SSD im Ultra-Subnotebook III
Erfahrungsbericht Kingston V+100 vs. Samsung 470 Series
Den Spezifikationen zufolge war die Samsung-SSD von Haus aus im Vorteil: Sie soll lesend bis zu 250 MByte/s erreichen und schreibend bis zu 220 MByte/s. Die V+100 steht diesen Werten mit 230 MByte/s im Lese- und 180 MByte/s im Schreibmodus gegenüber. In der Praxis ist das Samsung-Laufwerk minimal schneller. Ob das Notebook in 40 oder 42 Sekunden bootet ist mir egal. Das Benchmark-Programm »CrystalDiskMark 3.0« attestiert der Samsung-SSD nicht durchgängig schnellere Leistungswerte.Im Vergleich ist die Geschwindigkeit also nicht das Entscheidungskriterium. Beim Preis sieht es dagegen schon anders aus. Beim günstigsten Angebot beim Preissuchdienst Idealo.de liegen beide Drives nahezu gleich auf bei etwas über 180 Euro. Beim Online-Händler Alternate kostet das Samsung-Laufwerk zirka 190 Euro, die Kingston-SSD knapp 213 Euro (Stand KW 23/11).
Während die Performance für die 470er spricht, punktet die V+100 mit seiner Ausstattung. Dazu gehören Schienen zum Einbau in einen Desktop-PC, einem externen Kunststoffgehäuse (USB 2.0) sowie dem Tool »True Image HD« von Acronis. Vor allem die Software erweist sich beim Umkopieren des bestehenden Drives auf die neue SSD als sehr praktisch.
Wer einen älteren Rechner aufbohren will, dürfte mit der Kingston aufgrund des Gesamtpakets besser bedient sein. Wird ein moderner PC oder Notebook aufgerüstet, dann kommt der Geschwindigkeitsvorteil des Samsung-Drives stärker zum Tragen.
Generell lohnt ein SSD-Upgrade allemal. Meinem bereits betagtes X60-Subnotebook wurde mit der SSD quasi neues Leben eingehaucht. Spontan würde ich sagen, verlängert sich die Lebensdauer um 1,5 bis zwei Jahre.
Lesen Sie auch Teil 1 und
Teil 2
meines Feldversuchs »SSD im Ultra-Subnotebook«.
Anmerkung: Weil es schon die ein oder andere Nachfrage gab, ob ich den die Tests nicht in einem modernen Rechner durchführen könnte. Da sag ich mal »jein«. Grundgedanke unseres Feldversuchs war, SSDs in der Praxis zu testen – sprich in der Arbeitsumgebung des jeweiligen Testers. Dies ist bei mir nun mal ein älteres Notebook. Das ist freilich, für Anwender, die einen Superboliden ihr eigen nennen, zu wenig praxisnah. Auf der anderen Seite ist die installierte Basis bei älteren Rechner bedeutend größer. Für eine Vielzahl an Lesern, ist dieser Feldversuch daher durchaus hilfreich.
Warum habe ich die SSD noch nicht in meinen schnelleren PC eingebaut? Hier muss ich gestehen, krieg ich das Datenvolumen meiner 750-GByte-Harddisk (500 GByte belegt) nicht in einem adäquaten Zeitaufwand neu strukturiert. Da ist mir eine 128 GByte SSD einfach zu klein. Für einen schnellen Test könnte ich den Rechner natürlich kurzfristig umbauen, dann ist es aber nur ein Hands-on-Test und kein aussagefähiger Feldversuch. Aber, ich bin auf jeden Fall dran.