2,5-Zoll-SATA-Festplatten ohne SMART- Technologie?
Leserfrage: Eigentlich bin ich davon ausgegangen, dass moderne Festplatten durchweg mit SMART-Technologie ausgerüstet sind. Dies um z.B. rechtzeitig zu erkennen, wann die Reservesektoren zu Ende gehen. Während ich bei IDE- oder 3,5-Zoll-Sata-Festplatten bisher immer mit diversen Tools die S.M.A.R.T.-Werte auslesen konnte, erhalte ich bei 2,5-Zoll-Sata-Platten bisher keine Werte, nur leere Fenster, egal ob intern oder per eSATA angeschlossen (z.B. Western Digital WD5000BEVT, Seagate ST950032, diverse 250er SATA-Platten). Sind die 2,5-er SATA-Platten durchweg nicht mit SMART ausgestattet oder habe ich da bisher einfach Pech gehabt?
Wenn kein SMART vorhanden ist, kann man diese Platten wohl auch nicht guten Gewissens in ein Home-NAS oder KMU-NAS oder überhaupt irgendwo einsetzen. Schließlich bleibt man über den Gesundheitszustand der Platten völlig im Unklaren.
Die Antwort von Doc Storage:
Alle Platten sind heute von den Herstellern mit Self-Monitoring, Analysis and Reporting-Technology (SMART) ausgestattet. Diese Sammlung von Parametern gibt Auskunft über viele Betriebswerte und deren Einhaltung, u.a. die Anzahl der bereits genutzten Ausweichblöcke, eingehaltene Temperaturbereiche. Leider ist weder das SMART-Format noch die Weise des Auslesens normiert, so dass die Ergebnisse und ihre Erlangung für jeden Hersteller unterschiedlich sind. Darüber hinaus werden die Informationen über externe Adapter nicht weitergegeben, so dass beispielsweise über eSATA angeschlossene Laufwerke nicht abgefragt werden können.
Intelligente Arrays nutzen die über SMART zur Verfügung gestellten Informationen, um rechtzeitig defekte oder anfällige Laufwerke zu erkennen und entweder diese anzuzeigen oder die Ersatzplatten einzusetzen. Es besteht grundsätzlich kein Unterschied zwischen Platten mit 2,5 Zoll und 3,5 Zoll, so dass Sie beide Formate guten Gewissens einsetzen können.
Wahrscheinlich lag es lediglich am Interpreter der Informationen, also der von Ihnen eingesetzten Software, dass Sie keine oder nur unzureichende SMART-Ausgaben erhalten haben. Sie sollten sich beim Hersteller der jeweiligen Festplatte erkundigen, welche Software sich am besten für den jeweiligen Typ eignet.
Herzliche Grüße
Ihr Doc Storage