08.05.2015 (Doc Storage)
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Quality-of-Service-Tools für VMs

Leserfrage: Wir hosten in unserer fast vollkommen virtualisierten Umgebung Anwendungen unserer Kunden bisher nach Kapazität. Nun gibt es einige Kunden, die benötigen mehr Performance als andere, und wir benötigen für die Verwaltung der VMs auf LUN-Ebene unglaublich viel Zeit, um diese anzupassen. Gibt es denn Tools, mit denen wir Quality-of-Service (QoS) für jede einzelne VM festlegen und verwalten können? Damit könnten wir auch unser Geschäftsmodell von Kapazität auf Performance umstellen, was für unsere Kunden und für uns wünschenswert wäre.

Antwort Doc Storage:

Zunächst einmal gilt es zu definieren, für welche Art virtueller Maschinen man die Leistung sicherstellen muss. Generell lässt sich sagen, dass ich immer ein großer Freund von Bordmitteln bin – also von Werkzeugen, die von den Herstellern sowieso mitgegeben werden.

Für Microsoft Hyper-V lassen sich beispielsweise mit internen Einstellungen die maximalen I/O-Werte für einzelne Laufwerke festlegen, um weniger wichtige Maschinen daran zu hindern, für die Produktion notwendigeren Systemen dringend benötigte Ressourcen zu »stehlen«. Daneben ist es ab Windows Server 2012 möglich, über eine Computer- und Netzwerkverwaltung eine bestimmte Maschinenleistung für virtuelle Installationen zur Verfügung zu stellen, ohne gleichzeitig die anderen Abnehmern garantierten Werte zu gefährden.

Unter KVM ist das Ganze, der Linux-Plattform geschuldet, in Textdateien untergebracht, die vor der Bereitstellung bestimmter I/O-Werte und Bandbreiten angezogen werden. In verschiedenen Textdateien lassen sich durchschnittliche, obere und untere Grenzwerte für Speicher-, Netzwerk- und Rechnerleistung definieren, die für die jeweilige Maschine eingehalten werden sollen.

Unter VMware schließlich ist es ab der Version 5.5 von ESX ebenfalls möglich, unterschiedlichen Maschinen verschiedene Stücke vom Gesamt-Leistungskuchen zuzuteilen. In diesem Falle sogar unter einer Benutzeroberfläche, dem Vsphere-Client.

Bei allen drei Herstellern ist es also mit etwas Lektüre der mitgelieferten Dokumentation und etwas Frickelei an den eventuell bereits installierten Maschinen möglich, jedem einzelnen Gastsystem nur die Ressourcen zuzuteilen, die es tatsächlich verbrauchen soll. Darüber hinaus bringen natürlich neue Hyper-Konvergenzansätze wie von Simplivity, Tintri oder Nutanix entsprechende Werkzeuge, integriert in den jeweiligen grafischen Benutzeroberflächen mit.

Gruß
Doc Storage

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