02.05.2018 (kfr)
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Backup Eagle: Neue Schnittstellen für übergreifendes Monitoring

»Backup Eagle« integriert dsmISI, GSCC und Veeam für IBM-Spectrum-Protect-Umgebungen (Grafik: Concat).»Backup Eagle« integriert dsmISI, GSCC und Veeam für IBM-Spectrum-Protect-Umgebungen (Grafik: Concat).Ein übergreifendes Monitoring (End-to-End) vom zu sichernden Client, Backup-Server bis hin zum Backup-Device verspricht eine Technologiepartnerschaft zwischen General Storage und Schmitz RZ Consult sowie Concat. Dabei wurde das Monitoring-Tool »BACKUP EAGLE« um dsmISI-Schnittstellen erweitert.

Im Interview erklären Stéphane Criachi von Concat, Karsten Boll von General Storage und Martin Schmitz von Schmitz RZ Consult, welche Vorteile sich für Anwender von »IBM Spectrum Protect« (ISP), »Isilon OneFS«, »dsmISI«, »GSCC«, »MAGS« (Massive Attack General Storage) und Veeam ergeben.

  Was war der Beweggrund, BACKUP EAGLE um Komponenten für Isilon OneFS, dsmISI, GSCC und Veeam zu erweitern?

Stéphane Criachi, Solution Architect, ConcatStéphane Criachi, Solution Architect, ConcatCriachi: Einer unserer sehr großen Kunden, der unsere Lösung dsmISI für OneFS weltweit betreibt, hat uns auf die Herausforderungen aufmerksam gemacht, die Monitoring zu lösen hat. Dieser Kunde setzt Backup Eagle für das Monitoring von IBM Spectrum Protect ein. Der Kunde teilte uns mit, dass die technische Umsetzung dieser Backup-Lösung sehr gut gelöst sei und der Hersteller Schmitz RZ Consult auf Anforderungen nicht nur eingehe, sondern diese auch umsetze.

Wir nahmen Kontakt zu Schmitz RZ Consult auf, um gemeinsam herauszufinden, wie die Lösungen dsmISI, GSCC und MAGS in Backup Eagle zu integrieren seien. Damit wurde die Grundlage geschaffen, die Machbarkeit einer Integration zu prüfen bzw. die damit verbundenen Mehrwerte einer möglichen End-to-end Lösung zu validieren.

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Mehrwert für Monitoring und Reporting

  Welchen Mehrwert hat die Integration von dsmISI, GSCC und MAGS in Backup Eagle für Monitoring und Reporting?

Karsten Boll, Mitgründer, General StorageKarsten Boll, Mitgründer, General Storage Boll: Monitoring und Reporting über Systemgrenzen hinweg sind immer eine Herausforderung, speziell in großen und komplexen Umgebungen mit vielen Komponenten und Funktionen, wie sie in großen Backup-Infrastrukturen anzutreffen sind. Was uns speziell an Backup Eagle begeistert hat, war die Gesamtkonzeption. Hier hat man in einer Lösung den vollständigen Überblick über alles, was in einer Spectrum-Protect-Umgebung inklusive der Infrastruktur und Peripherie passiert. Von der Vogelperspektive über hunderte von Servern bis herunter zum kleinsten Detail. Darin sehen wir einen echten Nutzen für unsere Kunden.

  Aber ist dieses »vom Überblick bis ins Detail« nicht das, was jede gute Monitoring- und Reporting-Lösung bieten sollte?

Boll: Im Grunde ja. Es gibt fertige Lösungen in diesem Bereich, die dann auf Spectrum Protect zugeschnitten, aber auch darauf begrenzt sind.

Generische Frameworks bieten dagegen zwar Schnittstellen für alle Komponenten und Lösungen, haben aber dann nicht den Fokus Spectrum Protect und es ist schwierig, die gesammelten Informationen logisch zusammenzuführen. Dies erfordert zusätzliche eigene Entwicklung und damit permanente Pflege.

