11.09.2015 (Doc Storage)
4.4 von 5, (5 Bewertungen)

Wie funktionieren Vmware Container?

Leserfrage: Das Konzept der Container gab es bereits schon 2009 im Server-Umfeld. Im Storage-Bereich wurde für die Verwaltung und Datenverteilung mit LUNs, Volumes und neuerdings Objekten und virtuellen Volumes gearbeitet. Nun bringt Vmware seine Container auf den Markt. Wie funktionieren diese und welche Vorteile hat ihr Einsatz?

Antwort Doc Storage:

Zunächst einmal zur Klärung: Ein Container sorgt für die Trennung einzelner Prozesse innerhalb einer Betriebsumgebung. Der Unterschied zur Hardware-Virtualisierung mithilfe von Hypervisoren ist, dass diese Trennung nicht in der Hardware-Abstraktionsschicht, sondern im Betriebssystem selbst stattfindet. Die ähnliche Art der Prozessisolierung wirft natürlich erst einmal die Frage auf: wenn man Container hat, wozu braucht man dann virtuelle Maschinen?

Vmware selbst argumentiert, dass Container und virtuelle Maschinen sogar besser zusammen als in Konkurrenz zueinander funktionieren. Nutzer verbessern durch diese Kombination ihre Fähigkeiten zum Betrieb von Anwendungen, ohne ihre DV-Standards zu gefährden.

Container ermöglichen die Mobilität von Anwendungen über Rechnerumgebungen hinaus, genauso, wie Hypervisoren die Mobilität von Rechnerumgebungen über Hardware-Grenzen hinaus ermöglichen. Somit ergänzen sich beide Konzepte eher als dass sie sich widersprechen. Hinzu kommen die Möglichkeiten dynamischer virtueller Netze, Software-defined Storage und aller anderen Möglichkeiten, die die Hypervisoren zusätzlich bieten.

Eine erste greifbare Implementierung für Vmware ist ein Produkt namens »Pivotal CF« von Vmwares Schwesterfirma Pivotal. Diese Software auf Cloud-Foundry-Basis ermöglicht den Betrieb und die Verwaltung von Containern auf Enterprise-Level unter Verwendung von Vmware SDDC. Mit dieser und anderen noch folgenden Lösungen dürften die Themen Hypervisor und Container noch weiter zusammenwachsen und eher eine betriebliche Einheit mit ineinandergreifenden Möglichkeiten als einen Widerspruch darstellen.

Gruß
Doc Storage

Stellen Sie Ihre Frage
Doc. tec. Storage beantwortet alle Ihre technischen Fragen zu Storage, Backup & Co.

Stellen Sie Ihre Frage an: DocStorage@speicherguide.de
Kommentare (1)
16.09.2015 - mress

Ich muß ehrlich sagen, daß mich die Menge der Lösungen da aktuell schon irritiert - Docker, Pivotal, Kubernetes - teilweise mit Openstack Support (Liberty), teilweise ohne - mal mit Openshift (Docker + Kubernetes) und mal mit Cloud Foundry. Und dann die Frage wie "offen" das ganze "OPen" Thema wirklich ist a la OpenShift, OpenFlow, OpenDayLight, Openvswitch, OpenRack, OpenCompute usw. usw.

Und die Frage wer sich am Markt durchsetzt und wie hoch dadurch das Risiko ist ganz schnell die falsche Entscheidung getroffen zu haben :-(


Mehr von Doc. tec. Storage 03.04.2020 Corona & IT Teil 2: Bedeutet das Virus das Ende der Edel-EDV?

Sed tempora mutantur, et nos mutamur in illis – Die Zeiten ändern sich und wir uns mit ihnen. Die Corona-Pandemie und die damit verbundenen Einschränkungen fördern auch in der IT neue Arbeitsweisen, Sichtweisen und Möglichkeiten hervor. Zu den Erkenntnissen gehört für unseren Doc Storage, es geht auch einfacher. Daher prophezeit er ein Umdenken in den IT-Abteilungen und damit das Ende der Edel-EDV.


27.03.2020 Corona: Deutliche Quittung für Ignoranz und IT-Missmanagement

Die Coronakrise zwingt Unternehmen zum Umdenken: Es zeigt sich, dass viele nicht nur nicht auf mobiles Arbeiten vorbereitet waren, sondern auch Warnungen von Seiten der IT schlicht ignoriert haben. Doc Storage geht mit den Firmenlenkern hart ins Gericht, denn die Möglichkeit von außen den Betrieb zu lenken und zu steuern wurde sträflich vernachlässigt.


14.02.2020 NVMe-oF: Ethernet-Attached SSDs wirklich der nächste Schritt?

Wenn es um Flash geht, spricht momentan jeder von NVMe und NVMe-oF. In diesem Zusammenhang stellt die SNIA die Frage, »sind Ethernet-Attached SSD tatsächlich eine gute Idee oder braucht man das eher nicht?« Welche Meinung hat hierzu wohl der Doc Storage?


24.01.2020 Datensicherheit per KI: Kümmern Sie sich lieber selbst

Hersteller kommen mit der These, IT-Abteilungen sollten sich von der traditionellen IT-Sicherheit trennen und auf neue, erfolgsversprechende Techniken wie KI setzen. Sie ahnen es, Doc Storage sieht dies vollkommen anders. Wichtig ist vielmehr ein vernünftiger Plan und die Schulung der Mitarbeiter.


10.01.2020 Ransomware: Sind Backups ein ausreichender Schutz?

Thema Ransomware-Schutz: Wie sieht hier eigentlich der Stand der Technik aus und die dazugehörende Strategie und Maßnahmenorganisation? Ein herkömmliches Backup scheint ja nicht mehr ausreichend zu sein.


03.01.2020 Speichermarkt 2020 – Ein Ausblick

Unser Doc Storage blickt in die »Glaskugel« und analysiert, welche Ansätze und Anforderungen den Speichermarkt 2020 bestimmen könnten: Technologisch sieht er die Notwendigkeit nach mehr Performance, Prozesse zu beschleunigen sowie mehr Effizienz und Beschleunigung. Aber auch der Umgang mit den gespeicherten Daten ist ein wichtiger Aspekt.

powered by
Lenovo Itiso GmbH
Fujitsu Technology Solutions GmbH Infortrend
N-TEC GmbH FAST LTA
Folgen Sie speicherguide.de auch auf unseren Social-Media-Kanälen
Folgen Sie und auf Facebook Folgen Sie und auf YouTube Folgen Sie und auf Twitter