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Happy Birthday ASCII

In der IT ist vieles kurzlebig und eine jeweils bessere Generation verdrängt schnell Älteres. Das gilt aber nicht für alles in der IT, so zum Beispiel den ASCII-Code. Der hat auch noch nach 50 Jahren Bestand. Ganz der Alte ist er aber auch nicht mehr…

Der 17. Juni 1963 gilt quasi als Geburtsstunde des American Standard Code for Information Interchange kurz ASCII, da er an diesem Tage standardisiert wurde. Die Computer-Gemeinde ehrte diesen Tag beispielsweise in gesonderten Beiträgen, wie bei den Kollegen von heise und Telepolis. Das Geburtstagskind sorgte anno dazumal dafür, dass das vorherrschende Zeichengewirr in Computern verschwand. Er bildete die Grundlage für die Kodierung von Schrift- und Steuerzeichen. Natürlich gab es schon Codes – die Nullen und Einsen sind nicht erst in den 60er Jahren aus der Hecke gesprungen – aber die schafften eben eher Verwirrung als sich die Computer auf ihren legendären Siegeszug machten. Denn da ging zwischen unterschiedlichen Rechnern eben nichts in Sachen Kommunikation. IBM verstand Bull nicht, Zuse nicht UNIVAC und so weiter und so fort… Dafür benötigte man nun einen einheitlichen Standard und dieser manifestierte sich letztlich in ASCII. Es gab ein Komitee – wie so oft im Standardisierungsgeschäft – und das beschäftigte sich eingehend mit dem Problem und seiner Lösung. Die erste Version des ASCII-Codes hatte eine Zeichentabelle mit sieben Bit, was 128 Zeichen entspricht. Steuer- und Sonderzeichen waren hier auch schon festgelegt.

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In den kommenden Jahren gab es verbesserte Versionen, Anpassungen und Besonderheiten, beispielsweise die Escape-Sequenz. Commodore und Atari hatten sogar ihre eigenen Versionen. Den originären ASCII-Code gibt es natürlich auch nicht mehr, er ist aber als Bestandteil späterer Code-Tabellen wie dem Unicode erhalten geblieben.

Cool ist der Code trotzdem noch immer, denn er fand seinen Weg in die Kunst bzw. wurde er selbst zur Kunstform erhoben. Poesie, Bilder, ja ganze Bilder lassen sich mittels ASCII-Code abbilden und die Fan-Gemeinde tut das auch. Und natürlich gibt es auch einen Matrix-Film in ASCII – das war wohl unumgänglich.

Aber der ASCII-Code ist mehr als nur ein Wegbereiter für einheitliche Kommunikation unter Rechnern. Im Prinzip ebnete er damit den Weg der Verständigung von Rechnern übers Internet – und nicht nur Rechnern. ASCII-Code als Urgroßvater moderner Kommunikation via Smartphone, Tablet oder anderen Gadgets. Allerdings verhindert der Code nicht die menschlichen Missverständnisse in der Kommunikation.

Mit ASCII-konform gespeicherten Grüßen,

Ulrike Rieß.