19.12.2013 (eh)
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Uniscon-Lösung »Idgard« verschlüsselt sogar Metadaten

  • Inhalt dieses Artikels
  • »Idgard« verschlüsselt die Kommunikation bei Mail, Chat, Surfen und Datei-Uploads/-Downloads
  • Rechtlicher Schutz von Internet-Verbindungen ist schwach
  • Aussagekraft alleine von Metadaten ist beeindruckend
Anwendungsbeispiel von »Idgard« (Bild: Uniscon)
Anwendungsbeispiel von »Idgard« (Bild: Uniscon)
2013 wird als das Jahr der ganz großen Enthüllungen von Spionage-Skandalen in die Geschichte eingehen. Und ein Fazit steht jetzt schon fest: Ohne Verschlüsselung der Daten und Dateien geht gar nichts mehr. Selbst Whistleblower Edward Snowden betonte in einem »Guardian«-Interview: »Verschlüsselung funktioniert.« Das Münchner Unternehmen Uniscon pocht in diesem Zusammenhang auf eine richtige Ende-zu-Ende-Verschlüsselung inklusive der Metadaten mit ihrem Produkt »Idgard«.

Nach Meinung von Uniscon sind Internet-Daten nur dann geschützt, wenn nicht nur die Verbindungsinhalte verschlüsselt werden, sondern auch die so genannten Metadaten. Metadaten sagen zum Beispiel aus, von welchem Internet-Anschluss oder von welcher Mailadresse ein anderer Anschluss oder eine andere Adresse wann kontaktiert wurde. Besonders wichtig ist dieser Schutz für Berufsgruppen wie Rechtsanwälte, die einerseits von Abhörmaßnahmen eher betroffen sind als andere, andererseits aber standesrechtlich verpflichtet sind, alles in ihrer Macht stehende zu unternehmen, um Geheimnisse ihrer Mandanten zu wahren.

»Idgard« verschlüsselt die Kommunikation bei Mail, Chat, Surfen und Datei-Uploads/-Downloads

In den vergangenen Monaten sind dank steigender Nachfrage zahlreiche neue Produkte entstanden, die abhörsichere Kommunikation versprechen. Allerdings ist auf diesem zunächst unübersichtlich scheinenden Markt laut Uniscon nur ein Produkt verfügbar, das sowohl eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung als auch den Schutz der Metadaten gewährleistet: eben das deutsche Produkt Idgard von Uniscon.

Kurz gesagt, verschlüsselt es die Kommunikation bei Mail, Chat, Surfen und Datei-Uploads/-Downloads, ohne dass dazu mit dem jeweiligen Partner aufwändig Schlüssel ausgetauscht werden müssten, und ohne dass eine besondere Software installiert werden muss. Alle Benutzerdaten und Metadaten werden in einer so genannten »Sealed Cloud« gespeichert, also in einem Rechenzentrum, das gegen alle Zugriffe auf die Daten zusätzlich zur Verschlüsselung durch Versiegelung geschützt ist, und zwar sogar gegen mögliche Zugriffe von Seiten seines eigenen Betreibers.

Rechtlicher Schutz von Internet-Verbindungen ist schwach

»Ende-zu-Ende-Verschlüsselung alleine genügt nicht, um sowohl die Inhalte als auch die Metadaten der Verbindung zu schützten«, urteilt Prof. Claudia Eckert, Leiterin des Fraunhofer-Instituts für Angewandte und Integrierte Sicherheit (AISEC). »Es braucht weitere technische Maßnahmen, wie beispielsweise jene, die wir in unserem gemeinsamen Förderprojekt ‚Sealed-Cloud’ als Versiegelung bezeichnen.«

Für Berufsgruppen wie Rechtsanwälte, aber auch für andere Unternehmen ist dies ein wichtiger Schritt hin zu mehr Sicherheit, denn Internetverbindungen sind juristisch nach dem Telemediengesetz nicht im gleichen Maß geschützt wie die Telekommunikation, die unter dem Stichwort »Kanzlertelefon« zeitweise in den Mittelpunkt der Abhördebatte rückte. Gerade weil der rechtliche Schutz von Internet-Verbindungen schwächer ist, rückt ein deutlich verbesserter technischer Schutz bei den am stärksten betroffenen Berufsgruppen zwangsläufig in den Mittelpunkt des professionellen Interesses.

Aussagekraft alleine von Metadaten ist beeindruckend

»Stellen Sie sich vor, der Geschäftsführer eines Unternehmens tritt mit dem einer anderen Firma in Kontakt, es folgt eine E-Mail an einen auf Unternehmensfusionen spezialisierten Anwalt, der ein größeres verschlüsseltes Dokument angehängt ist«, erläutert Uniscon-Geschäftsführer Dr. Hubert Jäger die Aussagekraft von Metadaten. »Dazu kommt am gleichen Tag ein Austausch der Marketingleiter beider Unternehmen.« Welche Bedeutung das Abhören solcher Metadaten für ganze Unternehmen haben kann, ohne dass man einen einzigen Inhalt von Mails, Chats oder versendeten Dokumenten entschlüsseln muss, liege wohl auf der Hand.

Von der Uniscon-Lösung gibt es die Version »Idgardmini« für 8,95 Euro monatlich, die eine Administrator- und 20 Kundenlizenzen inklusive 20 GByte Speicherplatz enthält. Die Edition »Idgard Starter-Paket« kostet monatlich 49,95 Euro, und enthält eine Administrator-, fünf Mitarbeiter- und 100 Kundenlizenzen inklusive 120 GByte Speicherplatz. Beide Versionen können zwei Wochen kostenlos getestet werden.

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