Datenbanken (63 Prozent), Künstliche Intelligenz/Machine-Learning (63 Prozent) und Business-Intelligence/Data-Warehouse (61 Prozent).