Die meisten generischen Lösungen, die ich in der Praxis sehe, funktionieren zwar grundsätzlich und sammeln fleißig Daten – aber ihr Nutzwert ist im Verhältnis zum Aufwand sehr begrenzt, sobald es über das Monitoring weniger Basisfunktionen hinausgeht. Die Verknüpfung von Zusammenhängen ist schwer umsetzbar.

Die Installation von Backup Eagle hingegen ist einfach und Einrichtung und Pflege sind weitgehend automatisiert. Mit der Installation werden sinnvolle Templates mitgeliefert, so dass aufwendige Konfigurations- und Anpassungstätigkeiten entfallen. Neu entstehende Anforderungen werden geprüft und mit der Umsetzung direkt allen Kunden bereitgestellt. Kein anderes Tool am Markt kann das für eine Spectrum-Protect-Umgebung und deren Komponenten im logischen Zusammenhang leisten.

  Können Sie dafür ein Beispiel nennen?

Boll: Nehmen wir GSCC, unsere Cluster-Lösung für Spectrum Protect. GSCC hat eine eigene Oberfläche und zeigt dort beispielsweise, welche Spectrum-Protect-Server-Instanzen zu einem bestimmten Zeitpunkt auf welchen Maschinen laufen und in welchen Zuständen sie sich befinden. Diese Informationen kann man auch in einem zentralen Monitoring-Tool ablegen, wo sie dann zusammen mit Millionen anderer Informationen vergraben sind. Einige dieser Informationen stehen vielleicht in direktem Zusammenhang, andere sind von GSCC völlig unberührt. Ein Administrator muss wissen, wo die Informationen zu finden sind und die Abhängigkeiten kennen, um sich ein Gesamtbild der Situation machen zu können. Mit Backup Eagle tauchen die Information genau da auf, wo sie relevant sind und benötigt werden.

Backup Eagle agiert ständig und automatisch

  Und weshalb war die Integration von dsmISI MAGS nötig? Alles was MAGS macht, müsste doch ohnehin im Spectrum-Protect-Server sichtbar werden.

Boll: Ja, das ist richtig. Aber auch hier ist der Zusammenhang entscheidend. Wenn man täglich eine Milliarde Files sichert und eines Tages zwei davon nicht gesichert werden konnten, ist das normalerweise kein größeres Problem. Sind beim nächsten Backup wieder zwei Files betroffen, kann das ebenfalls harmlos sein. Handelt es sich jedoch um dieselben Dateien, sollte der Administrator einen genaueren Blick auf die Situation werfen. Mit Backup Eagle ist das direkt ersichtlich.

  Mit MAGS allein nicht?

Boll: Doch, selbstverständlich. Aber es erfordert eine Aktion. Man muss sich an MAGS anmelden, aktiv auf die Informationen zugreifen und unter Umständen das, was man gefunden hat, für eine Revision dokumentieren. Natürlich wäre auch das im Bedarfsfall und im Nachhinein direkt aus MAGS und ohne Backup Eagle möglich. Man könnte, wie bei allen Client-Backups, Logs einsehen und einen entsprechenden Vermerk schreiben.

Der große Vorteil von Backup Eagle ist, dass dies ständig und automatisch passiert und dann auch noch in eine Form gebracht wird, die das Auffinden und Interpretieren der Information zum Kinderspiel macht – egal ob man Administrator oder Wirtschaftsprüfer ist.

  Backup Eagle hat doch bereits eine Schnittstelle für die Überwachung von Isilon-Clustern. Welchen Mehrwert bietet da eine Schnittstelle für dsmISI ISP?

Boll: Sie macht die Lösung komplett. Backup Eagle »sieht« Spectrum-Protect-Server einerseits und deren Speicher andererseits, sofern es sich um Isilon handelt. Es lag nahe, die Schnittstelle zwischen den Servern und dem Speicher – also das dynamische Load-Balancing von dsmISI – ebenfalls sichtbar zu machen. Die Stärke von dsmISI ISP ist ja, dass sich alle Backup-Server die Isilon-Cluster beliebig teilen können. Zu wissen, welcher Server zu welchen Zeiten über welche Wege auf welche Isilon-Systeme zugreift, ist also sehr wertvoll.

Stellen Sie sich vor, ein Rechenzentrum fällt aus und mit ihm auch einige der ISP-Systeme sowie ein Isilon-System. Mit GSCC sollte der Serverausfall weitgehend transparent sein – und dank Backup Eagle kann man das direkt und ohne Umwege verifizieren.

Mit klassischem Block-Storage wäre der Speicher im betroffenen RZ einfach weg und eine Umverteilung der Last auf überlebende Systeme würde eine langwierige Umkonfiguration erfordern. Mit Isilon und dsmISI kann die Last jedoch rasch auf überlebende Systeme gelenkt werden. Zu wissen, welche der Server-Daten in dem nicht mehr zugreifbaren Isilon-System abgelegt sind und wie sich die Workloads auf verbliebene Systeme verteilen, kann in solchen Situationen wichtig sein.

Auch hier ist wieder hervorzuheben, dass diese Informationen natürlich auch auf anderen Wegen beschaffbar sind. Der unschätzbare Vorteil einer Integration in Backup Eagle ist, dass man sich darüber keine Gedanken machen muss.

Systemübergreifendes Monitoring großer Backup-Umgebungen

  Wie stellt sich das Monitoring und Reporting aus Sicht von Backup Eagle dar?

Martin Schmitz, Geschäftsführer, Schmitz RZ ConsultMartin Schmitz, Geschäftsführer, Schmitz RZ ConsultSchmitz: Der Fokus von Backup Eagle liegt auf dem zentralen und systemübergreifenden Monitoring auch großer Backup-Umgebungen. Dazu gehören zwingend eine intelligente Kontrolle und die automatische Bereitstellung aller erforderlichen Nachweise und Reports. Backup Eagle bietet dies für den Backup-Betrieb und die Backup-Konfiguration. Das heißt, für alle Backups und Restores, für alle Backup-Server und für alle Backup-Devices.

Auf einen Blick sehen unsere Kunden jetzt auch für dsmISI ISP, ISP Plus, GSCC und Veeam den aktuellen Status inklusive Historie. Beispielsweise erkennt man jetzt direkt, welche ISP-Server welchen Isilon-Systemen zugeordnet sind und umgekehrt. Für dsmISI MAGS werden die Ergebnisse der Sicherungen mit allen Details ausgewiesen und beliebig lang aufbewahrt.

  Welchen Vorteil sieht Schmitz RZ Consult für das Produkt Backup Eagle mit der Integration von dsmISI, GSCC und MAGS?

Schmitz: Die Integration von dsmISI ISP, dsmISI ISP Plus, GSCC, dsmISI MAGS und Veeam in Backup Eagle passt ideal zu unserer Idee einer möglichst vollständigen Sicht auf die Backup-Umgebung. Mit dieser Erweiterung gewährleisten wir noch mehr Transparenz und Sicherheit. Aus unserer Sicht, wird Backup Eagle für unsere Kunden noch wertvoller.

  Wie ist die Support-Struktur sichergestellt?

Schmitz: Die langjährigen Erfahrungen unseres Support- und Entwicklerteams gewährleisten eine reibungslose Integration und die Berücksichtigung auch von besonderen Anforderungen unserer Kunden. Die zwischen General Storage und Schmitz RZ Consult bestehende Technologie-Partnerschaft sichert jederzeit die Kompatibilität der Produkte, den gegenseitigen Support sowie die Integration zukünftiger Erweiterungen.

Backup Eagle: Kontakt und Produkteinführung

  Wer ist der Ansprechpartner für die Lösung?

Criachi: Grundsätzlich kann sich der Kunde, wenn es um Backup Eagle geht, direkt an Schmitz RZ Consult wenden, da die Monitoring-Lösung als Ganzes von Schmitz RZ Consult angeboten wird.

  Wann wird die Lösung der Öffentlichkeit vorgestellt?

Criachi: Backup Eagle Version 9.60 wird in der ersten Maiwoche verfügbar. Wir werden die Lösung auf unserem jährlichen Kundenforum für IBM Spectrum Protect in Frankfurt vorstellen: 5. Concat Kundenforum – IBM Spectrum Protect und Veeam-Software – am 13. Juni 2018 im Frankfurter Airport Hotel Sheraton, Raum SkyLoft.

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